Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Limburg. Hochbegabtenförderung wird an drei Kitas vorerst eingeschränkt ...

Fünf Kitas in Limburg werden derzeit in der Frühförderung von hochbegabten Kindern unterstützt. Dies geschieht zum großen Teil mit der Unterstützung von Sponsoren. Weil einer der Sponsoren ausgestiegen ist, haben drei Kitas nur noch einen Paten. Deshalb reduziert sich die Weiterbildung für die Erzieherinnen.

Limburg. Begabungen von Kindern früh erkennen und fördern, das ist Ziel der Stiftung „Kleine Füchse“. Auch in Kindertagesstätten in Limburg wird dieses Ziel verfolgt. Fünf Kitas sind mittlerweile dabei und werden gefördert: St. Therese in Linter, St. Georg und St. Hildegard in der Kernstadt sowie St. Servatius in Offheim und St. Jakobus in Lindenholzhausen.

Die Raule-Stiftung „Kleine Füchse“ bietet Erzieherinnen berufsbegleitende Fortbildung an, für die Eltern gibt es eine begabungspsychologische Beratung sowie Intelligenzdiagnostiken der Kinder. Das ist mit Kosten von rund 3800 Euro pro Einrichtung verbunden, die teils von der Stadt, vor allem aber durch Förderer getragen werden.

Allerdings gibt es in diesem Jahr erhebliche Änderungen, wie die Stadtverwaltung mitteilt, was dazu führt, dass an drei Kitas nur noch eine Erzieherin in diesem Jahr eine Weiterbildung besuchen kann; bislang waren es drei Erzieherinnen.

Nur 1000 statt 3800 Euro

Die Kosten der Tagesstätte St. Georg werden komplett von der Stadt getragen (aktuell 3000 Euro), die Tagesstätte St. Therese in Linter wird komplett von der Firma Strecker finanziert. Die übrigen drei Einrichtungen mit Kosten von 3800 Euro pro Kita und Jahr teilten sich bisher die Globus-Stiftung und die Stadt Limburg, wobei die Globus-Stiftung mit jeweils 2800 Euro pro Jahr und Einrichtung den größten Anteil der Kosten trug. Die Stiftung hat sich jedoch nach dreijähriger Förderung dazu entschieden, drei Einrichtungen in Rüsselsheim finanziell zu unterstützen und ist in Limburg aus der Finanzierung ausgestiegen. Die Stadt hat nun die alleinige Patenschaft für St. Hildegard, St. Jakobus und St. Servatius übernommen, allerdings mit einer deutlich reduzierten Zuwendung: 1000 Euro gibt es in diesem Jahr pro Einrichtung.

Auch wenn die Stiftung „Kleine Füchse“ die Früherkennung von Begabungen und deren Förderungen weiter fortsetzt, verringert sich deren Leistung. Für Familien ist die Beratung durch die Stiftung sowie deren Intelligenzdiagnostiken weiterhin kostenfrei, doch das Fortbildungsprogramm für die Erzieherinnen reduziert sich in diesem Jahr. Konnten bisher drei Erzieherinnen pro Tagesstätte an der Weiterbildung teilnehmen, ist es in diesem Jahr nur eine. Die Stiftung „Kleine Füchse“ will nach eigenen Angaben dieses Jahr nutzen, um neue Förderer zu finden – „Kleine Füchse“ Raule-Stiftung, (0611) 99 17 60. Auch Thomas Krug, Leiter des Limburger Amts für Soziale Betreuung, will sich um neue Sponsoren und Förderer bemühen – E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Zwei Prozent Hochbegabte

Rund zwei Prozent aller Kinder und Jugendlichen gelten als hochbegabt, weitere acht Prozent als begabt. Ihre Potenziale zu entdecken und zu fördern, ist das Ziel der Stiftung „Kleine Füchse“, die bereits seit mehr als zehn Jahren die von den Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz akkreditierte berufsbegleitende Fortbildung „Begabungspädagogische Fachkraft Stiftung Kleine Füchse“ anbietet. Das Fortbildungsprogramm vermittelt Erziehern und Pädagogen das nötige Rüstzeug, um Begabungen leichter zu erkennen und Kinder mit einem stärkeorientierten, begabungsgerechten Angebot darin zu unterstützen, sich ihrer Fähigkeiten bewusst zu werden und diese gezielt weiter zu entwickeln.

Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

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