Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
Das klingt exotisch, aber bei diesem internationalen Musikfestival ist alles möglich. Sandra Weifenbach plant den Ausflug bereits, der sich am Wochenende zwischen zwei Auftritten des Ensembles realisieren lassen dürfte. Zwei junge Männer vom Franciscan Choir aus Ugandas Hauptstadt Kampala hat sie in ihrem Haus aufgenommen. Und auch die anderen Mitglieder des Chores werden von Familien aus der Harmonie-Gemeinde versorgt.
"Nur zum Schlafen gehen sie in eine ehemalige Pension, die im Augenblick leer steht, aber völlig intakt ist", erzählt Lilo Harjung. Sie fand die Idee großartig, die Gäste aus Afrika, deren Reisebudget bereits durch die Flüge ausgeschöpft ist, am Familienleben teilhaben zu lassen. Deshalb habe sie sich schon früh beim Organisations-Team des Festivals gemeldet. Dort hat man die Idee gerne aufgegriffen und mit ihr weitere Gastfamilien für die "Verteilung" der Musiker gesucht. Geplant war lediglich, dass jede Familie ein oder zwei Chormitglieder an deren Ankunftstag zu sich zum Essen einlädt. "Aber wir kommen so gut klar, dass wir unsere Gäste zu jeder Mahlzeit mit nach Hause nehmen", ist Sandra Weifenbach begeistert. Isaac und Marcellino heißen die jungen Männer, die sehr gebildet seien und bestens über Deutschland Bescheid wüssten, berichtet die Gastgeberin. Nur Erdbeeren kannten sie bislang nicht, und die würden ihnen am allerbesten schmecken.
Der deutsche Speiseplan unterscheidet sich schon erheblich von ihrer gewohnten Kost, räumt Sänger Barnabas ein. Zuhause in Kampala gibt es viel Bohnen und Matoke, ein gehaltvolles Gericht aus grünen und gelben Kochbananen, sagt er. Und dann betont er, wie sehr er sich auf den bevorstehenden "Grillabend" bei seinen Gastgebern freut, obwohl er eigentlich gar nicht so recht weiß, was ihn da erwartet.
"Es ist eine spannende und tolle Erfahrung", resümiert Gastgeberin Sandra Weifenbach und lächelt: "Einer unserer Gäste hat uns sogar zu seiner Hochzeit im August nach Kampala eingeladen." Für Unterkunft wäre ja gesorgt – bliebe nur noch der Flug... abv (abv)
Artikel vom 04. Juni 2011, 03.24 Uhr (letzte Änderung 04. Juni 2011, 05.04 Uhr)
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Die Versammlung wählte jeweils einstimmig mit einer Enthaltung Barbara Bäcker (CDU) zur neuen Ortsvorsteherin und Kurt Weyhrauch (SPD) zu ihrem Stellvertreter.
