Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Limburg-Lindenholzhausen. Eine kleine Abendmusik war angekündigt – dass es viel mehr sein würde, war allen Freunden der Chormusik im Raum Limburg schon im Vorfeld klar und zeigte sich in einer voll besetzten Kirche in Lindenholzhausen. Eingeladen hatte Komponist Alwin Michael Schronen, Inhaber des AS-Musikverlags, um das 25-jährige Verlagsjubiläum und seinen 50. Geburtstag zu feiern ...

Die vier Chöre Cantabile Limburg, Ensemble Rossignol, Camerata Musica und Vocapella sangen zum ersten Mal gemeinsam - Foto: Gerhard Voß
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 Die vier Chöre Cantabile Limburg, Ensemble Rossignol, Camerata Musica und Vocapella sangen zum ersten Mal gemeinsam - Foto: Gerhard Voß

Konzert in Lindenholzhausen

Alwin Schronen gründete vor 25 Jahren, getrieben von der Faszination für neue Literatur, einen eigenen Verlag. Er wollte selbst schreiben und veröffentlichen, neue Wege gehen. Schronen ist mit seinen Chorkompositionen sehr erfolgreich, schreibt Pflichtstücke für internationale Wettbewerbe. Bis heute wurden circa 230 Chor- und rund 270 Instrumentalwerke veröffentlicht. Durch Jürgen Faßbender, Dirigent von Cantabile Limburg, entstand eine enge Bindung zur Limburger Chorszene.

Zum Konzert in Lindenholzhausen trafen sich alle bis heute bestehenden Ensembles, die aus den Domsingknaben hervorgingen: Cantabile Limburg, Ensemble Rossignol, Camerata Musica und Vocapella. „Ubi Caritas“ von Alwin Schronen vereinte alle Sänger unter dem Dirigat von Faßbender.

Die Vielseitigkeit des Komponisten konnte man in den folgenden drei Stücken erleben: „O sacrum convivium“ mit Rossignol und Dirigent Matthias Schmidt, verdichtete, geheimnisvolle Klänge über wohlklingendem Baß endend im „Alleluja“. Erster Höhepunkt des Konzerts war dann „Sterne II“, im langen Spannungsbogen von Cantabile wunderbar gesungen. Die Rilke-Vertonung ist ein wirkungsvolles Zusammenspiel von Sprechpassagen, Obertongesang und großen Legato-Bögen, ein Stück voller Dramatik, im Grunde beinahe ein kleines Oratorium.

Vocapella und Camerata Musica präsentierten sich gemeinsam unter dem Dirigat von Jan Schumacher mit dem vor wenigen Tagen in der Stadtkirche Limburg uraufgeführten „Schlaf wohl, du Himmelsknabe“. Beim Zuhören wurde deutlich, warum Schronens Kompositionen so erfolgreich sind: Er versteht es, Emotionen zu transportieren. Er rührt an, ohne kitschig zu sein, ist experimentell, ohne den Schönklang aufzugeben.

Die nachfolgenden Stücke wurden von allen Sängern gemeinsam gesungen. Besonders interessant war der Wechsel der Dirigenten. Tristan Meister lieferte ein leichtes, elegantes „Machet die Tore weit“ von Hammerschmidt, Schumacher gut aufgelegt ein „Ding, dong, merrily on high“ des schwedischen Komponisten Göte Widlund gefolgt von Schmidts zu Herzen gehenden Interpretation von „Jul. Jul, stralande Jul“ (Gustaf Nordquist).

Traditionelle Klänge und großer Atem gab es bei Beethovens „Hymne an die Nacht“ zu hören, interpretiert von Jürgen Faßbender. Sehr weihnachtlich wurde es bei „Cantique de Noel“. Solist war hier Andreas Jung, getragen auf großem Klang des Plenums, begleitet an der Truhenorgel von Andreas Frese.

Der Erlös des Konzerts kommt der Flüchtlingshilfe in Lindenholzhausen zugute.

Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

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