Hinweis: Verwendung der Artikel der Nasauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
... Mit dem Schlagwort Spontanität überschrieb Dieter Köhler, Vorsitzender des Kirchenchores «St. Lambertus», seinen Dank beim anschließenden geselligen Beisammensein im überfüllten Gemeinschaftsraum in der alten Schule. Diesem Begriff war nicht zu widersprechen, denn die Begegnung mit den südafrikanischen Sängern, die in Arfurt – wie auch in Lindenholzhausen – wie langjährige Freunde empfangen wurden, löste spontane Reaktionen aus.
Der von der «Cäcilia» Lindenholzhausen bei seiner Deutschlandtournee geförderte Männerchor aus Pretoria – siehe auch Berichte über dessen Besuch in Lindenholzhausen – hat bei dieser Tournee Arfurt mit im Reiseprogramm; mit dem Ort hat er 2001 im Rahmen der völkerverbindenden «Internationalen Cäcilia Chortage» in Lindenholzhausen freundschaftliche Bande geknüpft hatte. Neun Familien fanden sich bereit, die 28 Sänger für vier Tage aufzunehmen.
Zum Höhepunkt der Begegnung wurde die gemeinsame geistliche Abendmusik, bei der beide Chöre ihre Zuhörerschaft in Bann zogen. Nach einem Orgelpräludium und einem geistlichen Impuls von Pfarrer Albert Dexelmann eröffnete der Kirchenchor von der Empore aus das Konzert mit «Preiset froh dem König» von Henry Purcell, «Kum ba ya my Lord» im Satz des Chorleiters Heinz-Toni Schneider und dem «Halleluja, Lobet Gott» von Klaus Heizmann. Die in roten Kutten – auch Downs genannt – auftretenden Südafrikaner sangen in ihrem ersten Block sieben Kompositionen, darunter auch bekannte Ohrwürmer wie «My Lord what a mourning», die Spirituals «Nobody knows» und «Ndikhokhele Bawo», «Mvana ka Nkulunkulu» und «Modadoe wa dikgomo».
Über 1000 Euro gespendet
Auch im zweiten Teil entfaltete der Kirchenchores mit «Sanktus», «Herr, deine Güte» und «Sing mit mir ein Halleluja» erneut sein Klangvolumen. Zu ihrem zweiten Block entledigten sich die Südafrikaner ihrer Kutten, die sie insbesondere zu ihren kirchenmusikalischen Auftritten tragen. «Sing and Swing» brachte Bewegung in die Körper der nicht mehr ganz jungen Sänger, die offenbar ähnliche Nachwuchsprobleme haben wie unsere deutschen Chöre. Mit «Speed your Journey» von Guiseppe Verdi, fünf volkstümlichen Weisen, darunter «1940», bei dem Radfahren angedeutet wird, und einem Gospel Medley erhielten sie stürmischen Applaus. Nach dem abschließenden «Xihanyanomo» dankte das Publikum mit stehenden Ovationen, unter denen die Sänger auszogen, vor dem Kirchenportal ein Spalier bildeten und singend ihre Freundschaft mit den Arfurtern bekräftigten. Beim geselligen Beisammensein überreichten der Vereinsvorsitzende Dieter Köhler und die Schatzmeisterin Resi Kramm nach ihren Dankesworten an alle, die zum guten Gelingen beigetragen haben, dem Gastchor eine Spende von über 1000 Euro. mhz mhz
