
Bild: Limburgs Bürgermeister Martin Richard. (Archivbild)
OBI, Hagebau oder Globus? Eine von den drei Baumarktketten wird sich im ICE-Gebiet ansiedeln dürfen. Die Limburger Stadtverordneten stimmten dem am Montagabend im Rathaus mit den Stimmen von CDU, SPD, FWG und FDP zu – nur Grüne und BZL lehnten das ab.
Mit dem Beschluss sollte eigentlich auch festgelegt werden, dass die Baumarktkette OBI im ICE-Gebiet bauen darf. Aber die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht und hat vor der Sitzung am Montagabend mit den Fraktionsvorsitzenden Kontakt aufgenommen. Offenbar sind verbesserte Angebote abgegeben worden. Deshalb stimmten die Stadtverordneten überraschend einer Vertagung zu. Der zuständige Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Verkehr soll nun in einer Sondersitzung in der ersten Augustwoche klären, wer zum Zuge kommt: OBI, Hagebau oder Globus.
Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Dr. Christopher Dietz, hatte um eine Sitzungsunterbrechung gebeten, um den Ältestenrat einzuberufen und sich von Bürgermeister Martin Richard (CDU) den neuen Sachstand erklären zu lassen. Nach der Beratung in den Fraktionen stimmten vor allem die Sozialdemokraten einer Vertagung zu. Bei zwei Gegenstimmen und 26 Enthaltungen wurde ein weiterer Beratungsgang im Ausschuss vereinbart.
Wenn es nach Dietz gegangen wäre, hätten die Stadtverordneten das gesamte Paket abgestimmt, also eine Baumarktansiedlung mit OBI. Aus Sicht des Magistrats und der Mehrheit der Stadtveordneten hatte diese Kette bislang offenbar das beste Angebot abgegeben. Da es aber den Wunsch anderer Fraktionen gab, sich die verbesserten Angebote der Konkurrenz anzuhören, enthielt sich die CDU der Stimme.
Zuvor hatte Dietz klargemacht, seine Fraktion werde sich in den weiteren Planungsschritten auf Bitten des Ortsbeirats Lindenholzhausen für die Einrichtung eines Kreisverkehrs auf der B 8 kurz vor Lindenholzhausen einsetzen. Auch Peter Rompf machte für seine Fraktion deutlich, dass die SPD „von einem Kreisverkehr ausgeht“.
Auf Wunsch des Ortsbeirats soll in dem Abschnitt zwischen der Ampel-Kreuzung zum ICE-Gebiet und der Ortseinfahrt keine weitere Ampel zur Verkehrsanbindung des Baumarkts errichtet werden, sondern ein Kreisverkehr, damit der Verkehr besser fließen kann. Nach einem Verkehrsgutachten ist das auch problemlos möglich.
Für die Ansiedlung eines Baumarkts sprachen sich am Montagabend auch Vertreter von SPD, FWG und FDP aus. Durch die Insolvenz der Praktiker-Baumärkte werde in Limburg „eine Lücke“ geschlossen, sagte Werner Laux (FWG); Praktiker hatte auch eine Filiale auf dem ehemaligen Real- und heutigen Globus-Gelände. Marion Schardt (FDP) wies auf Limburgs Funktion als Mittelzentrum hin. Dazu gehöre nun einmal auch die Ansiedlung eines Baumarkts, den Limburg brauche; das bringe Steuereinnahmen und Arbeitsplätze. Auch Peter Rompf (SPD) sprach sich für einen neuen Baumarkt aus. Die verbesserten Angebote der Konkurrenz könnten für die Stadt möglicherweise von Vorteil sein.
Einen möglichen Grund dafür, warum die Konkurrenz von OBI nicht locker lässt, nannte Dr. Judith Eidt-Wendt (Grüne), die sich für ihre Fraktion gegen eine Baumarktansiedlung aussprach. Schon jetzt gebe es in Deutschland „eine hohe Baumarktdichte“. Jeder 4. Baumarkt in Deutschland sei im Grunde überflüssig.
Vieles deutet in der Branche also auf einen Verdrängungswettbewerb hin. Der Kuchen wird nicht größer, jeder kämpft um möglichst große Stücke, bis der eine oder andere zu schwach wird und aufgibt – so wie Praktiker.
Ein Baumarkt im ICE-Gebiet bringe für den hochbelasteten Stadtteil Lindenholzhausen an der B 8 noch mehr Verkehr, kritisierte Eidt-Wendt. Außerdem gebe es bereits jetzt ein ausreichendes Baumarkt-Angebot in Limburg und Umgebung.
„Warum braucht Limburg einen zweiten Baumarkt?“, fragte auch Sigrid Schmüser (BZL). Herkules in Offheim und das Gartencenter Dehner in der Brückenvorstadt würden den Bedarf decken, zumal Limburg von diversen Baumärkten umgeben sei. dick
Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
Weitere Artikel zur 1250-Jahrfeier
- 1250 Jahre Lindenholzhausen - Wir laden ein …
- 1250 Jahre Lindenholzhausen - Mundartvorträge | Bilderausstellung | Bücher
- 1250 Jahre - Neue Begrüßung am Ortseingang
- 1250 Jahre - HOLLESSE forstet zur 1250- Jahrfeier auf
- 1250 Jahre - Rückblick zu den Festtagen und Ausblick
- 1250 Jahre - Gibt es noch Überbleibsel?
- 1250 Jahre - Bestellungen von Buch, Collage und Mundartschild bis 15. Juni
- 1250 Jahre - Präsentationen und Videos des Ortsgeschichteausschusses
- 1250 Jahre - Die Toten, über die die man reden muss
- 1250 Jahre - "Das Schicksal der Opfer darf nicht in Vergessenheit geraten"
- 1250 Jahre - Der Archivar der Ahnen von Hollesse
- 1250 Jahre - Resümee zum großen Festwochenende in Mundart
- 1250 Jahre - Jetzt auch Videos vom Seifenkistenrennen
- 1250 Jahre - »Landmusikort«: Ein besonderes Geschenk
- 1250 Jahre - Festwochenende der Superlative
- 1250 Jahre - Würdiger Abschluss des Festwochenendes
- 1250 Jahre - Höfefest lockt Tausende Besucher an
- 1250 Jahre - Rock-Musik mit Lokalkolorit
- 1250 Jahre - Eine grandiose Eröffnungsfeier
- 1250 Jahre - Stimmgewaltiger Auftakt des Dorfjubiläums
- 1250 Jahre - "Hollesse" feiert bis Sonntag sein 1250-jähriges Bestehen
- 1250 Jahre - Programm am Donnerstag
- 1250 Jahre - Programm am Freitag
- 1250 Jahre - Programm am Samstag
- 1250 Jahre - Programm am Sonntag
- 1250 Jahre - Extrablatt und Lageplan für Höfefest
- 1250 Jahre - Aktionen und Bestellmöglichkeiten im Hof "Waanisch"
- 1250 Jahre - Bunt geschmückter Ortskern lädt den Festtagen
- 1250 Jahre - Nun ist es endlich so weit!
- 1250 Jahre - Buch zum Jubiläum
- 1250 Jahre - Schöne Aussichten
- 1250 Jahre - So feiert Lindenholzhausen vier Tage lang Jubiläum
- 1250 Jahre - Neues ausprobieren, Traditionen bewahren
- 1250 Jahre - Geschichte der Landmaschinen im Ort
- 1250 Jahre - Eigenes Festbier zur 1250-Jahr-Feier
- 1250 Jahre - GUDE Nachrichten - Newsletter 05
- 1250 Jahre - "Spiel ohne Grenzen“ - 2. Platz für Hollesse
- 1250 Jahre - "Spiel ohne Grenzen“ am Samstag
- 1250 Jahre - Mai-Wanderung und Waldfest am 1. Mai
- 1250 Jahre - Fleißige Bäcker/-innen gesucht
- 1250 Jahre - Der "Sauerborn-Papst" und das Hollesser Wasser - Die Aliens aus dem Stadtteil
- 1250 Jahre - Das Lindenholzhausen meiner Kindheit und Jugend
- 1250 Jahre - GUDE Nachrichten - Newsletter 04
- 1250 Jahre - Historische Hinweise auf die Heimat
- 1250 Jahre - erste Ortsschilder angebracht
- 1250 Jahre - Spiel ohne Grenzen zum Jubiläum
- 1250 Jahre - Wie aus Eiern echte Kunstwerke werden
- 1250 Jahre - Jubiläums "Hollesser“ Pullis
- 1250 Jahre - "Wie die ersten Amerikaner in unser Dorf kamen"
- 1250 Jahre - Erste Erwähnung im Lorscher Kodex
- 1250 Jahre - "Mundart muss erhalten bleiben"
- 1250 Jahre - Hollesse aus der Sicht verschiedener Künstler
- 1250 Jahre - Hollesser Hymne für das Jubiläum
- 1250 Jahre - Krüge für das selbstgebraute Hollesser Bier
- 1250 Jahre - Gemeinsames Festbier der Jubiläums-Dörfer
