Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Limburg-Lindenholzhausen. Wo man sonst lediglich Gemsen, Steinböcke und Murmeltiere antrifft, waren diesmal die Bergläufer unterwegs. Beim Eiger-Ultra-Trail erlebten unter anderem die Langstreckler der TuS Lindenholzhausen atemberaubende Eindrücke in hochalpinem Gelände ...

Ultra-Trail-Marathon Läufer der TuS Lindenholzhausen und der VLG Eisenbach suchen die ultimative Herausforderung in den Berner Alpen

Die Naturschützer werden sicher sagen: „Was haben die dort verloren?“ Aber piano: Die Starter beim Eiger-Ultra-Trail bewegten sich ausschließlich auf festen Wegen und waren auch nach wenigen Stunden schon wieder verschwunden aus der faszinierenden Bergwelt der Berner Alpen in der Schweiz.

Verlangt waren Kraft (bergauf), Schnelligkeit (auf flachen Abschnitten) sowie Trittsicherheit (abwärts). Einer der ambitioniertesten Wettbewerbe dieser Art lockte einmal mehr 2500 Teilnehmer nach Grindelwald. Zum dritten Mal stellte sich die Laufabteilung der TuS Lindenholzhausen dieser besonderen Herausforderung. Im Angebot: vier unterschiedliche Distanzen. Die Strecke „E51“ mit 51 km und 3100 Höhenmetern gilt als harte Prüfung für jeden Trail-Running-Starter. Seit dem letzten Jahr ist die Strecke „E35“ mit 2500 Höhenmetern im Programm. Königsdisziplin und in diesem Jahr zugleich Schweizer Meisterschaft im Trail-Running ist die „E101“ (101 km, 6700 Höhenmeter). Abgerundet wurde das Angebot mit dem „E16-Genuss-Trail“ (16 km, 960 Höhenmeter). Mit dabei sechs Athleten der TuS Lindenholzhausen. Leon Machoczek und Marius Trost bewältigten die schwierige Strecke in jeweils 1:55 Stunden und verpassten als Vierter und Fünfter ihrer Altersklasse nur knapp das Siegerpodest. Es folgten Lisa-Maria-Trost und Katja Machoczek in 2:22, Doreen Betz in 2:41 und Renate Trost in 2:45. Zu einem Familienduell kam es auf der „E35“ zwischen Ralf Machoczek und Sohn Florian. Ralf finishte in 6:55 Stunden; Florian folgte fünf Minuten später. Etwas schneller unterwegs war Meinhard Rompel (6:13), der im ersten Drittel des Feldes ankam. Olaf Betz erreichte das Ziel in 8:13.

Bereits um 4.30 Uhr waren 600 Läufer/innen mit Stirnlampen auf die „E101“ geschickt worden. Unter ihnen Frank Kremer (VLG Eisenbach) und der erfahrene Reiner Trost. Wolfgang Laubsch und Peter Zimmermann starteten etwa drei Stunden später auf die anfangs fast identische „E51“. Erster Höhepunkt: der malerische Bachalpsee auf 2265 Metern Höhe. Der höchste Punkt wurde mit 2681 Metern auf dem Gipfel des Faulhorns erreicht. Eine grandiose Aussicht auf die Gletscher von Eiger, Mönch und Jungfrau sowie auf den Brienzer und Thuner See entschädigte für die Strapazen des Aufstieges. Der vermeintlich erholsame Abstieg über die Schynige Platte ins Tal nach Burglauenen (896 m) entpuppte sich als schwere Aufgabe. Grobes Geröll und ausgewaschene Waldpfade erforderten höchste Konzentration. Hier, am niedrigsten Punkt der Strecke, teilten sich die Wege. Die „E51er“ hatten jetzt noch 7 km entlang der Schwarzen Lütschine zurück nach Grindelwald zu absolvieren. Peter Zimmermann wurde in 9:26 Stunden bei seinem Debüt Neunter der Seniors III. Wolfgang Laubsch lief sehr zufrieden nach 11:06 (77. Seniors II) ins Ziel.

Für die „E101er“ bedeutete der Taldurchgang bei Burglauenen erst die Hälfte der Strecke. Reiner Trost und Frank Kremer machten sich bei guter Verfassung auf den Weg nach Wengen und den anschließenden steilen Anstieg zum Männlichen. Über die legendäre Moräne erreichten die beiden den Trail unterhalb der berüchtigten Eiger-Nordwand. Die Stirnlampen kamen wieder zum Einsatz. Wie eine Kette von Glühwürmchen bewegte sich die Läuferschar in Richtung Tal. Nach einem letzten kräftezehrenden, knackigen Anstieg liefen Reiner Trost und Frank Kremer erschöpft, aber glücklich, nach 21:45 Stunden gemeinsam ins Ziel und wurden von den Vereinskameraden gebührend empfangen. Eine gewaltige physische und mentale Energieleistung. Reiner Trost wurde sensationeller Dritter (Seniors III). Auf dem Siegertreppchen standen auch Julian Machoczek und Felicia Trost. Die beiden Nachwuchstrailer hatten beim Kids-Race jeweils den 2. Platz geholt. Auf der E51 war auch der Hadamarer Dieter Metz unterwegs gewesen und wurde Zweiter der Seniors II in 6:27.

Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

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