Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
ICE-Strecke: Fünf Monate dauerte der Austausch zwischen Lindenholzhausen und der Lahnbrücke
Bild: Die letzte Beton-Lärmschutzwand an der ICE-Strecke passten Mitarbeiter mit Hilfe eines Kranführers ein. Foto: Günther Um 8.20 Uhr hob ein Spezial-Mobilkran der Firma Floßdorf aus Bad Neuenahr die letzte Beton-Lärmschutzwand in der Nähe der ICE-Lahntalbrücke ein. Die jeweils individuell gefertigten Segmente wurden im Fertigteilwerk Karlsruhe der Züblin AG hergestellt und mit speziellen Tiefladern zu den Baustellen transportiert.
Die neuen Lärmschutzwände aus Beton stehen in den meisten Abschnitten etwa 80 Zentimeter weiter vom Gleis entfernt als ihre Vorgänger. Die Fundamente für die Stützen wurden erheblich massiver ausgeführt. Im Gegensatz zu den bei jeder Vorbeifahrt klappernden Aluwänden haben die neuen Wände keinen unmittelbaren Kontakt mit dem Boden und den Metallstützen.
Alle Elemente sind mit elastischen Auflagen und Dichtungen versehen, so dass die hohen Druck- und Sogbelastungen aufgenommen werden können und zu keinen dauerhaften Schäden führen. An den Übergängen zu Brücken und den dort unmittelbar am Gleis stehenden Wänden wurde eine Lücke zum Druckausgleich gelassen. In diesen Bereichen überlappen sich die inneren und äußeren Wände.
Mit der Verlagerung der neuen Lärmschutzwände auf parallel verlaufende Erdwälle wurde abschnittsweise sogar eine bessere Schutzwirkung erzielt. Aufgrund der größeren Höhe werden sowohl der Lärm der Autobahn als auch die von den Stromabnehmern ausgehenden Geräusche stärker gedämpft.
Mit dem Einsetzen der Betonwand in Limburg sind die seit 2008 laufenden Erneuerungen der instabilen Alu-Wände auf der Ostseite der ICE-Strecke Köln – Rhein/Main abgeschlossen. Nach Angaben eines Bahnsprechers folgen bis zur Jahresmitte noch Restarbeiten im Bereich Medenbach und auf der Westseite der Strecke.
Die im Bereich Limburg noch bestehenden Baustraßen werden nach der endgültigen Abnahme der neuen Wände durch die Deutsche Bahn wieder komplett beseitigt, erläuterte Bauleiter Jens Krämer auf Anfrage der NNP. hpg
