logo wittich domstadtLimburg-Lindenholzhausen. Grüße zur Weihnacht von OrtsvorsteherinBarbara Bäcker ...

Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.
An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.
Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!
Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!
Joseph von Eichendorff

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, dieses Gedicht aus meiner Kinderzeit geht mir in der Vorweihnachtszeit durch den Kopf.
Ich verbinde mit ihm viele Erinnerungen an eine schöne, ruhige und besinnliche Zeit im Advent. Es wurde gebastelt, das Haus duftete nach frisch gebackenen Plätzchen, wir saßen gemütlich beisammen, es wurde vorgelesen und gesungen - einfach eine schöne Zeit. Leider ist es heute nicht mehr so. Weihnachten artet von Jahr zu Jahr mehr in Stress aus für die meisten von uns.
Man sieht die Menschen hektisch durch Geschäfte rennen, um Geschenke zu besorgen, oder sie sitzen am Computer und bestellen im Internet. Die vielen Termine vor Weihnachten sind kaum unter einen Hut zu bringen. Der Tannenbaum muss noch besorgt und geschmückt werden, wer kennt das nicht! Abgesehen vom Weihnachtsessen, für das auch noch eingekauft werden muss.

An Weihnachten selbst - Besuche bei all den Verwandten, der Stress geht weiter.

Vielleicht sollten wir alle versuchen, uns wieder an den wahren Sinn von Weihnachten zu erinnern und vielleicht schaffen wir es, dass wir wieder ein Stückchen aus unseren Kindertagen zurückgewinnen können.

Ich wünsche Ihnen allen frohe und besinnliche Weihnachtstage und alles Gute für das Jahr 2017.

Es gilt an dieser Stelle auch einmal "Danke" zu sagen, an all die Frauen und Männer, die sich in diesem Jahr zum Wohle aller ehrenamtlich engagiert haben! Ohne dieses Engagement wären viele Dinge in unserem Dorf nicht mehr machbar. In der heutigen Zeit kann man es gar nicht genug wertschätzen, da es nicht selbstverständlich ist, sich für andere einzusetzen und für andere einfach da zu sein.

Barbara Bäcker, Ortsvorsteherin

Hinweis: Verwendung der Artikel mit freundlicher Genehmigung der Wittich Verlage KG, Höhr-Grenzhausen.

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