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Limburg-Lindenholzhausen. Der Zustand des Friedhofs in Lindenholzhausen sorgt immer wieder für Beschwerden. Der Ortsbeirat spricht regelmäßig über das Thema und wünscht sich eine stärkere Beteiligung der Bürger. Die Stadt ist nach eigenen Angaben bemüht, die Wege auf allen Friedhöfen in der Stadt zu verbessern ...

Wege verschmutzt, Gräber schwer erreichbar

Ein Maulwurfshügel im Bereich der Gehwegplatten auf dem Friedhof in Lindenholzhausen - © Tobias KetterBild: Ein Maulwurfshügel im Bereich der Gehwegplatten auf dem Friedhof in Lindenholzhausen - © Tobias Ketter

 von TOBIAS KETTER

In den vergangenen Monaten kam es vermehrt zu Beschwerden von Bürgern, die sich über den Zustand des Friedhofs in Lindenholzhausen beklagten. Die Wege zu den Gräbern seien teilweise stark verschmutzt, Dutzende Maulwurfshügel würden sich aus dem Boden erheben, eine Vielzahl von Gräbern sei für Menschen mit eingeschränkter Mobilität kaum erreichbar.

Ortsvorsteherin Barbara Bäcker (CDU), die seit sieben Jahren dieses Amt ausübt, sind diese Probleme nicht neu. „Dem Ortsbeirat ist es enorm wichtig, die Situation zu verbessern, jedoch kann dies nicht innerhalb von wenigen Wochen geschehen“, sagt sie.

Zwei Wege saniert

Bereits im vergangenen Jahr seien von der Stadt 5000 Euro zur Verfügung gestellt worden, die dazu genutzt wurden, zwei Wege auf dem Friedhof zu sanieren, um den Gang zu den Gräbern weniger beschwerlich zu machen. Auch in diesem Jahr ist Bäcker bemüht, finanzielle Mittel zu erhalten, damit der Zustand des Friedhofs dauerhaft verbessert werden kann. Nach Angaben der Stadt stehen derzeit noch Restmittel in Höhe von rund 1800 Euro zur Verfügung.

Auch der Stadtverwaltung Limburg ist bekannt, dass diverse Stellen auf dem Lindenholzhäuser Friedhof durchaus schwer zugänglich sind. „In der aktuellen Jahreszeit mit sehr viel Feuchtigkeit und selten noch aufgrund von Schnee und Eis wird die Erreichbarkeit von Gräbern nochmals erschwert“, erklärt Sprecher Johannes Laubach.

Die Stadt Limburg sei bemüht, die Wege auf allen Friedhöfen der Stadt zu verbessern. „Allerdings scheidet dabei ein Ausbau von Wegen mit Betonpflaster und Asphalt weitgehend aus, da dies zu einer deutlich stärkeren Versiegelung führen würde.“ Im vergangenen Jahr hätten im Haushalt für die Verbesserung von Wegen auf allen Friedhöfen in den Stadtteilen 35 000 Euro zur Verfügung gestanden. „Es wird allerdings nicht gelingen, alle Wege auf allen Friedhöfen so auszubauen, dass alle Gräber direkt über ausgebaute Wege zu erreichen sind. Das ist zum einen nicht finanzierbar, zum anderen aber auch nicht sinnvoll, da unsere Friedhöfe auch einen Park- und Grünflächencharakter haben sollen.“

Der Ortsbeirat hatte vor einigen Wochen alle Bürger zu einer Friedhofsbegehung eingeladen, um Verbesserungsvorschläge zu hören. Leider habe nur ein Bürger diese Chance wahrgenommen, was Ortsvorsteherin Bäcker enttäuscht. „Wenn so vielen Bürgern die Friedhofssituation unangenehm ist, frage ich mich, warum kaum jemand an der Begehung teilgenommen hat.“

Trotz der schlechten Resonanz möchte Bäcker weiter für eine Verbesserung der Situation kämpfen. „Die einzelnen Steine, die zu den Gräbern führen und zwischen denen Gras wächst, heben sich immer wieder vom Boden ab und müssen neu befestigt werden“, stellt die Ortsvorsteherin fest. Dies sei kein Zustand, der dauerhaft bleiben könne. „Alles ist eine Frage des Geldes, und das ist nicht ausreichend vorhanden“, sagt sie. Der Ortsbeirat werde auch in Zukunft bemüht sein, die Wege auf dem Friedhof weiter zu verbessern. Dies gehe jedoch nur stückweise.

Fleißiger Maulwurf

Um die Verschmutzung auf dem Gelände zu beseitigen, arbeitet ein Mitarbeiter der Stadt regelmäßig auf dem Friedhof. Jedoch ist dieser noch für zahlreiche weitere Grünflächen zuständig, so dass eine tägliche Säuberung aller Bereiche nicht gewährleistet werden kann.

Bäcker hält es für sinnvoll eine weitere Stelle zu besetzen, um dem einzigen zuständigen Mitarbeiter einen Partner zur Seite zu stellen. So würden alle Abschnitte der Begräbnisstätte häufiger gereinigt werden können. „Eine weitere Arbeitsstelle kostet allerdings wieder jede Menge Geld“, merkt sie an.

Ein weiteres Problem auf dem Lindenholzhäuser Friedhof sind die zahlreichen Maulwurfshügel. „Da das Tier unter Naturschutz steht, ist eine einfache Beseitigung nicht möglich“, sagt Barbara Bäcker. Der Maulwurf dürfe nur mit natürlichen Mitteln vertrieben werden. Das Jagen, Fangen oder gar Töten der Tiere sei verboten.

Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

 

 

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