Bild: Erschöpft aber glücklich am Rennsteig (von links): Peter Zimmermann, Georg Steden, Andreas Bünning, Silvia Kratzheller, Rainer Trost und Meinhard Rompel.
Ganz ehrgeizige Senioren-Leichtathleten des Landkreises waren bei Extrem-Marathon-Veranstaltungen am Rennsteig in Thüringen
Zahlreiche heimische Läufer haben am Jubiläums-Rennsteiglauf im Thüringer Wald teilgenommen. Mit 15 741 Startern über alle Distanzen verzeichnete der ostdeutsche Kultlauf eine Rekordbeteiligung in der 40-jährigen Geschichte der Veranstaltung. Die Marathonläufer der TuS Lindenholzhausen starteten zum dritten Mal auf der Königsdisziplin, dem Supermarathon. Auf der anspruchsvollen Strecke von Eisenach (210 m) nach Schmiedefeld (711 m) galt es 72,7 km mit einer Höhendifferenz von 2439 Metern zu bewältigen. Um 6 Uhr gingen bei sehr kühlen Temperaturen 2600 Läufer auf die Strecke. Wurzelwerk, ausgewaschene Pfade und grobes Geröll forderte den Läufern höchste Konzentration ab. Reiner Trost und Meinhard Rompel gingen ein forsches Tempo an und beide Athleten erreichten den Inselsberg bereits nach knapp zweieinhalb Stunden. Auf der Höhe angelangt, folgten herrliche Waldwege, immer wieder durchsetzt mit knackigen Anstiegen und kräftezehrenden Gefälleabschnitten. Vielfach boten sich den Läufern prächtige Ausblicke über die Höhen des Thüringer Waldes. Bei Kilometer 54 wurde der Wintersportort Oberhof passiert.
Ab hier fanden die beiden Unterstützung durch Peter Zimmermann. Er konnte verletzungsbedingt nicht die volle Strecke absolvieren und übernahm auf dem letzten Streckenabschnitt die Aufgabe des Tempomachers. Auf den letzten Kilometern setzte sich Meinhard Rompel etwas ab und lief in bester Verfassung nach 7:10:00 Stunden über die Ziellinie (Gesamtplatz 267). Er verbesserte damit seine Streckenbestzeit um über 20 Minuten. Reiner Trost folgt nur kurz darauf in 7:10:31 Stunden und erreichte in persönlicher Streckenbestzeit einen sehr guten 19. Platz in der Altersklasse M 55. Wolfgang Laubsch kämpfte sich nach 9:05:52 Stunden über die Ziellinie und landete mit dieser beachtlichen Zeit noch eine Platzierung im mittleren Drittel des Finisherfeldes.
Für Toni Da Conceicao von der LSG Goldener Grund war es die 1. Teilnahme an diesem Ultramarathon. Er finishte nach 7:23:37 auf Platz 34 in der Alterklasse M 35. Auch vom Lauftreff Hadamar waren Supermarathonis am Start. Die erfahrene Ultraläuferin Silvia Kratzheller, für die es bereits die siebente Teilnahme war, führte eine dreiköpfige Laufgruppe geschlossen nach 8:39:40 über die Ziellinie. Für Silvia Kratzheller bedeutete dies Platz 20 in der Altersklasse W 50. Andreas Bünning erreichte Platz 225 in der Alterklasse M 50 und Georg Steden den 326. Platz in der M 45.
Drei Läufer der LG Brechen starteten auf der Marathondistanz von Neuhaus nach Schmiedefeld, die am Rennsteig 43,5 km lang und mit 650 Höhenmetern ebenfalls sehr anspruchsvoll ist. Auch hier hatte der Gewitterregen vom Vortag die Wege aufgeweicht und viele Wurzeln und Geröll waren zu bewältigen. Allen voran Lars Breuer. Der Weyerer lieferte bei seiner ersten Teilnahme auf dem Rennsteig ein grandioses Rennen ab. Von Beginn an lief er in der Spitzengruppe mit und befand sich zwischenzeitlich sogar auf Rang fünf. Nach großem Kampf gewann Lars Breuer schließlich seine Altersklasse M 45 in der hervorragenden Zeit von 2:56:31 Stunden. In der Gesamtwertung bedeutete dies Rang sieben von über 3500 Startern. Die Durchgangszeit bei der Marathonmarke betrug 2:50,25 Stunden. Auch Udo Stöckl überzeugte. Er steigerte seine Bestzeit auf 3:23,50 Stunden und lief auf Platz 111. Wenige Minuten später erreichte auch Andreas Roth das Ziel in Schmiedefeld in 3:29:26 Stunden.Weitere Ergebnisse: Supermarathon: Markus Schmitt, TG Camberg, 9:10:42, Platz 1522, Platz 398 in der AK M45 Inga Preusser-Brandt, Schwimmbadverein Dauborn, 9:10:43, Platz 217, Platz 47 in der AK W40 Marathon: Jürgen Grande, TG Camberg, 5:32:06, Platz 2487, Platz 430 in der AK M50 Bodo Brandt, Schwimmbadverein Dauborn, 5:32:10, Platz 2488, Pl. 538 in der AK M45.
Artikel vom 18. Mai 2012, 18.31 Uhr (letzte Änderung 20. Mai 2012, 04.02 Uhr)
Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
