Limburg. Die Straße führt bergab und das erlaubte Tempo 70 ist schnell überschritten. Steht die Ampel am Ende der B 49 jedoch auf Rot, muss der Fahrer schnell reagieren ...
Bild: Mit den verstärkten Kontrollen reagiert das Ordnungsamt der Stadt Limburg auf Beschwerden von Bürgern. foto: stadt limburg
LIMBURG Ordnungsamt setzt verstärkte Geschwindigkeitsmessungen fort - Rekord: 143 Sachen bei erlaubtem Tempo 70
Auch die von der Bundesstraße ausgehende Auffahrt zur A 3 erfordert eine schnelle Reaktionsfähigkeit. Oft ist dies jedoch nicht gegeben, weil der Fahrer oder die Fahrerin zu schnell unterwegs ist, so dass es zu Unfällen kommt.
Diese Beschreibung der Stadt ist gleichzeitig die Erklärung des Ordnungsamts, dort verstärkt zu blitzen. In der Zeit vom 4. bis 14. August waren die Mitarbeiter mehrmals mit ihren Messgeräten an der B 49. Von 3516 Fahrzeugen waren dort 303 zu schnell. Die gemessene Höchstgeschwindigkeit lag bei 143 Kilometern pro Stunde. Das bedeutet zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei, 440 Euro Bußgeld und zwei Monate Fahrverbot.
Bei den verstärkten Geschwindigkeitsmessungen des Ordnungsamts sind vom 4. bis 14. August 10 439 Fahrzeuge erfasst worden, davon waren 678 zu schnell unterwegs, das entspricht einem Prozentsatz von etwa 6,5. Gemessen wurde an Unfallschwerpunkten und in der Nähe von Schulen.
Schwerpunkt Schulwegsicherung
Das Messen bei Schulen ist ein Aspekt der Schulwegsicherung. Es wurde daher zum Ende der Sommerferien hin verstärkt und wird auch nach den Sommerferien ein Schwerpunkt der Kontrollen des Ordnungsamtes sein. "Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger", erinnert der Erste Stadtrat Michael Stanke (CDU). Er weist darauf hin, dass Kinder erst lernen müssen, mit den Anforderungen des Straßenverkehrs zurecht zu kommen. "Eine besondere Rücksicht ist deswegen notwendig."
Kontrolliert wurde daher auch in der Walderdorffer Straße, am Stephanshügel, in der Limburger Straße in Eschhofen und in Dietkirchen in der Schornstraße - alles Straßen, in denen Tempo 30 erlaubt ist und die sich in der Nähe von Schulen und Kitas befinden.
In der Walderdorffer Straße waren von 218 registrierten Fahrzeugen zwölf zu schnell, das schnellste Fahrzeug fuhr Tempo 50. Geahndet wird dies mit einem Bußgeld von 60 Euro. Am Stephanshügel lag die höchste gemessene Geschwindigkeit bei 57 Kilometern pro Stunde, dort wurden insgesamt 181 Fahrzeuge erfasst, 28 waren zu schnell. In der Limburger Straße fuhren 378 Fahrzeuge an der Messstelle vorbei, 21 wurden geblitzt, das schnellste war mit Tempo 57 unterwegs. Das bedeutet einen Punkt in der Verkehrssünderdatei, 80 Euro Bußgeld und einen Monat Fahrverbot. Mit Tempo 49 fuhr das schnellste Fahrzeug im Messzeitraum durch die Schornstraße. Dort wurden 39 Fahrzeuge erfasst und fünf geblitzt.
Wo es häufig kracht, wird mehr geblitzt
Auch an Unfallschwerpunkten wurde erneut kontrolliert. Dazu gehört die B 49 mit ihrer Autobahnanschlussstelle Limburg-Nord, wo Tempo 70 erlaubt ist. Von 2053 kontrollierten Fahrzeugen waren 167 zu schnell, das schnellste Fahrzeug fuhr Tempo 120. Geahndet wird dies mit zwei Punkten in der Verkehrssünderdatei, 160 Euro Bußgeld und einem Monat Fahrverbot. Zu Unfällen wegen schnellem Fahren kommt es auch gehäuft in der Wiesbadener Straße (B 417). Erlaubt ist dort Tempo 50, weil es sich um einen Nahbereich zu den angrenzenden Schulen handelt. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollierten dort bei 931 Fahrzeugen die Geschwindigkeit, 48 waren zu schnell, das schnellste Fahrzeug war mit Tempo 82 unterwegs.
Mit den verstärkten Kontrollen reagiert das Ordnungsamt der Stadt Limburg nach eigenen Angaben auf Beschwerden von Bürgern über massive Belästigungen und Gefährdungen durch Autofahrer und die Forderung der Ortsbeiräte nach mehr Kontrollen.
In den nächsten Tagen führt es die verstärkten Geschwindigkeitskontrollen fort, dabei steht unter anderem die Schulwegsicherung im Vordergrund. Gemessen wird unter anderem am Samstag, 22. August, auf der B 49 in Richtung Gießen und am Montag, 24. August, in Lindenholzhausen in der Dietkircher Straße. oho
Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
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