Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Limburg. Alles zusammengenommen sind es über 15 Millionen Euro, die die Stadt Limburg in den kommenden Jahren in ihre Immobilien investieren müsste, um sie zukunftsfähig zu gestalten ...

Auch das Limburger Rathaus gehört zu den städtischen Immobilien, die demnächst instand gesetzt werden müssen. Voraussichtlicher Kostenpunkt für die Sanierung von Altbau und Anbau: fünf bis acht Millionen Euro - Foto: Dickmann Stefan
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 Auch das Limburger Rathaus gehört zu den städtischen Immobilien, die demnächst instand gesetzt werden müssen. Voraussichtlicher Kostenpunkt für die Sanierung von Altbau und Anbau: fünf bis acht Millionen Euro - Foto: Dickmann Stefan

Städtische Immobilien

Von JOHANNES LAUBACH

Von einem Investitionsstau wollte der Erste Stadtrat Michael Stanke (CDU) nicht reden, als er skizzierte, was die Stadt in den kommenden Jahren in ihre eigenen Immobilien investieren müsste. Ausgangspunkt für den Ausblick war eine Anfrage der SPD. Fraktionsvorsitzender Peter Rompf wollte wissen, wie hoch die notwendigen Investitionen für die städtischen Liegenschaften geschätzt werden. Im Zusammenhang mit den Haushaltsberatungen für den laufenden Etat sei von einer quasi schuldenfreien Stadt die Rede gewesen.

Keine „Investitionen“

Es kommt einiges zusammen, wenn die Stadt ihre Liegenschaften in Schuss bringen will. Dabei handle es sich formal jedoch nicht um „Investitionen“ und damit nicht um einen Investitionsstau, so Stanke, sondern um „Bauunterhaltung und Sanierung“. Was dort zu investieren ist, müsse durch eine Erhöhung der Einnahmen finanziert werden. Und es gibt nach Angaben von Stanke noch eine zweite Hürde: Die personelle Besetzung des Hochbauamts lasse ein Mehr an Arbeiten nicht zu.

„Es ist unbestritten, dass der gesamte städtische Immobilienbestand aufgrund des Alters der Gebäude einen hohen Bedarf an der allgemeinen Bauunterhaltung aufweist“, sagte der Erste Stadtrat. Die Stadtverordnetenversammlung hat daher auch den Ansatz für die allgemeine Bauunterhaltung im Haushalt erhöht. Es gibt zudem einen Arbeitskreis, der sich mit der Sanierung und der Reihenfolge beschäftigt. Es gibt eine umfassende Bestandsaufnahme, Energiekonzepte und mehr.

Die Sanierung des Bürgerhauses Staffel war für das vergangene Jahr veranschlagt, für das laufende und kommende Jahr ist das Bürgerhaus Offheim vorgesehen, wobei 2017 noch einmal rund 850 000 Euro benötigt würden. Rund 500 000 Euro seien für neue Haustechnik und Fenster im Bürgerhaus Lindenholzhausen fällig, rund 360 000 Euro für die Einrichtung in Ahlbach.

Einen Sanierungsbedarf in Millionenhöhe gibt es im Rathaus selbst. Wie Stanke den Stadtverordneten mitteilte, gibt es dazu eine erste Kostenschätzung. „Die Zahlen sind noch nicht belastbar“, schränkte der Erste Stadtrat ein. Aber die Richtung dürfte stimmen. Mit fünf bis acht Millionen Euro ist zu rechnen. Das kommt auf die Ausbauart an. Es geht bei dieser Summe um das komplette Rathaus, also Altbau plus Anbau.

Arbeiten an der Feuerwehr


Gearbeitet wird bereits am Standort der Stützpunktfeuerwehr in der Ste.-Foy-Straße. Nach einem von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Nutzungskonzept fallen dort Kosten in Höhe von rund 925 000 Euro an. Die Arbeiten laufen seit 2014.

Lediglich beim Schloss ist es nach Angaben von Stanke möglich, dort notwendige Arbeiten als Investitionskosten im Haushalt einzustellen. Die Kosten für die Arbeiten im Schloss, damit es anschließend zum Beispiel vom Bischöflichen Ordnariat genutzt werden kann, werden nach ersten Schätzungen mit rund vier Millionen Euro veranschlagt.
Stadthalle kommt hinzu

Nicht in der Liste des Ersten Stadtrats enthalten ist die Josef-Kohlmaier-Halle (Limburger Stadthalle). Die müsste nach Einschätzung von Rompf noch mit aufgeführt werden, denn auch dort gebe es einen erheblichen Bedarf an Geld. Was in der Stadthalle an Sanierungsbedarf bestehe, gehe auch in die Millionen, so Rompf.

Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

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