Elz. Bekannte Chorliteratur und poppige Arrangements gehörten zu den Zutaten des Konzerts „Hörbar“, zu dem die U-40-Sänger des MGV „Frohsinn“ eingeladen hatten. Die Stimmung im voll besetzten Elzer Bürgerhaus war vorzüglich. Am Ende kam allerdings etwas Wehmut auf ...

Bild: Zum letzten Mal dirigierte Mario Siry die U 40 des MGV „Frohsinn“ - Foto: Heike Lachnit
Chorleiter Mario Siry
Von HEIKE LACHNIT
Zum letzten Mal zeichnete Dirigent Mario Siry für die „Hörbar“ der U-40-Sänger des MGV „Frohsinn“ verantwortlich. Nach 15 Jahren möchte er neue Wege gehen und legte das Dirigat nieder. Somit war diese „Hörbar“ etwas Besonderes. Der Ansturm der Besucher überraschte selbst die Organisatoren. Mit 300 Gästen hatten sie nicht gerechnet und mussten Stühle nachstellen. Mit den befreundeten Chören boten die Sänger der U 40 ein klangvolles Programm.
Als Gastgeber machte die U 40 den Auftakt des Abends und stieg direkt stimmungsvoll mit „Barbara Ann“ ein, bei dem Michael Schenk mit seiner hohen Stimme überzeugte. Im Repertoire der U 40 durften natürlich auch „Engel“ von Rammstein oder „Junge“ von den Ärzten nicht fehlen. Damit war das Publikum super eingestimmt.
Etwas ruhiger ging es beim Elzer Chor „Salto Vocale“ zu, der ein wenig mit Sängerausfall durch Krankheit zu kämpfen hatte. Da auch Dirigent Jürgen Faßbender erkrankt war, dirigierte Matthias Schmidt den gemischten Chor. Bei „Eine neue Liebe“ von Oliver Gies klatschte der Saal beschwingt mit. Schon zum zweiten Mal dabei waren die Mädchen von „Singsation“ unter der Leitung von Jessica Burggraf. Ihre jungen Stimmen bildeten einen schönen Kontrast.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der Auftritt von „You’N‘Joy“ der „Cäcilia“ Lindenholzhausen unter Leitung von Matthias Schmidt, die mit ihren populären Stücken den Saal rockten. „Music“ von John Miles, welches mehr als fulminantes Instrumentalstück mit wenig Text bekannt ist, mal ruhig und sanft, dann laut und rockig, wurde von den Sängern allein mit ihren Stimmen auf die Bühne gezaubert.
Zwei Zugaben
Nach ihrer Darbietung forderten die Besucher eine Zugabe, und es gab von Queen „Bohemian Rhapsody“. Hierbei wurde der Chor von Markus Gemeinder am Klavier begleitet. Danach sprangen die Zuschauer von ihren Plätzen hoch und gaben Standing Ovations, so dass sich Matthias Schmidt zu einer zweiten Zugabe überreden ließ mit „Dieser Weg“ von Xavier Naidoo. Den gesanglichen Abschluss bildete der Projektchor des MGV „Frohsinn“.
Für dieses Projekt wählte Mario Siry neue Lieder aus dem deutschen Pop, und es gelang ihm, neue junge Sänger zu gewinnen. Mit Bandbegleitung unter Leitung von Christoph Ries präsentierten sie „Herz über Kopf“ von Joris und „So soll es bleiben“ von „Ich+Ich“. Das Ergebnis war absolut hörbar und machte Spaß, so dass die Besucher es mit langem Applaus belohnten. Zum Ende war es Zeit, Danke zu sagen und Abschied zu nehmen. Dafür dirigierte Stefan Dernbach „Weit, weit weg“ in einer etwas melancholischen Fassung.
Nach dem Chorgesang stand der Spaß auf dem Programm, wofür die Schülerband „Teachers Despair“ unter Leitung von Christoph Ries aufspielte und mit ihren Popsongs zum Tanzen animierte. In den Mai begleitete DJ Dominik Hunsänger zum Abschluss die Gäste.
Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
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