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Limburg-Lindenholzhausen. Ein nordrhein-westfälisches Unternehmen plant den Glasfaserausbau in den sieben Limburger Stadtteilen. Wenn sich mindestens 40 Prozent aller Haushalte für einen Anschluss entscheiden, will die Deutsche Glasfaser Leitungen bis ins Haus legen ...

VON STEFAN DICKMANN

Bei genügend Aufträgen will Privatunternehmen Hausanschlüsse legen

Schnelles Internet gibt es in Limburg bereits seit fünf Jahren - seit die deutsche Telekom den Vorwahlbereich 06431 mit VDSL-Leitungen ausgestattet hat mit Bandbreiten im Internet von maximal 250 Megabyte (MB). Nun plant Telekom-Konkurrent Deutsche Glasfaser, ein Unternehmen mit Sitz in Borken in Nordrhein-Westfalen, den Glasfaserausbau in Limburg. Die maximal mögliche Bandbreite wird ein Gigabyte betragen, also vier Mal so schnell wie der derzeit schnellste Telekom-Anschluss. Ein Telekom-Sprecher teilte mit, ein weiterer Ausbau sei "aktuell nicht geplant".

Von den Glasfaserleitungen wird jedoch nicht jeder Limburger profitieren. Ein Ausbau ist nur in den Stadtteilen Ahlbach, Dietkirchen, Eschhofen, Lindenholzhausen, Linter, Offheim und Staffel geplant. Sicher ist der Ausbau auch erst, wenn es genügend Interessenten gibt.

"Da wir dieses Glasfasernetz komplett eigenwirtschaftlich und ohne die Verwendung von öffentlichen Mitteln realisieren, benötigen wir als Voraussetzung eine Akzeptanz von 40 Prozent aller Haushalte in den sieben Stadtteilen, sprich mindestens 40 Prozent der Haushalte in den Ausbaugebieten müssen mit einem Vertragsabschluss signalisieren, dass sie den Glasfaseranschluss bis ins Haus/in die Wohnung haben möchten", teilte auf Anfrage dieser Zeitung Unternehmenssprecherin Ana Tamarit mit.

Wer sich zwischen dem 7. September und 16. Dezember für einen Glasfaseranschluss entscheide, erhalte den Hausanschluss kostenfrei - sofern die 40-Prozent-Quote erreicht werde. Die Deutsche Glasfaser geht von 7500 Haushalten in allen Stadtteilen aus - bei mindestens 3000 Vertragsabschlüssen wäre die Quote erreicht. Allerdings ist ein Glasfaserausbau in der Kernstadt nicht geplant. Warum? "Das liegt am hohen Anteil an Mietwohnungen und Mehrfamilienhäusern", sagt der für Limburg zuständige Projektleiter Tjark Hartmann. Die interne Firmenanalyse habe ergeben, dass die 40-Prozent-Quote in der Kernstadt nicht erreichbar sei.

200, 400, 600, 1000 MB

Die Deutsche Glasfaser will vier Pakete anbieten: 200 MB, 400 MB, 600 MB und 1000 MB. Je höher die bestellte Bandbreite, desto höher die Kosten. Das erste Jahr ist günstiger, vom 13. Monat an wird es teurer. Der kleinste Tarif 200 MB kostet im ersten Jahr 24,99 Euro monatlich und anschließend 44,99 Euro im Monat. Der größte Tarif (1000 MB) startet mit 89,99 Euro im Monat, kostet vom 13. Monat an 119,99 Euro.

Das Unternehmen lädt zu drei Informationsabenden ein:

  • Dienstag, 10. September, 19 Uhr, Bürgerhaus Offheim.
  • Mittwoch, 11. September, 19 Uhr, Bürgerhaus Lindenholzhausen.
  • Donnerstag,12.September, 19Uhr, Bürgerhaus Eschhofen.

Kooperation mit der Stadt

Das Unternehmen weist auf einen Kooperationsvertrag mit der Stadt hin. Die Stadt gestatte darin die Verlegung von Glasfaserleitungen und habe eine "konstruktive und enge Zusammenarbeit" zugesagt, teilt der Sprecher der Stadt, Johannes Laubach, mit. Dabei gehe es unter anderem um die Genehmigung, Werbeplakate aufstellen zu dürfen und die Unterstützung, mit Unternehmen Kontakt aufzunehmen.

Sollte im Aktionszeitraum die 40-Prozent-Quote nicht erreicht werden, ist zwar theoretisch eine Verlängerung möglich. Das Projekt könnte aber auch sofort abgesagt werden. Erst kürzlich scheiterte der geplante Glasfaserausbau in Hattersheim, weil es dort zu wenig Vertragsabschlüsse gab.

Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.