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Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Limburg-Weilburg. Im Laufe der nächsten Woche werden im Landkreis die Gelben Säcke an die Privathaushalte verteilt. Endlich, werden viele sagen. Denn das ist deutlich später als üblich. Auch die meisten Kommunen haben keine Gelben Säcke mehr. Wer dort fragt, geht oft mit leeren Händen nach Hause ...

Limburg-Weilburg Engpass bei chinesischen Lieferanten

Wer im Landkreis Limburg-Weilburg wohnt und keinen Gelben Sack mehr zu Hause hat, bekommt schon seit Wochen auch keine Gelbe Säcke in seiner Kommune. Das sind die Auswirkungen eines Lieferengpasses Ende des Jahres, betonte Geschäftsführer Heinrich Funk von der zuständigen Firma Bördner in Limburg-Lindenholzhausen gestern auf Anfrage dieser Zeitung. „Wir haben rechtzeitig bestellt.“ Aber die Hersteller in China – nach seinen Angaben stammen 95 Prozent der Gelben Säcke aus diesem Land – hätten zu spät geliefert.

Eigentlich hätten alle privaten Haushalte schon im November, Dezember beliefert werden müssen – üblich sind zwei Rollen Gelbe Säcke pro Haushalt.

Immerhin: Ende Dezember ist die lang erwartete Lieferung angekommen, wie Geschäftsführer Funk mitteilt; im Laufe der kommenden Woche sollen die Gelben Säcke an die Privathaushalte verteilt werden.

Kommunen, die keine Gelben Säcke mehr hätten, könnten sofort welche bei der Firma Bördner bestellen und würden beliefert. Die Stadt Limburg bekommt nach seinen Angaben insgesamt 30 Kartons, in jedem Karton befinden sind 650 gelbe Säcke.

Allerdings scheint sich diese Erkenntnis noch nicht überall herumgesprochen zu haben. Am Foyer des Limburger Rathauses an der Pusteblume hing auch gestern ein großes Plakat; in roter und gelber Schrift weist es darauf hin, dass die Stadt keine Gelben Säcke mehr hat. Auch die Nachfrage drinnen bringt nichts. „Wir haben keine Gelben Säcke mehr“, sagt eine Mitarbeiterin. Vor Februar werde sich daran auch nichts ändern. Geschäftsführer Funk ist verwundert. Den Kommunen sei bekannt, dass sie bei Bördner Gelbe Säcke ordern könnten.

Keine Lieferung erfolgt

Auch in Elbtal wird die Versorgungslage mit Gelben Säcken schwierig, sagt Benedict Collée vom Ordnungsamt. Bereits in der vergangenen Woche hätten neue Gelbe Säcke geliefert werden sollen; das geschah aber nicht. „Wir hoffen jetzt, dass das die nächste Woche kommen.“ Zehn bis zwölf Rollen seien derzeit noch im Rathaus-Bestand. Mehr nicht.

Eng bei der Verteilung der Gelben Säcke wird es auch in den Ortsteilen der Gemeinde Waldbrunn, bestätigt Sylivia Zinsius vom Hauptamt. Derzeit werden nicht mehr wie bisher zwei Rollen pro Haushalt ausgegeben, sondern nur noch eine. „Die Kiste mit den gelben Säcken ist fast leer.“

Oft reißen die Tüten

Überhaupt keine gelben Säcke gibt es momentan in Dornburg, teilt Bürgermeister Andreas Höfner mit. Auch dort soll der Vorrat demnächst wieder aufgefüllt werden. Der Unmut der Bürger sei verständlich. Aber, sagt Höfner, die Verteilung der Gelben Säcke sei eine „freiwillige Serviceleistung“ der Kommunen. Grundsätzlich sei das Duale System für die Bereitstellung und Entsorgung zuständig.

Auch im Beselicher Rathaus sind die Gelben Säcke ausgegangen. Hauptamtsleiter Andy Geschke sieht es aber gelassen: „Am nächsten Montag soll die nächste Lieferung kommen, bis dahin können sich die Bürger sicher behelfen. Dieses Mal hat es mit der Nachlieferung gedauert, außerdem haben wir nur eine eher kleine Menge bekommen“, sagt Geschke.

Klagen über die Qualität der Gelben Säcke gebe es in Beselich nicht. „Nur die letzte Lieferung war irgendwie anders. Die Perforation war schlecht und die Schlaufen sind schnell abgerissen.“

Die Firma Bördner bestelle Gelbe Säcke, die die Mindestanforderungen an Reißfestigkeit auf jeden Fall erfüllen oder sogar übererfüllen, betont Geschäftsführer Funk. Trotzdem hat schon jeder einmal erlebt, wie schnell so ein Gelber Sack, der nur halbvoll ist, trotzdem reißt; manch einer packt diesen Gelben Sack in einen weiteren, was den Verbrauch deutlich erhöht.

Der Landkreis hatte Anfang der 1990er-Jahre entschieden, den Plastikmüll über Gelbe Säcke und nicht über eine Gelbe Tonne entsorgen zu lassen. Gelbe Tonnen gibt es bei Bördner nur für Mehrfamilienhäuser, in die die Gelben Säcke eingeworfen werden. Theoretisch lässt sich dieses System ändern. Das muss aber in Absprache mit dem Dualen System geschehen, das die Leistung ausschreibt und damit private Entsorgungsfirmen damit beauftragt. Im Landkreis ist dafür noch bis Ende 2020 die Firma Bördner zuständig. dick/abv/mie

Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

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