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vom 09.07.2008

Limburg-Lindenholzhausen. Die Marathonläufer der TuS Lindenholzhausen haben sich wieder einmal einer besonderen Herausforderung gestellt. Nach dem Jungfrau-Marathon 2006 und dem Rennsteig-Ultramarathon in Thüringen im letzten Jahr stand diesmal mit dem Zermatt-Marathon einer der schönsten und anspruchsvollsten Bergläufe der Schweiz auf dem Programm ...

... Auf der Marathondistanz von 42,195 km galt es, nicht weniger als 1944 Höhenmeter zu bewältigen. Bei strahlend blauem Himmel und warmer Witterung machten sich in St. Nikolaus (1085 Meter) rund 1500 Läufer auf den Weg durch das tiefste Tal der Schweiz zum Riffelberg auf 2585m. Mit zunächst leichten Anstiegen führte der Weg durch kleine Walliser Dörfchen, vorbei an sattgrünen Weiden und durch duftende Lärchenwälder. Bei km 10,5 führte die Marathonstrecke vor Randa direkt an den gewaltigen Schuttmassen der Bergstürze vom Frühjahr 1991 vorbei. Rund zehn Millionen Kubikmeter Fels waren damals zu Tale gedonnert. Auf der Hälfte der Distanz wurde der mondäne Kurort Zermatt erreicht. Hier wurde die Läuferschar von einer begeisternden und internationalen Zuschauermenge empfangen. Darunter auch der mitgebrachte, kleine Fanclub aus Lindenholzhausen, der die Hollesser Marathonis lautstark anfeuerte. Gut 600 Höhenmeter waren bis Zermatt bewältigt und es folgte nun der 8 km lange, schwere Aufstieg zur Sunegga-Hochalm auf 2288 Metern. An den folgenden Verpflegungsstationen wurden Getränke, Bouillon und stärkende Energieriegel sowie kühlende Wasserschwämme von den Läufern dankbar angenommen. Auf leicht abschüssigen Bergpfaden zur Riffelalp war jetzt der Blick frei auf das schneebedeckte Matterhorn. Die gewaltige 4478 m hohe Felspyramide dominiert das Ensemble der zahlreichen Schweizer Viertausender und zieht die Menschen seit Jahrhunderten in ihren Bann.
 
Die Läufer der TuS Lindenholzhausen im Ziel auf dem Riffelberg (von links): Meinhard Rompel, Renate Trost, Reiner Trost, Wolfgang Laubsch, Andreas Blobner, Heike Rühmer, René Schubert und Ralf Machozcek.