Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
... Die Geflügelzucht ermögliche ihr ein «Abschalten vom Arbeitsalltag», sagt Margot Gress, Erste Vorsitzende des Rassegeflügelzuchtvereins Lindenholzhausen. Ihr Ehemann Josef Gress erzählte, dass er sich bereits als Kind für die Hühnerzucht interessiert und seinen Eltern solange in den Ohren gelegen habe, bis sie ihm schließlich die Haltung von Hühnern erlaubten. Allerdings bedurfte es dann noch der Unterstützung eines erfahrenen Züchters, um die Eltern endgültig zu überzeugen.
Welchen Erfolg er und seine Frau in der Geflügelzucht haben, war bei der Schau im Gemeinschaftshaus zu sehen. Die Vogelschau erweckt traditionell ein reges Interesse der Bevölkerung und wird daher auch gerne von Familien mit Kindern besucht. Dieses Jahr war die Zahl der Besucher allerdings geringer als im Vorjahr, bedauerte Margot – und das, obwohl es die erste Gemeinschaftsschau der Zuchtvereine aus Lindenholzhausen und Eschhofen war. Er sei erst ganz erstaunt gewesen, auf dem Terminkalender den Namen Eschhofen zu lesen, sagte der Landtagsabgeordnete Helmut Peuser (CDU). Insgesamt beurteilten Peuser, Bürgermeister Martin Richard (CDU), Ortsvorsteher Franz-Josef Zeidler (CDU) und die anderen Redner die Zusammenlegung aber positiv. In Zeiten sinkender Mitgliederzahlen und eines abnehmenden Interesses der Jugend an der Geflügelzucht seien Zusammenlegungen notwendig und würden helfen, den Umfang und die Qualität solcher Veranstaltungen zu wahren.
In den Tagen zuvor hatten Preisrichter die für die Lokalschau gemeldeten Vögel gründlich begutachtet und ihnen eine hohe durchschnittliche Qualität bescheinigt. So erhielten zum Beispiel Tiere der Züchter Margot Gress, Reinhold Gross und Egbert Bendel die Höchstnote «Vorzüglich». Ausstellungsleiter Josef Gress erklärte, dass es bei der Beurteilung zuerst auf Form, Farbe und dann die Rassemerkmale ankäme. «Auf Leistung und Schönheit», laute das Motto der Zucht. So halte man zum Beispiel im Zuchtbuch fest, wie viele Eier ein Huhn lege. Denn im Gegensatz zu Hunden und Katzen, die oftmals zu einem Teil der Familie würden, seien Geflügel Nutztiere, die man schließlich auch schlachte.
Für seine 35jährige Mitgliedschaft zeichnete der Verein Joachim Saal aus, während man Marlies Barth und Lothar Blatt für 25 Jahre Mitgliedschaft ehrte. koe
Margot Gress, Walter Stockmann und Frank Jung präsentieren drei Wettbewerbssieger. Foto: Koenig
