Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Limburg-Lindenholzhausen. Seit Freitagabend wird wieder einmal deutlich, dass die Kirmes in Lindenholzhausen einen besonders hohen Stellenwert hat. Eine neue Gesellschaft aus den vier großen Vereinen sorgt für das Fortbestehen der Tradition ...

Hammel Obelix führte am Samstag den Kirmesumzug durch das Dorf an – begleitet von begeisterten Kindern
Bild:
Hammel Obelix führte am Samstag den Kirmesumzug durch das Dorf an – begleitet von begeisterten Kindern

Allen voran geht Obelix, der Hammel, benannt nach dem diesjährigen Maskottchen, und hat eine riesige Gruppe von Kirmesburschen und -mädchen, Musikern und Kirmes-Fans aus Lindenholzhausen im Schlepptau. Freudig tanzend zieht die Kirmesgesellschaft wie alle Jahre am Kirmessamstag durch die Straßen, vorbei an Häusern mit Fahnen, vor denen sich die Bürger versammelt haben.

Das Ziel: die Burschen holen an verschiedenen Stationen ihre Mädchen ab und verkünden auf dem Weg dahin lautstark singend und ausgelassen heiter, dass Kirmes ist. Angekommen an einem von mehreren Zielorten, warten schon einige Kirmesmädchen auf die Gruppe und haben die bunten Hüte für ihre Burschen parat, die sie ihnen feierlich übergeben. Dann folgt nach einem ausgiebigen und ohrenbetäubenden Kirmesruf eine weitere Tradition in Lindenholzhausen, die die Fotoapparate der vielen Gäste klicken lässt: die Burschen und Mädchen tanzen nach dem gemeinsamen Kreistanz auf der Straße Walzer.

Kinder freuen sich

„Jedes Kind in Lindenholzhausen freut sich darauf, einmal Kirmesbursche- oder –mädchen zu werden“, erzählt der ehemalige Kirmesbursche Simon Größchen. „Das Kirmesburschen sein liegt den Lindenholzhäusern im Blut“, sagt der 22-Jährige. Er selbst habe sich seit dem Kindergartenalter darauf gefreut. Dass gehöre hier einfach dazu. Die Kinder, die sich an diesem Tag um Hammel Obelix kümmern, bestätigen das gerne: „Ich will sehr gerne mal Kirmesbursche werden“, sagt Grundschulkind Jason. Er übt schon für seinen Jahrgang in einigen Jahren.

„20 Jahre Vorbereitungsphase“ nennt das der diesjährige Kirmesjahrgang 1995/1996 mit einem Augenzwinkern. Sie seien sehr froh, dass nach einer langen Zeit der Ungewissheit, ob die Kirmesgesellschaft der vier großen Ortsvereine weitergeführt wird, die Gründung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) verkündet wurde, heißt es in den Grußworten. Cäcilia, Feuerwehr, Harmonie und TuS hätten damit das Fundament für das Weiterbestehen einer von Hollessern ausgerichteten Kirmes gelegt. Ein großer Dank gelte somit den Vereinen, insbesondere der Feuerwehr, die dieses Jahr das Fest federführend ausrichtet.

Viele Traditionen

Dass Tradition in Lindenholzhausen großgeschrieben werde, wisse jeder, sagt einer von mehr als 20 Kirmesburschen in diesem Jahr, und beginnt einige wichtige Eckdaten aufzuzählen: Der Hammel, der Walzer vor dem Haus der Kirmesmädchen, der Tanz auf der Hauptstraße, mehrere Umzüge, Party und natürlich das Festhochamt.

Und eine im Laufe der Jahre verschwundende Tradition steht in diesem Jahr erstmals seit 1999 wieder auf dem Programm. die Nachkirmes, eine Woche nach der eigentlichen Kirchweih. Zudem gibt es ein neues Kirmeslied, das der Lindenholzhäuser Josef Friedrich, der vor 50 Jahren Kirmesbursche war, geschrieben hat.

„Die Kirmes ist uss“ schreien die Burschen, und die vielen Gäste stimmen mit ein. Danach startet am Samstagabend die große Party im Festzelt.

Heute Finale

Am Sonntag versammelen sich die Bürger beim Festhochamt unter Beteiligung des Kirchenchors St. Jakobus mit anschließenden Festumzug der Kirmesburschen sowie am Abend beim gemütlichen Beisammensein mit der Gruppe „Die Eichenberger“ im Zelt. .

Am heutigen Montag findet ab 10.30 Uhr der Frühschoppen und Fassbieranstich im Festzelt statt. Auch dabei sind „Die Eichenberger“ zu hören. Nach dem Umzug am Nachmittag mit den Jubiläumsjahrgängen, Tanz und Verlosung am Abend wird die Kirmes zu später Stunde an die nächste Generation übergeben.

Am nächsten Samstag, 17. September, steigt die Nachkirmes mit Band im Bürgerhaus. Karten dafür gibt es beim Schmitzen.

Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

nach oben

 

Weitere Artikel zur 1250-Jahrfeier

 

nach oben