Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
Reiner Trost und Meinhard Rompel beim 5. Ironman 70.3 in Wiesbaden
Reiner Trost und Meinhard Rompel (TuS Lindenholzhausen) stellten sich erstmalig dieser Herausforderung.
Die bange Frage, die sich nicht nur den beiden Lindenholzhäusern stellte, war: Wird es ähnlich extreme Wetterverhältnisse geben wie beim Frankfurter Ironman vor einigen Wochen? Für den Nachmittag waren jedenfalls heftige Gewitter vorhergesagt. Beim Schwimmstart um 7 Uhr war davon noch nichts zu spüren. Die Schwimmstrecke war erstmalig im Raunheimer Baggersee zu absolvieren. Der Ortswechsel war notwendig geworden, da in den letzten Jahren zahlreiche Athleten im Nachhinein mit gesundheitlichen Problemen aufgrund der grenzwertigen Wasserqualität im Schiersteiner Hafenbecken zu kämpfen hatten.
Die übliche "Schlägerei" beim Massenstart blieb weitgehend aus, da im Zehn-Minuten-Takt nach Altersklassen gestartet wurde. Wettkampfgetümmel und das ungewohnte Schwimmen im Freiwasser machten es trotzdem schwierig, die Ideallinie zu finden. Nach 49 Minuten stieg Reiner Trost aus den 18 Grad kalten Fluten, Meinhard Rompel eine Minute später.
Es folgte der Wechsel auf die Radstrecke, und die hatte es in sich. Von den Profi-Athleten als "würdig für eine Europameisterschaft" bezeichnet, galt es, auf 90 km durch den Taunus 1450 Höhenmeter zu bewältigen. Hierbei war der etwa fünf Kilometer lange Anstieg aus dem Wiesbadener Nerotal bis zur Platte mit alleine 350 Höhenmetern nicht die einzige Kräfte raubende Passage. Regennasse Straßen führten bei den Profis zu zahlreichen Stürzen, daher war bei den rasanten kurvenreichen Abfahrten die nötige Vorsicht geboten. Meinhard Rompel absolvierte die schwere Radstrecke in 3:30 Stunden, Reiner Trost in 3:36.
Als dritte Disziplin folgte der Halbmarathon auf vier Runden im Wiesbadener Kurpark. Die beiden erfahrenen Marathon- und Ultramarathonläufer hatten sich für ihre Paradedisziplin die nötigen Körner aufheben können. Reiner Trost schaffte in sehr starken 1:40 Stunden die 13.-beste Laufzeit unter 102 Startern in der Altersklasse M50. Meinhard Rompel lief in bester Verfassung in 1:45 auf Platz 45 unter 198 Athleten der M45.
Eine phantastische Zuschauerunterstützung am Streckenrand trug die beiden ins Ziel. Meinhard Rompel beendete den Wettkampf über die insgesamt 113 km nach 6:14 Stunden, und Reiner Trost lief nach 6:18 über die Ziellinie. Mit diesen Schlusszeiten vermochten sich die beiden bei ihrem Triathlon-Debüt hochzufrieden im mittleren Drittel des Finisherfeldes zu platzieren.
Die befürchteten Gewitter waren glücklicherweise ausgeblieben. Trotzdem ein harter halber Tag bei perfekter Wettkampforganisation. Der Respekt vor den Athleten, die die klassische Langdistanz über 226 km bewältigen, ist für Rompel und Trost nach diesem Tag noch gestiegen.
Artikel vom 23. August 2011, 03.24 Uhr (letzte Änderung 23. August 2011, 09.27 Uhr)
Die Versammlung wählte jeweils einstimmig mit einer Enthaltung Barbara Bäcker (CDU) zur neuen Ortsvorsteherin und Kurt Weyhrauch (SPD) zu ihrem Stellvertreter.
