Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Limburg-Lindenholzhausen. Viele Gläubigen kennen aus der Weihnachtszeit nur die Krippe mit der Szene der Jesus-Geburt in Bethlehem. In der Pfarrgemeinde „St. Jakobus“ Lindenholzhausen gibt es mehr zu sehen. Winfried Breser und seine Mitstreiter machen sich seit dem ersten Advent die Mühe, die Krippe jede Woche umzubauen ...

In der Sakristei der Pfarrkirche „St.Jakobus“ lagern Winfried Breser, Heinz Schmitt und Rainer Hannes (von links) die wunderschönen Krippenfiguren - Foto: Robin Klöppel
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In der Sakristei der Pfarrkirche „St.Jakobus“ lagern Winfried Breser, Heinz Schmitt und Rainer Hannes (von links) die wunderschönen Krippenfiguren - Foto: Robin Klöppel

Pfarrgemeinde „St. Jakobus“ Lindenholzhausen

Bis zur Woche nach dem Dreikönigsfest stellen sie sieben verschiedene Szenen dar, die mit dem Leben Christis zusammenhängen. Die einzigen anderen, die nach Kenntnisstand Bresers in der Region diesen Aufwand betreiben, sind die Limburger Pallottiner. Die Szene für den ersten Advent ist „Die Verheißung der Geburt Jesu“, gerade steht „Der Besuch Marias bei Elisabet“. Nächste Woche wird in Lindenholzhausen „Johannes der Täufer“ stehen, die Woche darauf „Die Herbergssuche“.

Pünktlich zu Heiligabend wird das berühmte Bild mit dem Jesuskind in der Krippe gezeigt. Danach folgen zum Dreikönigsfest „Die Huldigung der Sterndeuter“ und „Die Flucht nach Ägypten“. Breser und seine Kameraden Rainer Hannes und Heinz Schmitt bauen die Szenen jede Woche Samstag um, damit die Gläubigen im sonntäglichen Gottesdienst schon das neue Bild vor Augen haben.

Mittlerweile sind die Krippenbauer („Wir sind alle schon über 70“) froh, junge Helfer gefunden zu haben, die die Aufgabe des Auf- und Umbaus ganz übernehmen sollten, wenn die Älteren es aus gesundheitlichen Gründen mal nicht mehr können. Den Rentnern ist es wichtig, das Geschehen rund um Jesus Geburt so darzustellen, wie es in der Bibel beschrieben wird. Denn beispielsweise Johannes auftreten zu lassen, bevor er geboren wurde, mache keinen Sinn.

Die Idee, in Lindenholzhausen keine herkömmliche Krippe, sondern eine besondere zu schaffen, kam Breser vor 25 Jahren in Israel. Dort werde Jesus Geburt in einer Felsenhöhle dargestellt. In solche hätten früher die Hirten die Tiere nachts getrieben, um sie vor wilden Tieren zu schützen.

Breser kam mit der festen Idee nach „Hollese“ zurück, hier auch eine solche Krippe zu schaffen. Er ging in den Wald, suchte Wurzeln, mit denen er die Szenerie in dem Gotteshaus seines Dorfes schaffen konnte. Alles konnten Breser, Hannes, Schmitt und ihre damaligen Mitstreiter Gerhard Hromada, Matthias Kremer und Marcus Schmaus aber nicht alleine schaffen. So wurde das Hintergrundbild an der Kircheninnenwand von Eberhard Gramberg gemalt. Die mächtigen Krippenfiguren stammen von einem Südtiroler Bildhauer. Sie wurden geschnitzt und leicht koloriert. Hierfür gibt es vorgefertigte Rohlinge, die der Schnitzer dann noch verfeinern muss. Beispielsweise steckt viel Können dahinter, Gesichter und Finger lebensgetreu zu gestalten.

Mitfinanziert durch Basare

Die Hände der Figuren sind nur angesteckt. 18 000 Mark haben die Figuren damals gekostet. Einen Großteil des nötigen Geldes hätten damals, wie Winfried Breser sich erinnert, die Aktiven der katholischen Frauengemeinschaft unter anderem durch die Veranstaltung von Basaren eingespielt. Probleme machten nur die Figuren der Maria und Elisabet vor Geburt ihrer Söhne. Denn Rohlinge von schwangeren Frauen für Holzschnitzereien gab es nicht. Folglich wären solche Arbeiten aus Südtirol für die Gemeinde unbezahlbar gewesen. Glücklicherweise stieß Breser im Schwarzwald auf einen Holzkünstler, der der Gemeinde später für 3000 Euro zusammen die beiden fehlenden Frauenfiguren nachfertigte. Wer sich für die Krippe interessiert, kann sie gerne in der Pfarrkirche „St. Jakobus“ täglich besichtigen. Oft kämen Schulklassen oder Kindergartengruppen. „Natürlich sind die Figuren alarmgesichert. Weggekommen ist hier noch nie etwas“, sagt Breser. Die Figuren, die in der aktuellen Woche nicht benötigt werden, sind stets gut in der Sakristei weggeschlossen. rok

Eine der sieben Szenen der Krippe: das Treffen Marias mit Elisabet - Foto: Robin Klöppel
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 Eine der sieben Szenen der Krippe: das Treffen Marias mit Elisabet - Foto: Robin Klöppel

Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

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