Die Staatsanwaltschaft hatte siebeneinhalb Jahre und der Verteidiger vier Jahre Haft gefordert. Der 55 Jahre alte Angeklagte, der über Jahrzehnte ein Doppelleben führte, hatte die Taten gestanden. Er war angeklagt, Kirchengelder des Bistums Limburg seit 2004 um 2,7 Millionen Euro geschädigt zu haben. Insgesamt soll der Mann seit 1984 fast fünf Millionen Euro veruntreut haben, die früheren Fälle sind jedoch bereits verjährt.
Doppelleben mit Luxusgütern
Der Angeklagte gab zu, mehrmals wöchentlich Beträge von jeweils 7.500 oder 5.000 Euro in bar von einem Kirchenkonto abgehoben zu haben, um sich und seiner Familie ein Leben in Luxus zu finanzieren.
Mit der Chefbuchhalterin seines Rentamts hatte er ein Verhältnis. Die Frau verbuchte die Abhebungen jeweils ohne Fragen. Die fehlenden Summen verschleierte er laut Bistum unter anderem durch fingierte Rechnungen. Erst mit Einführung des kaufmännischen Rechnungswesens im Bistum flog das kriminelle System auf.
Bischof informiert über Konsequenzen
Das Bistum Limburg will noch heute über Konsequenzen informieren, die es aus der Millionenunterschlagung im Rentamt Hadamar zieht. Dafür unterbricht Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst seine Wallfahrt nach Israel.
Das Bistum Limburg will noch heute über Konsequenzen informieren, die es aus der Millionenunterschlagung im Rentamt Hadamar zieht. Dafür unterbricht Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst seine Wallfahrt nach Israel.
Quelle: www.swr.de
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