Hinweis: Verwendung der Artikel der Nasauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
Die Limburger Schachjugend besteht seit 50 Jahren
Auftakt des Jubiläumsprogramms war im Gemeinschaftshaus Lindenholzhausen, wo Vorsitzender Manfred Mickein eine Reihe von Ehrengästen begrüßte, darunter auch Ehrenmitglied Lothar Kachel sowie Initiator und Gründungsmitglied Heinz-Günther Giebermann.
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Giebermann, so Mickein, habe vor 50 Jahren «den Samen gelegt», den danach viele andere gepflegt hätten.
Bürgermeister Martin Richard (CDU) dankte den Mitglieder dafür, was sie in den vergangenen Jahrzehnten für die Jugend getan haben. Schach sei mehr als ein Hobby, so der Rathauschef, auch das Vereinsleben müsse gepflegt werden. Richard erzählte, dass er einmal gegen einen tschechischen Großmeister antrat, der simultan gegen 32 Menschen spielte «Ich habe nicht verloren», sagte der Bürgermeister – und ergänzte: «Weil ich nach 16 Spielzügen weg und auf einen anderen Termin musste.» Landtagsabgeordneter Helmut Peuser (CDU) dankte den Mitgliedern in Vertretung von Landrat Manfred Michel (CDU) für ihre ehrenamtliche Arbeit. Schach sei in Limburg sehr gefragt, so Peuser, und verwies auf das überdimensionale Schachbrett auf dem Limburger Europaplatz, das regen Zuspruch finde.
Die Mitglieder von Pinocchio 90 e. V. begeisterten die Zuschauer anschließend mit Ausschnitten verschiedener Musicals, außerdem stand ein Vortrag über den legendären Schachspieler Bobby Fischer auf dem Programm.
Um ihre Arbeit vorzustellen und für den Schachsport zu werben, war die SGJL auch mit einem Stand auf dem Europaplatz vertreten.
Mit einem von Giebermann und dem Stadtjugendring organisierten Turnier für Kinder und Jugendlichen hatte 1959 alles angefangen. Die Teilnehmer fanden schnell Gefallen am königlichen Spiel und bildeten zusammen mit der spielstarken Schach-AG der Tilemannschule die Schachjugendgruppe Limburg. Schon drei Jahre später wählten die Mitglieder der Gruppe ihren ersten eigenen Vorstand. Die SJGL wurde damit zu einem selbständigen «Verein im Verein» und richtete sich im «Walderdorffer Hof» ein. Der beste Limburger Jugendspieler der damaligen Zeit war der Tilemannschüler Ernst Bedau, der 1967 die Nachfolge Giebermanns antrat. Ab 1977 war der Clubraum der Stadthalle das – allerdings ungeliebte – Domizil. 1987 wurden die Räume im ehemaligen Schlachthof zum Vereinsheim «Schachinsel» umgestaltet.
In den vergangenen Jahren wurden neue Konzepte für Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse entwickelt, die bei den Jugendlichen gut ankamen. Die Folge war eine steigende Mitgliederzahl. Wichtig sind in der Jugendgruppe auch Ausflüge, Grillparties, Trainingslager und Gemeinschaftsreisen. bra
Vorsitzender Manfred Mickein (rechts) ehrte Heinz Giebermann, der vor 50 Jahren den Anstoß gegeben hatte.
