Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Limburg-Lindenholzhausen. Um Integration und Friedfertigkeit islamischer Gläubiger in Deutschland drehte sich der Neujahrsempfang der Ahmadiyya-Gemeinde Limburg. Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) warb für eine engere Zusammenarbeit mit der „Limburger EhrenamtsAgentur“ ...

Humayon Tahir und Mohammed Akbar Baig begrüßten die beiden Bürgermeister Dr. Marius Hahn und Horst Kaiser (von links) - Foto: Johannes Koenig
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 Humayon Tahir und Mohammed Akbar Baig begrüßten die beiden Bürgermeister Dr. Marius Hahn und Horst Kaiser (von links) - Foto: Johannes Koenig

„Liebe für alle – Hass für keinen“, lautet der Leitspruch der Ahmadiyya Muslim Jamaat. Daran erinnerte die Limburger Gemeinde bei ihrem Neujahrsempfang im Bürgerhaus in Lindenholzhausen. Erstmals fand der traditionelle Empfang hier statt. „Hier haben wir mehr Platz“, begründete Imam Ansar Bilal Anwar den Schritt, von der Moschee in der Brückenvorstadt nach Lindenholzhausen zu wechseln.

Zum Empfang gekommen waren unter anderem der Elzer Bürgermeister Horst Kaiser (CDU) und sein Limburger Amtskollege, Dr. Marius Hahn (SPD). Letzterer hatte auch zahlreiche Mitarbeiter der „Limburger EhrenamtsAgentur“ (LEA) mitgebracht, um neue Kontakte zu knüpfen. Schließlich gelte es, den Leitspruch der Ahmadiyya-Gemeinde auch vor Ort mit Leben zu füllen, betonte Hahn.

„Sie machen genau das Richtige“, lobte er die Anwesenden für Aktionen wie den Charity-Walk, der Beteiligung am „Tag der offenen Moschee“ und für die Vielzahl von Informationen über den Islam, die sie für die Öffentlichkeit bereithalten. Auch mit dem Aufsammeln der Sylvesterböller am Neujahrstag sowie dem Pflanzen der Friedensbäume setze die muslimische Gemeinde „gute und wichtige Zeichen“ beim gesellschaftlichen Engagement. Hahn warb außerdem für die Zusammenarbeit mit dem neu konstituierten Ausländerbeirat der Stadt.

„Bisher gab es einen Anruf von der Ahamadiyya-Gemeinde“, erklärte LEA-Mitarbeiterin Ursula Hötterges. Sie hoffe, dass auf dieser Basis in Zukunft aufgebaut werden könne. Zu den Aufgaben der LEA gehört unter anderem die Betreuung der Begegnungsstätte „Oase“ vor dem Staffeler Flüchtlingscamp. In der Vergangenheit wurden dort auch Helfer mit Sprachkenntnissen gesucht, die Flüchtlinge bei Behördengängen und Arztbesuchen begleiten.

Auf ein geändertes allgemeines Bewusstsein in der Region durch die Unterbringung zahlreicher Flüchtlinge, verwies Horst Kaiser. In Elz gebe es zum Beispiel ein „Café International“, in dem sich Menschen aus verschiedenen Kulturen austauschen könnten. Außerdem stehe im Ort auch ein Friedensbaum. „Uns verbindet der Glaube an den gleichen Gott“, betonte Kaiser abschließend.

Der Fundamentalismus, die Terroranschläge von Paris, das Schreckensregime des sogenannten Islamischen Staats seien nicht repräsentativ für den Islam, erklärte der Imam, der mit dem Limburger Ahamadiyya-Vorsitzenden Mohammed Akbar Baig und Gemeindemitglied Humayon Tahir die Gäste begrüßte. Der Geistliche erinnerte auch daran, dass seine Gemeinde in ihrem Ursprungsland Pakistan religiöser Verfolgung ausgesetzt sei und die Religionsfreiheit und Demokratie in Deutschland schätze. Gläubige sollen daher die Friedfertigkeit ihres Glaubens akzeptieren und gute Taten begehen. Durch ihre Häufung bestehe schließlich auch die Möglichkeit, schlechte Taten nachträglich auszugleichen. (koe)

Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

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