Limburg. Leserbriefe zum NNP-Artikel „ICE-Gebiet: FDP gegen Wohnungen“ (Ausgabe vom 18. Januar) ...

Der ICE-Bahnhof braucht Menschen

Leserbriefschreiber Herr Namsler und die Firma Amadeus haben Recht: Das ICE-Gebiet gammelt vor sich hin. Wieso? Ein ICE-Bahnhof ist ein Personen- und kein Güterbahnhof. Zu einem Personenbahnhof gehören Menschen, die ein-, aus- und umsteigen. Das mit dem Umsteigen entfällt, da der Bahnhof weit abseits vom übrigen Bahnnetz liegt. Schaut man die Umgebung anderer Bahnhöfe an: Limburg „Hauptbahnhof“, Frankfurt, Köln, München . . . Gibt’s da einen Fliesenleger mit Lager, eine Großbäckerei, ein Versandlager für Medikamente oder ähnliches? Da sind Büros, Geschäfte, Wohnungen. Nicht eine einzige Fliese, kein Brötchen oder Medikament benutzt den ICE. Also müssen Menschen her, die den Zug benutzen, die in Frankfurt oder auch in Köln arbeiten. In Frankfurt sind die Wohnungen knapp und teuer. Das wird so schnell nicht besser. Auch durch Brexit? Kurze Fahrzeit. Mit der Straßenbahn sind manche länger unterwegs. Dazu braucht man aber Wohnungen. Auch bezahlbare. Jemand hat mal von einem neuen Stadtteil gesprochen. Richtig. Mit kleinen Geschäften wie sie sich zum Beispiel in Blumenrod dauerhaft etabliert haben. Supermärkte gibt’s schon in Lindenholzhausen (Fahrrad) und bei den Pallottinern. Ein Tagungshotel (natürlich problematisch, aber mit ICE- Anschluss!). (Vielleicht in Verbindung mit Stadthalle?) Lärm: Das Exklusiv-Wohngebiet Rosenhang, obere Seilerbahn ist bis an die Autobahn gewachsen. Hat jemand protestiert? Es gab einen Plan der Herren Kramm (Architekt) und Kremer (Investor). Gibt es den noch?

Hans Stangier, Limburg

Drohende Klagen verunsichern Investoren

Zum gleichen Thema: Die zurzeit stattfindende Diskussion „Gewerbe contra Wohnungen“ im Limburger ICE-Gebiet mutet absurd an. Wie kann man überhaupt auf die Idee kommen, in einem hochwertigen Gewerbegebiet eine Wohnbebauung zuzulassen? Es ist doch allseits bekannt, dass heutzutage Menschen, die sehr wohl beim Einzug in eine Wohnimmobilie von Störungen Kenntnis hatten, dann irgendwann Mietminderungen wegen Beeinträchtigungen einklagen wollen und am Ende vor den Gerichten plötzlich sogar Betriebseinstellungen und Betriebsverlagerungen einklagen wollen. Wie kann es sein, dass man sich bei der Stadt Limburg nicht über diese Risiken im Klaren ist? Dadurch verunsichert man künftige Investoren, die dort Arbeitsplätze schaffen wollen und sollen. So wichtig auch neue Wohnungen sind – im Gewerbegebiet ICE-Bahnhof haben sie nichts zu suchen.

Joachim Bühler, Limburg

Wohnungsbau ist nicht überall sinnvoll

Zum gleichen Thema: Wohnungsbau in Limburg ist notwendig – aber nicht überall sinnvoll. Der Bedarf an fehlendem Wohnraum ist in Wohngebieten zu schaffen, nicht jedoch in Dienstleistungs-Sondergebieten oder Kerngebieten, wie dem ICE-Gebiet, in denen Wohnen eine nur untergeordnete Rolle spielen kann, weil dort mit Beeinträchtigungen zu rechnen ist. Durch den ICE-Bahnhof donnern am Tag viele Züge mit Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h, gegenüber führt die Autobahn mit täglich über 100 000 Fahrzeugen vorbei, dazwischen verläuft die B 8. Lärmschutzvorkehrungen gibt es nicht. Außerdem gibt es in unmittelbarer Nähe zum ICE-Stadtplatz ausgewiesene Gewerbegebiete, die auch mit ihren zulässigen Immissionen dem Wohnen nicht förderlich sind. Rückt die Wohnbebauung zu nah an die Gewerbebetriebe heran, sind diese in ihrem Bestand bedroht. Die Entflechtung von Wohnen und Gewerbe hat ihren Sinn vor allem im Wunsch nach gesunden Wohnbedingungen. Die FDP möchte nach den allgemein bestehenden und anerkannten Grundsätzen des Städtebaurechts und der aktuellen Rechtsprechung Nutzungen dort ansiedeln, wo sie auch hingehören: Gewerbe in Gewerbegebiete und Wohnen in Wohngebiete. Damit schädigt sie nicht die Stadt Limburg, sondern strebt eine sinnvolle Trennung nach den unterschiedlichen Nutzungen an, mag dies auch dem Einzelinteresse eines Investors an preiswerten Grundstücken bei maximaler Ausnutzung zuwiderlaufen.

Michael Borschel, Limburg

Einzelinteresse an billigen Grundstücken

Zum gleichen Thema: Wer andere kritisieren möchte, sollte erst mal wissen, um was es überhaupt geht. Daher eine kleine Nachhilfestunde für Leserbriefschreiber Herrn Gattinger. Wohnungen werden dort gebaut, wo Menschen wohnen und in Gebieten, die für das Wohnen ausgewiesen wurden. Solche Gebiete nennt man in Deutschland im Allgemeinen „Wohngebiete“. Dann gibt es auch noch „Gewerbegebiete“. Diese sind, wie der Name schon sagt, fürs Gewerbe bestimmt. Es gibt aber auch Dienstleistungs-Sondergebiete bzw. Kerngebiete. Da überlagern sich Nutzungen für Dienstleistungen und Gewerbe. Wohnen ist hier eher untergeordnet, mit Beeinträchtigungen ist zu rechnen. Das ICE-Gebiet ist ein solches Gebiet. Es hat gegenüber der ICE-Trasse – hier donnern am Tag viele Züge mit 300 km/h durch – und gegenüber der vorbeiführenden Autobahn mit täglich über 100 000 Fahrzeugen keinerlei Lärmschutzvorkehrungen. Außerdem gibt es in unmittelbarer Nähe zum ICE-Stadtplatz ausgewiesene Gewerbegebiete, die mit ihren zulässigen Immissionen dem Wohnen auch nicht förderlich sind. Der proklamierte Mangel an Wohnungen ist dort zu beheben, wo auch für Wohnen geeignete Flächen zur Verfügung stehen. Nicht jedoch in Gewerbe- und Lärm umtosten Gebieten. Die FDP möchte nach den allgemein bestehenden und anerkannten Grundsätzen des Städtebaurechts und der aktuellen Rechtsprechung Nutzungen dort ansiedeln, wo sie auch hingehören. Gewerbe in Gewerbegebiete und Wohnen in Wohngebiete. Das, lieber Herr Gattinger, ist in Deutschland längst zu einer Binsenweisheit geworden. Merke: Nicht der kapitalstarke Interessent und Investor mit seinem Einzelinteresse an billigen Grundstücken und maximaler Ausnutzung, hat zu bestimmen, wo’s langgeht, sondern die verantwortungsbewussten Kommunalpolitiker, die Gesetzgebung und die Rechtsprechung.

Frank F. König, Limburg

Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

 

 

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