Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Limburg-Lindenholzhausen. Mit einem Festgottesdienst feierte der Kirchenchor „St. Jakobus“ gemeinsam mit befreundeten Sängern in der Pfarrkirche sein 70-jähriges Bestehen ...

Der Kirchenchor in seinem Element beim Festgottesdienst anlässlich seines 70-jährigen Bestehens.
Bild:
 Der Kirchenchor in seinem Element beim Festgottesdienst anlässlich seines 70-jährigen Bestehens.

Festgottesdienst des Kirchenchors

Festlich und musikalisch vielfältig feierte der Kirchenchor „St. Jakobus“ mit Chorleiter Klaus Knuben seinen 70. Geburtstag. Seit sieben Jahrzehnten begleiten die Sängerinnen und Sänger die verschiedensten kirchlichen Anlässe. Pfarrer Friedhelm Meudt sprach im sehr gut besuchten Jubiläumsgottesdienst von einem „Gottesdienst des Erklingens“, ging auf die Bedeutung des Chores ein und fand passende Lobesworte.

Unter den Gästen befanden sich viele befreundete Chöre, die das Jubiläum zu einem besonderen Fest werden ließen. Von Jung bis Alt fanden sich die Chorfreunde ein und gratulierten gesanglich dem Kirchenchor, der sein Können stimmgewaltig unter anderem mit Werken wie „Kyrie“ von Franz Schubert zeigte. Die Gäste aus der Gemeinde reihten sich ein und sangen gemeinsam mit den Chören.

Wie im echten Leben

Es sei im Chor wie im echten Leben, sagte der Pfarrer: „Nicht einer gibt den Ton an, sondern man tue dies in der Gemeinschaft.“ Die Geschichte sei wichtig, betonte er und berichtete über das bisherige Wirken des Chores. Auch die Fürbitten waren deshalb thematisch musikalisch angelehnt. Zu Gast waren der Männerchor „Cäcilia“, der Männerchor „Harmonie“, sowie die Nachwuchschöre „Next generation“ und „Young Harmonists“, die den Festgottesdienst mit ihren Stimmen unterstützten und zu einem besonderen Ereignis werden ließen. Der Kirchenchor habe immer unter dem Motto „Singen zur Ehre Gottes und zur Erbauung der Gläubigen“ gestanden, heißt es in einer alten Festschrift aus dem Jahr 1996 zum 50. Jubiläum. Das hat sich bis heute nicht geändert. Das sei auch der Grund, warum es kein Konzert zum aktuellen Kirchenchor-Geburtstag gab, sondern einen Festgottesdienst, sagte die heutige Vorsitzende des Chores, Margarete Condermann. In der Festschrift vom 50-jährigen Jubiläum ist zudem viel von der Vergangenheit des Chores zu lesen, den Mathias Bröckers zu Beginn ab 1945 mehrere Jahre über leitete. Die vorausgegangene Zeit war eine schwere: Auf politischen Druck des Naziregimes musste der Kirchenchor seine kirchlichen Tätigkeiten einstellen. Auf Gesang an kirchlichen Feiertagen musste so zunächst verzichtet oder die Christ-Königsmesse von Josef Haas gesungen werden. Bis 1945 dauerte dieser Zustand an.

Der damalige Pfarrer Schermuly und der Organist Rektor Rudolf Otto regten deshalb die Neugründung an, hieß es in der Geschichtsschrift des Chores. Das Ziel: ein gemischter Chor, bei dem alle mitsingen können. In einem Gottesdienst im November 1945 wurden deshalb alle Pfarrangehörigen aufgerufen, dem Kirchenchor beizutreten. Mit über 100 Sängerinnen und Sängern und Domorganist Mathias Bröckers als Dirigent begann die Geschichte des heutigen Kirchenchores. Heute gehören gut 50 Aktive zwischen 16 und 80 Jahren dem Kirchenchor an. qui

Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

nach oben

 

Weitere Artikel zur 1250-Jahrfeier

 

nach oben