Limburg-Lindenholzhausen. „Alles perfekt – besser hätte es kaum sein können,“ urteilte Marco Löw vom Leitungsteam zum Finale. Das „Harmonie-Festival“ ging gestern Abend mit dem Preisträgerkonzert im ausverkauften Zelt vor 2000 Besuchern glanzvoll zu Ende ...
Bild: Ausgelassene Stimmung auf dem Festival-Hügel mit der Weltkugel und der Fahnenparade: Diese iranische Folklore-Gruppe legte sich gestern Abend noch einmal ins Zeug.
Harmonie-Festival
Ende gut, alles gut! Die erhofften Besucherzahlen wurden erreicht, die Auftritte aller Chöre und Folkloregruppen waren top, und wenn auch ein paar Hitzegrade weniger gereicht wären, so brachte doch das Hochsommerwetter mehr Nutzen als Schaden. Immerhin hätte man bei einem früheren Festival für die Abendveranstaltung sogar mal Heizungen für das Zelt besorgen müssen, erzählt Marco Löw.
Seine zahlreichen Mitstreiter und er waren gestern Abend nach den wochenlangen Strapazen der Vorbereitung und vier Festivaltagen zwar geschafft, aber glücklich. Mit dem ausverkauften Preisträgerkonzert ging das kulturelle Ereignis der Superlative am Sonntagabend in Lindenholzhausen glanzvoll zu Ende.
Von den über 200 angemeldeten Gruppen konnten lediglich zwei nicht kommen. Insgesamt tummelten sich also 6000 Sänger, Tänzer und Musiker auf dem Festgelände. Beste Stimmung herrschte an allen vier Veranstaltungsorten.
Gelungene Premieren
Dabei erwies es sich als eine sehr gute Idee, erstmals die Kirche für einen Wettbewerb mit einzubeziehen. Auch dass die deutschen Chöre wieder einen eigenen Wettbewerb austragen konnten, wurde gut angenommen. Bei dem nationalen Wettbewerb traten 34 Gesangsvereine an. So mancher Chor wäre sicher nicht gekommen, hätte er gegen die internationalen Spitzenchöre antreten müssen.
Zum Glück sei alles friedlich geblieben, berichtet Löw. Allerdings hätten die Polizisten am Freitagabend beim Entdecken eines herrenlosen Koffers hinter der Bühne des Konzertzeltes einen ordentlichen Schreck bekommen. Der Eigentümer war jedoch schnell gefunden.
Auch Küchenchef Michael Klieber war rundum zufrieden. Mehrere Tausend Mahlzeiten gingen über den Tresen, und Eiscreme war am Samstag sogar kurz ausverkauft.
Veganer Ladenhüter
Lediglich die vegane Wurst, die von einigen ausländischen Chören erbeten wurde, erwies sich als Ladenhüter. „Wir haben extra eine spezielle Curry-Sauce kreiert, von der ist die doppelte Menge verkauft worden, wie wir ursprünglich eingeplant hatten“, so Klieber.
„Jetzt sind wir erst mal alle total groggy“, antwortete Marco Löw auf die Frage, ob denn das nächste Festival schon in Planung sei. Die offizielle Entscheidung werde sowieso erst in drei Jahren gefällt. Aber wenn sich wieder „genug Verrückte“ für die Organisation fänden, könne man wohl auch von einem Harmonie-Festival im Jahr 2023 ausgehen. (kka)
[Hier] findet man einen weiteren Artikel mit vielen Quellen für Bilder, Berichte und Videos vom Festival.
Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
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