Bild: Stolz präsentiert Margot Gress ihr preisgekröntes Huhn. Geflügelzucht ist für die 61-Jährige nicht nur ideale Freizeitgestaltung, sondern auch wertvolles Kulturgut. Fotos: Czarnowski
Hühner, Zwerghühner, Tauben und andere Vögel bevölkerten am Wochenende das Dorfgemeinschaftshaus in Lindenholzhausen. Käfig an Käfig präsentierten sich die Zuchttiere verschiedener Rassen auf der Lokalschau des Rassegeflügelzuchtvereins. Während einige Tiere die Blicke der interessierten Besucher ruhig über sich ergehen ließen und sogar ganz zutraulich wirkten, flatterten andere wild in ihren Käfigen umher. Im Hintergrund war dazu immer das muntere Krähen der ausgestellten Hähne zu vernehmen.
Ein gewohntes Bild für die erste Vorsitzende des Rassegeflügelzuchtvereins, Margot Gress. Sie und ihr Mann Josef halten in ihrer heimischen Zuchtanlage insgesamt 100 Hühner und Tauben. "Es ist ein sehr zeitintensives Hobby", sagt die 61-Jährige. Neben der alltäglichen Fütterung müsse man sich auch intensiv mit den Tieren beschäftigen, mit ihnen sprechen, damit sie zutraulich werden, und sie auf die gewünschten Zuchtmerkmale hin beobachten.
Für die passionierte Züchterin sind ihre Tiere die Mühe allemal Wert, da sie bei ihnen einen Ausgleich zur "schnelllebigen und hektischen Alltagswelt" findet.
Die Arbeit von Margot Gress hat sich auch in diesem Jahr bezahlt gemacht, stolz zeigte sie ihr Huhn der Rasse Zwerg Brahma weiß-schwarzcolumbia, das von den Richtern auf Grund der federreichen Füße, der schönen Zeichnung des Kamms und dem glänzenden Gefieder preisgekrönt wurde.
Aber auch die restlichen ausgestellten Tiere und ihre Aussteller konnten in der Bewertung sehr gute Ergebnisse einholen. Die Preisrichter vergaben vier mal die Höchstnote "vorzüglich".
Die erfolgreichen Züchter sind: Helmut Dörre auf "Zwerg Sussex weiß-schwarzcolumbia", Reinhold Gross auf "Deutsche Modeneser Schietti schwarz", Josef Gress auf "Deutsche Modeneser Schietti blau ohne Binden" und Reinhold Gross auf "Brünner Kröpfer weiß".
20 Mal wurde die Note "hervorragend" vergeben, 144 mal "sehr gut", 62 mal "gut", drei mal "befriedigend" und drei mal "ungenügend". "Ein ungenügend zu erhalten ist keine Schande", sagt Margot Gress. "Die Betroffenen sind Neuzüchter und haben in diesem Jahr zum ersten Mal ausgestellt."
Landrat Manfred Michel (CDU) und Schirmherr Bürgermeister Martin Richard (CDU) waren zur Eröffnung der tierischen Ausstellung am Samstagmittag gekommen und gratulierten dem Verein zu den guten Ergebnissen.
Vereinsmeister wurde Josef Gress auf "Deutsche Modeneser Schietti blau ohne Binden" mit 573 Punkten. Der Leistungspreis "Hühner" ging mit 565 Punkten an Walter Stockmann auf "Wyandotten silber-schwarzgesäumt". Helmut Dörre erhielt mit 568 Punkten auf "Zwerg Sussex weiß-schwarzcolumbia" den Leistungspreis in der Kategorie "Zwerghühner". Den Leistungspreis "Tauben" erhielt mit 573 Punkten Josef Gress auf "Deusche Modeneser Schietti blau ohne Binden".
Zweitplatzierte wurden: Herbert Geis auf "Wyandotten silber-schwarzgesäumt" mit 559 Punkten (Hühner), Frank Link auf "Zwerg Wyandotten schwarz" (Zwerghühner) und Manfred Jeuck auf "Kölner Tümmler weiß" (Tauben).
Geehrt wurden Christa Otto für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im Verein sowie Ulrich Löhr, der dem Verein seit 35 Jahren angehört. lcz
Artikel vom 30. Oktober 2012, 18.51 Uhr (letzte Änderung 31. Oktober 2012, 04.07 Uhr)
Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
