Limburg-Lindenholzhausen. Im Lindenholzhäuser Ortsbeirat bleibt die Harmonie bestehen. "Es geht darum, gemeinsam das Beste gemeinsam für die Bürger herauszuholen", sagte bei der konstituierenden Sitzung des Ortsbeirates Barbara Bäcker (CDU) ...

Der neue Lindenholzhäuser Ortsbeirat: (von links) Frank Zuleger, Christopher Preßler, Gerhard Voss, stellvertretende Ortsvorsteherin Heike Bartsch, Carina Schneider, Ortsvorsteherin Barbara Bäcker, Francesco Röhrig, Dominik Schmitt und Alena Fuhrmann. Foto: Robin KlöppelBild: Der neue Lindenholzhäuser Ortsbeirat: (von links) Frank Zuleger, Christopher Preßler, Gerhard Voss, stellvertretende Ortsvorsteherin Heike Bartsch, Carina Schneider, Ortsvorsteherin Barbara Bäcker, Francesco Röhrig, Dominik Schmitt und Alena Fuhrmann. Foto: Robin Klöppel

LINDENHOLZHAUSEN - Barbara Bäcker in konstituierender Sitzung als Ortsvorsteherin wiedergewählt

Die 58-jährige Diplom-Ingenieurin wurde einstimmig im Dorfgemeinschaftshaus als Ortsvorsteherin bestätigt, Heike Bartsch (SPD) einstimmig als Stellvertreterin. Das, obwohl die CDU Lindenholzhausen bei der Kommunalwahl zulegte und einen Sitz dazugewann, so dass sie mit ihren sechs von neun Sitzen im Ortsbeirat die drei SPD-Kollegen immer überstimmen könnte. "Das ist nicht unser Stil", sagte Bäcker. Wir haben zu 99 Prozent einstimmige Beschlüsse."

Die alte und neuen Ortsvorsteherin freute sich aber, dass der Frauenanteil im Ortsbeirat größer geworden sei, er hat sich um zwei auf vier erhöht. Zudem freut sich die Ortsvorsteherin, dass junge Leute nachgekommen sind.

Bereits in der letzten Periode hatte sich der Ortsbeirat dafür stark gemacht, dass ehemalige "Holleser" in Lindenholzhausen beerdigt werden dürfen sollen, die ihren Hauptwohnsitz beispielsweise durch einen Umzug ins Altenheim zuletzt nicht mehr im Dorf hatten. Eine andere Ausnahmesituation könnte sein, dass die einzigen Angehörigen, die das Grab eines auswärtigen Verstorbenen pflegen müssen, in Lindenholzhauen leben. Von der Stadt Limburg bekam der Ortsbeirat aber die Rückmeldung, dass keine Notwendigkeit für die Änderung der Friedhofssatzung gesehen wird, weil die Stadt in solchen Fällen immer einen Spielraum habe. Der Ortsbeirat sieht das aber anders und findet, dass die Angehörigen nur Sicherheit haben, wenn die Ausnahmen schriftlich festgehalten werden, unter welchen Umständen ein bei seinem Tod nicht im Ort Lebender trotzdem auf dem Friedhof beerdigt werden darf.

TuS hat fünfstelligen Betrag bezahlt

Nicht zufrieden ist der Ortsbeirat auch mit der Antwort der Stadt auf die Bitte, eine Beleuchtung des Weges von der B 8 Richtung Sportgelände, Grundschule und Dorfgemeinschaftshaus zu schaffen. Die Stadt erklärte, dass sie prinzipiell Fahrstraßen nicht ausleuchte, da Fahrzeuge ja eine Beleuchtung besäßen. Der Ortsbeirat sieht es mit Blick auf Besucher der genannten Einrichtungen anders. Der TuS habe auch einen fünfstelligen Betrag für den Ausbau der Straße bezahlt, wurde erinnert. Auf Anfrage der Stadt soll der Ortsbeirat auch zwei Stellen im Ort nennen, die einer besseren Ausleuchtung bedürfen. Welche das sein werden, wurde im Gremium noch nicht abschließend entschieden.

Kritik an Nutzung des Gärtnereigeländes

Der Ortsbeirat beschloss zudem, eine Anfrage an den Magistrat bezüglich der neuen Nutzung des Geländes der früheren Gärtnerei Rompel zu stellen. Hier gibt es im Ort große Kritik an der neuen Nutzung des Firmengeländes, wo laut Bäcker mittlerweile ein Auto-Aufbereitungsunternehmen tätig ist. Werden dabei die Corona- und Betriebsbedingungen für ein solches Unternehmen eingehalten, gibt es vonseiten der Stadt für die Umnutzung eine Erlaubnis, obwohl im Umfeld des Geländes keine ähnlichen Betriebe angesiedelt sind? Das sind Fragen, die der Ortsbeirat hoffentlich bald beantwortet bekommt.

Ortsbeiratsmitglied Gerhard Voss (SPD) beklagte sich, dass viele Motorradfahrer mit lauten Geräuschen durch die Ortsdurchfahrt rasen würden. Voss wünscht sich, dass neben der stationären Blitzanlage, für die nur kurz abgebremst werde, dort auch regelmäßig die neue mobile Blitzanlage aufgestellt wird. Barbara Bäcker befürchtet, dass auch das wenig bringen würde: "Fünf Minuten später steht es in Facebook, wo der Blitzer steht, und dann wissen wieder alle, wo sie bremsen müssen."

Die Ortsvorsteherin fühlt sich auch von der Polizei nicht ernstgenommen. Bäcker hatte dort Gruppen gemeldet, die sich mit den Autos zwischen Lindenholzhausen und Limburg an der Straße treffen und somit die Corona-Bestimmungen brechen würden. Doch von der Polizei hörte sie nach eigenen Aussagen nur, dass das Problem bekannt sei und im OBI-Bereich immer mal wieder kontrolliert werde. Doch wenn die Polizisten weg seien, seien die Leute innerhalb einer halben Stunde wieder da. Bäcker meinte, dann brauche man sich nicht zu wundern, wenn die Coronazahlen hochgingen.

Der Ortsbeirat hat für die kommenden Jahre noch wichtige Themen, wie Bäcker berichtete. Die 1250-Jahr-Feier kommendes Jahr muss vorbereitet werden, es geht um die Revitalisierung des alten Ortskerns, die Schaffung neuer Bauplätze und eine Modernisierung der Spielplätze. "Und wir wollen natürlich auch in Sachen B 8-Umgehung am Ball bleiben", sagte Bäcker. Robin Klöppel

Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

 

 

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