Limburg-Weilburg/Lindenholzhausen. Das kam schon einer kleinen Sensation gleich: Zwar war klar gewesen, dass die hessische Landesregierung Lockerungen hinsichtlich der Maßnahmen gegen das Coronavirus einläuten und wahrscheinlich die kontaktlosen Individualsportarten wieder zulassen würde; dass aber der komplette Freizeit- und Breitensportbetrieb bald wieder möglich sein würde, damit hatte eigentlich niemand gerechnet ...

Fußball und Corona - zwei Dinge, die sich nur schwer miteinander vereinbaren lassen.foto: pixabayBild: Fußball und Corona - zwei Dinge, die sich nur schwer miteinander vereinbaren lassen.foto: pixabay

FUSSBALLKREIS LIMBURG-WEILBURG Meinungen der Trainer zweigeteilt - Am Dienstag Entscheidung über Öffnung der Sportplätze

"Die Freiluft-Sportstätten werden ab Samstag, 9. Mai, wieder geöffnet und unter den bekannten Auflagen für den Trainingsbetrieb freigegeben", hieß es am Donnerstag aus der Staatskanzlei. Das war für einige schon ein Grund, die Korken knallen zu lassen. Erst im Laufe des Wochenendes wurde aber bekannt, dass sich Landrat Michael Köberle erst am Dienstag mit den Bürgermeistern abstimmen wird, wann die Sportplätze im Kreis Limburg-Weilburg wieder geöffnet werden.

Grünes Licht also auch für die Amateurfußballer. Allerdings hat der Hessische Fußball-Verband den Vereinen ein an die Richtlinien der DFL angelehntes Hygiene-Konzept an die Hand gegeben, das es in sich hat - und wohl von kaum einem Verein wird umgesetzt werden können. Daraus einige Punkte: Die Akteure müssen allein und bereits in Sportkleidung zum Sportgelände fahren/gehen, dasselbe gilt für den Heimweg; das Abstandsgebot ist strikt einzuhalten; die Duschen/Vereinsheim bleiben geschlossen; wer die Toilette benutzt, muss sie anschließend desinfizieren; Gleiches gilt für Bälle und Hütchen; Leibchen gehören einem bestimmten Spieler oder werden "unter Verwendung von Einmalhandschuhen" nach dem Training eingesammelt und müssen bei 60 Grad gewaschen werden; der Trainer führt exakte Checklisten; Abklatschen, Kopfbälle, Einwürfe sind verboten; jeglicher Körperkontakt ist zu vermeiden - und so weiter...

Wir haben uns speziell unter den Fußballtrainern und Verantwortlichen umgehört und gefragt, wie sie mit der neuen Situation umgehen wollen.

Es gibt die, die gerne wieder wollen...

Thomas Janke (noch Trainer bei der TuS Lindenholzhausen/Kreisliga A, künftig Trainer des VfR 07 Limburg):

"Wir freuen uns natürlich auch, dass wir wieder Sport/Fußball machen dürfen. Allerdings sind die Vorgaben schon sehr eng. Entscheidend wird sein, wie es weitergeht. Wird die Saison abgebrochen, ist die Motivation der Spieler wahrscheinlich eher niedrig. Ebenso, wenn die Spielpause noch viel länger andauert. Ich habe mir such schon einige Sachen überlegt, die man machen könnte, und die die Jungs auch interessiert. Da alle Fußballer aber gerne spielen und nach dem Training auch noch lieber zusammensitzen und ein Bierchen/Cola trinken, geht hier leider ein wichtiger Aspekt des Amateurfußballs verloren. Ich weiß auch noch nicht, ob der Verein das Risiko eingeht und ein Training zulässt. Besonders ,komisch' ist die Situation für mich auch, da ich eigentlich nach der Saison im Sommer meine Trainerstation wechseln würde. Im Moment stehe ich da etwas zwischen den Stühlen."

HinVerwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.weis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

 

 

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