Inhalt

Vorwort | Gründung 1907 | 1920-1947 | 1947-1975 | 1975-2006 | Jubiläumsjahr 2007 | Vorsitzende | Präsides | KAB im Netzwerk Gemeinde | Bischof Dr. Antonius Hilfrich | Prälat Alexander Stein | Heinz Eberlein | Zukunft der KAB  | Was ist die KAB?


Vorwort

Diese historische Unterlage wurde aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) Lindenholzhausen im Jahr 2007 erstellt. Sie zeigt die Geschichte der Gruppe auf.


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Gründung der KAB Limburg-Lindenholzhausen St. Jakobus

Pfarrer Josef Mono Durch die Veränderungen in der Arbeitswelt und die Zunahme von abhängigen Beschäftigungsverhältnissen in Handwerk und Industrie fanden sich im Februar 1907 Männer der Pfarrei St. Jakobus Lindenholzhausen zusammen und gründeten unter Pfarrer Josef Mono den Katholischen Arbeiterverein als Vorgänger der KAB. Aus einer noch vorhandenen Mitgliedskarte aus der Gründerzeit geht hervor, dass der monatliche Beitrag 20 Pfennige betragen hat.

Im Jahre 1910 zählte der Verein 56 Mitglieder. Im Jahr fanden 13 Veranstaltungen statt. Von 1907 - 1920 war Pfarrer Emil Schmidt Präses.








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Geschichte von 1920 - 1947

Pfarrer und Präses Johannes Schermuly In den zwanziger Jahren blühte die Vereinstätigkeit unter Pfarrer und Präses Johannes Schermuly auf. Alle vier Wochen war eine Monatsversammlung im Schwesternhaus, in der religiöse und soziale Themen besprochen wurden.

Von 1931/32 liegt noch das Mitgliedsheft von Jakob Wagner vor. Dort ist auch die damalige Satzung abgedruckt. Aus der ist in § 5 ersichtlich, dass an der Spitze des Vereins ein katholischer Pfarrgeistlicher als Präses stand, ihm zur Seite stand ein Vicepräses, ein 1. und 2. Schriftführer und ein Kassierer, diese bildeten den engeren Vorstand. Zum erweiterten Vorstand gehörten Mitglieder als Beisitzer oder Vertrauensleute, auf je 25 Mitglieder kam einer.

Mitgliedskarte Die nachstehenden Ausführungen folgen im Wesentlichen dem Protokollbuch, das von Anfang 1932 bis Mitte 1935 vorliegt. Daraus ist ersichtlich, dass es inzwischen auch eine aktive Werkjugend gab.

1932 fanden gemeinsam mit der Werkjugend sieben Unterrichtsabende mit guter Beteiligung und interessanten Themen statt.

Dazu lesen wir:

„Protokoll über die für die Werkjugend und Arbeiterverein am Schwesternhaus abgehaltenen Unterrichtsabende im Jahre 1932. Unser Hochwürdiger Herr Pfarrer hielt jeden Abend als Einleitung eine religiöse Ansprache.
1. Abend am 7. Januar, anwesend waren 37 Mitglieder. Unser Herr Präses hielt eine Ansprache über das Wort Zweifeln. Dann hielt der Arbeitersekretär Türk einen Vortrag über Sozialpolitik.
2. Abend am 14. Januar. Anwesend waren 68. Mitglieder. Unser Herr Präses hielt eine Ansprache über den Monismus. Dann hielt der Arbeitersekretär einen Vortrag über den Arbeiter im Wirtschaftsleben.
3. Abend am 21. Januar. Anwesend waren 49 Mitglieder. Unser Herr Präses hielt eine Ansprache über den Menschen und den Instinkt der Tiere. Sodann einen Vortrag, gehalten von Arbeitersekretär Jäger, über den Arbeiter im Staatswesen.
4. Abend am 28. Januar. Anwesend waren 47 Mitglieder. Unser Herr Präses hielt eine Ansprache über: Gibt es nach unserem Tode noch etwas. Dann hielt der christliche Gewerkschaftssekretär aus Kreuznach einen Vortrag über die Selbsthilfe des Arbeiters.
5. Abend am 4. Februar. Anwesend waren 33 Mitglieder. Unser Herr Präses hielt eine Ansprache über Glauben und Wissen. Dann hielt der Arbeitersekretär Sieben einen Vortrag über den Arbeiter und den Kapitalismus.
6. Abend am 11. Februar. Anwesend waren 34 Mitglieder. Unser Herr Präses hielt eine Ansprache über Gott und seine Offenbarung. Sodann hielt Stadtrat Rauch aus Limburg einen Vortrag über Kommunalpolitik.
7. Abend am 18. Februar. Anwesend waren 43 Mitglieder. Unser Herr Präses hielt eine Ansprache über: Warum konnte die russische Religion keinen Stand halten. Dann hielt ein hiesiger Einwohner einen Vortrag über die Presse und was damit zusammen hängt. Zum Schluß dankte unser Herr Präses allen für ihr Erscheinen und Aufmerksamkeit und wünschte allen, dass die Unterrichtsabende gute Früchte bringen werden.
Schermuly, Pfr. - Johann Jung-König II. Schriftführer“

Um Fastnacht am 2. Februar 1932 findet in der Gastwirtschaft Friedrich eine Feier statt. Der Präses eröffnet die Veranstaltung um 20.15 Uhr mit einem Vortrag über ‚Frohsinn und Scherz’. Danach bereicherte der Arbeitersekretär Sieben aus Limburg mit einer dortigen Gruppe das Programm mit Schlagern und Witzen. Abwechselnd wurden Stücke von der Werkjugend aufgeführt. Die Klavierbegleitung hatte Josef Friedrich.

Protokollbuch„Protokoll über die am 14. Februar im Jubiläumsjahr 1932 abgehaltene Generalversammlung im Schwesternhaus. Anwesend waren 68 Mitglieder.
Auf der Tagesordnung kamen 6 Punkte zur Besprechung. 1. Punkt Verlesung des Protokolls, 2. Punkt Jahres¬bericht, 3. Punkt Kassenbericht, 4. Punkt Wahl des Vorstandes, 5. Punkt Vortrag unseres Herrn Präses, 6. Punkt Verschiedenes.

Unser Hochwürdiger Herr Präses eröffnete um 8 1/2 Uhr die Versammlung mit dem Liede: 0 wie lieblich ist’s im Kreis und gab dann als ersten Punkt dem Schriftführer das Wort, das Protokoll von der letzten Versammlung vorzulesen. Da keine Einwendungen gegen die Fassung des Protokolls vorgebracht wurden, wurde es genehmigt.

Im 2. Punkt machte unser Kassierer Friedrich den Kassenbericht bekannt. Die Einnahmen im Jahre 1931 betrugen 938 M 73 Pf. Die Ausgaben 934 M 09 Pf. Mithin eine Mehreinnahme von 4 M 54 Pf. Mithin einen Kassenbestand am 1.1.32 von 247 M 20 Pf. Geprüft und für richtig befunden von Wilh. Reinbold und Joh. Jung-König. Dem Kassierer wurde die Entlastung erteilt.

Als dritter Punkt machte unser Vorsitzender Wagner den Jahresbericht bekannt. Es wurden im Jahre 1931 11 Versammlungen, 6 Vorstandssitzungen, 14 Vorträge, 4 Lichtbildervorführungen, 4 Familienabende abgehalten. Am Schlusse des Jahres waren es 109 Mitglieder, davon 38 der Werkjugend.
4. Punkt: Wahl des Vorstands. Es schieden aus: 1. Schriftführer Breser und 2. Schriftführer Jung-König und die beiden Beisitzer Josef Mais und Georg Friedrich, wurden aber alle einstimmig wieder gewählt. Im nächsten Jahre scheiden aus Vorsitzender Wagner, Kassierer Friedrich und die beiden Beisitzer Wagner und Brahm.

5. Punkt: Vortrag unseres Herrn Präses über unseren Heiligen Vater Papst Pius den XI. anläßlich seines Krönungstages. Der Vortrag endete mit einem dreifachen Hoch auf den selben, wobei die ganze Versammlung stehend mit einstimmte.
6. Punkt: Verschiedenes. Über die 25 jährige Jubiläumsfeier unseres Vereins wurde beschlossen auf Antrag unseres Herrn Präses eine Kommission zu wählen von 8 Mitgliedern, die einen Plan ausarbeiten sollen und denselben auf der nächsten Versammlung vorzulegen. Dann wurde das Sterbegeld von 40 Mark auf 20 reduziert, welches einstimmig angenommen wurde. Auch unser Fahnenträger Jung ging freiwillig von 20 Mark auf 10 Mark zurück, allen Dank demselben. Zum Schluße dankte unser Herr Präses allen, die im verflossenen Jahre treu zu unserem Verein gehalten haben und munterte uns auf, auch im kommenden Jahre treue Mitglieder zu bleiben, und schloß die Versammlung um 11 1/4 Uhr mit dem Gruß: Gott segne die christliche Arbeit.
Schermuly, Pfr. - Johann Jung-König II. Schriftführer“

Zwischenzeitlich wird beschlossen, dass das Fest am 3. Juli mit Frühmesse und gemeinschaftlicher hl. Kommunion gefeiert werden sollte, dann ist ein feierliches Hochamt mit Festpredigt vorgesehen und abends schließt das Fest mit einer Familienfeier mit Ehrungen und Tanz etwa bis 1 Uhr. Die Ortsvereine sollten mit Banner am Festgottesdienst teilnehmen.

Alte Kirche„Protokoll über das am 3. Juli abgehaltene 25 Jährige Stiftungsfest des Arbeitervereins. Das Fest wurde der schlechten Zeit entsprechend nur kirchlich abgehalten. Morgens war Frühmesse und gemeinschaftliche Kommunion. Um 9 1/4 Uhr Kirchgang von der Schule aus, mit sämtlichen Fahnendeputationen der hiesigen Vereine. Um 9 1/2 Uhr feierliches Levitenamt mit Festpredigt. Unser Hochverehrter Herr Diözesanpräses Pfarrer Lamp aus Frankfurt hielt die Festpredigt. Der Kirchenchor Cäcilia sang die Messe quinta von B. Stein und verschönerte somit die kirchliche Feier. Um 1 Uhr war Andacht zum hl: Josef und danach Aufstellung des Festzuges von sämtlichen Ortsvereinen mit einer Musikkapelle durch die Ortsstraße nach dem Sportplatz, um dort eine öffentliche Kundgebung abzuhalten, wozu auch die ganze Gemeinde teilgenommen hat. Der M.G.V Harmonie eröffnete die Feier mit dem Lied: Sanktus von Schubert. Unser Hochwürdiger Herr Präses begrüßte die Anwesenden und gab ein klares Bild von dem schweren Stand des katholischen Arbeiters in der heutigen Zeit. Sodann sang der M.G.V. Harmonie das Lied: „Das Gebot“ von Lendwai. Hierauf ergriff der Arbeitersekretär und Stadtrat Grün aus Wiesbaden das Wort und streifte kurz die politische Lage in der heutigen Zeit und wies darauf hin, wie der katholische Arbeiter seinen Mann zu stellen hat. Nach kurzen Dankesworten des Diözesanpräses und dem Lied des M.G.V. Harmonie „Flamme empor“ brachte unser Hochwürdiger Herr Präses ein dreifaches Hoch auf unseren Papst Pius XI. und unseren Hochwürdigsten Herrn Bischof Antonius von Limburg aus und somit fand die öffentliche Kundgebung ihren Abschluß. Mit Musik ging's zurück ins Dorf, wo sich der Festzug auflöste. Und am Abend fand eine Familienfeier des Vereins mit ihren Familienangehörigen bei Witwe Jung statt. Der Familienabend war schön und genußreich ausgefüllt. 1. Ansprache, Prolog, Vorträge, Sprechchor, Theaterstücke, Musikvorträge. Unser Vorsitzender Jakob Wagner begrüßte die Anwesenden zu dem 25 Jährigen Jubelfeste. Unser Hochwürdiger Herr Präses hielt eine kurze Ansprache an den Verein und besonders an die 12 Mitglieder die 25 Jahre ununterbrochen dem Verein treu geblieben sind und segensreich gewirkt haben, worauf die Ehrung der 12 Jubilare stattfand, durch Überreichung eines: silbernen Vereinsabzeichens von Bischof Ketteler. Auch gedachte man den verstorbenen Mitgliedern mit dem Lied: "Ich hat' einen Kameraden"! Am Montag wurde ein Seelenamt für die verstorbenen Mitglieder abgehalten. Auch unserer Werkjugend müssen wir danken, für ihre Theaterstücke und den Sprechchor, um unsere Feier zu verschönern. Zum Schluß dankte unser Herr Präses allen Ortsvereinen und allen Mitgliedern, die zum Gelingen des Abends beigetra-gen haben und gab seinen Wünschen zum Ausdruck, daß der Verein nach weiteren 25 Jahren segensreicher Arbeit auch das Goldene Jubiläum feiern kann und somit schloß unser Hochwürdiger Herr Präses um 11 Uhr mit dem Gruß: „Gott segne die christliche Arbeit“, die Feier. Die Schlußfeier endet mit einem Tanzkränzchen und zwar bis 1 Uhr.
Schermuly, Pfr. - Johann Breser I. Schriftführer“

In der Sitzung am 2. Oktober wurde ein Film über den Katholikentag vorgeführt. Am 30. Oktober hielt der Präses einen Vortrag über das Christkönigsfest. Es wurde zur Delegiertenversammlung nach Limburg eingeladen.

Am 8. Januar 1933 hielt der Präses bei einer Familienfeier bei Gastwirt Friedrich einen Vortrag über die Krippe. Die Werkjugend führte kleine Theater und Musikstücke auf. Danach kam es zur Christbaumversteigerung, die 31,35 Mark einbrachte.

Die Generalversammlung am 28. Januar 1933 beschloss, Mitgliedern die ausgetreten waren bei Wiedereintritt die frühere Mitgliedschaft anzurechnen. Vorsitzender Wagner wird wiedergewählt. Bei der Josefsversammlung im März sollte eine Ehrung für Mitglieder stattfinden, die dann 25 Jahre dabei sind. In einigen Sitzungen unterschreibt Kaplan Hans als Präses. Die neue Enzyklika ‚Quadragesimo anno“ wird bekannt gemacht.

Die folgenden Jahre waren vom Ernst der Zeit geprägt. Im Protokollbuch vom 30. Juli 1933 wurde erwähnt, dass mit der Unterzeichnung des Reichskonkordates die Arbeitervereine in die Arbeitsfront eingegliedert wurden. Man versuchte den Verein zu erhalten.

Alte Kirche Zwischenzeitlich versuchte man etwas zu taktieren. Das endete aber bald. Es wurden aber wegen der entsprechenden Verbote nur noch religiöse Themen gewählt. So wurde der Vorsitzende in der Generalversammlung vom 25. Februar 1934 nicht mehr gewählt und der „Hochwürdigster Präses als Führer des Vereins ernannte die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder wieder zum Vorstand.“ Zum Schluss wurde kein religiöses, sondern das Deutschlandlied gesungen. Die Bedrängungen gingen trotzdem weiter. Der Präses bedankte sich am 28. Oktober herzlich über den guten Besuch des Christkönigsfestes, das ja als Glaubensdemonstration eingeführt worden war.

In der Generalversammlung vom 27. Januar 1935 konnte festgestellt werden, dass ein Mitglied ausgetreten, Willi Birkhölzer aber eingetreten sei. Die Versammlung zählte nur noch 20 Besucher. Auch hier werden Vor-standsmitglieder auf Vorschlag vom Präses ernannt. Die Themen sind innerkirchlich, nämlich über Josef, die Vermählung, Nazareth und Bethlehem. Eine Mission ist geplant und der Präses weist darauf hin, dass die Mitglieder des Arbeitervereines auch dem neu gegründeten Männerapostolat angehören. Ob er ahnt was kommt?

Vom 12. Mai 1935 ist noch einmal über eine Versammlung berichtet:

„Protokoll über die 12. Mai 1935 stattgefundene Versammlung im Schwesternhaus. Anwesend waren 25 Mitglieder. Auf der Tagesordnung kamen 3 Punkte zur Besprechung. Erster Punkt: Verlesung des Protokolls. Zweiter Punkt: Vorträge unseres Hochwürdigen Herrn Präses. Dritter Punkt: Verschiedenes. Unser Hochwürdiger Herr Präses eröffnete um 8 Uhr 45 die Versammlung mit dem Lied: „Am Brunnen vor dem Tore“ und gab als erster Punkt dem Schriftführer das Wort, das Protokoll von der letzten Versammlung vorzulesen. Da keine Einwendungen gegen die Fassung des Protokolls vorgebracht wurden, wurde es genehmigt. Als zweiter Punkt hielt unser Hochwürdiger Herr Präses den ersten Vortrag vom hl, Josef. Denn der hl. Josef war fleißig, schweigsam und treu, denn das ist ein schönes Vorbild für uns alle. Den zweiten Vortrag von dem 1. Mai, dem Tag der Arbeit, und den dritten Vortrag über den Muttertag. Dritter Punkt: Verschiedenes. Es wurde auch der Delegiertentag, der in Limburg im St. Georgshof am 19. Mai abgehalten wird, bekanntgemacht. Als Delegierte wurden 3 Mitglieder von der Versammlung vorgeschlagen. Der Vorsitzende Jakob Wagner, Heinrich Reinhold, Josef Jung. Unterm gemütlichen Beisammensein und gemeinschaftlichem Singen schloß unser Hochwürdiger Präses mit dem Gruß: „Gott segne die christliche Arbeit“, um 10 1/2 Uhr die Versammlung.
Johann Breser I. Schriftführer"

Protokoll Damit endet abrupt das Protokollbuch, es wird auch nicht mehr in einer nächsten Sitzung vorgelesen und vom Präses gegengezeichnet. Schriftliche Texte waren sehr gefährlich geworden. Es dürfte die letzte Versammlung gewesen sein wegen der fehlenden Gegenzeichnung. Man spürt intuitiv in der Gestaltung der Sitzungen, wie der Druck immer größer geworden war. Es wurde aufgehört, weil es für alle sehr gefährlich geworden war. Mit der Machtübernahme des Dritten Reiches war die Vereinstätigkeit immer mehr erschwert worden und später wurde sie sogar untersagt, im Bistum Limburg Anfang 1939. Auch die 1910 aus Spenden angeschaffte Vereinsfahne ging in dieser Zeit verloren. Nach wenigen Jahren begann die schlimme Zeit des Krieges, bei dem auch viele Mitglieder des Arbeitvereins ihr Leben lassen mussten. Ihrer soll im Gebet gedacht werden.


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Von 1947 bis 1975

Protokollbuch Ein neues Blatt der Vereinsgeschichte wurde am 26. Oktober 1947 dem Christkönigsfest aufgeschlagen. Die Neugründung nannte sich zunächst zwar Männerwerk, aber seit diesem Datum hatten sich von etwa 80 Erschienenen 27 zum Westdeutschen Verband der Arbeitervereine angemeldet. Jetzt fanden wieder regelmäßig Monatsversammlungen statt. Für die Männer wurde alljährlich am Palmsonntag ein Einkehrtag abgehalten und ebenso das Christkönigsfest als „großer Tag der Männer" begangen. Präses war Pfarrer Bruckner. In den Vorstand wurden gewählt: Willi Birkhölzer, Vorsitzender, Josef Mais, Schriftführer, Josef Rompel, Beisitzer, Johann Jung-Diefenbach, Beisitzer. Das Protokoll wurde vom Vorsitzenden gegengezeichnet. Nicht mehr der Präses leitete alles, sondern es gab einen gewählten Vorsitzenden.

In einer Vorstandssitzung am 4.1.1947 wurden verschiedene Beschlüsse gefasst, so sollte das Männerwerk offen für alle sein, es sollten Monatsversammlungen stattfinden, eine Adventsfeier wurde geplant, auch über die Gründung eines Pfarrausschusses für die katholischen Aktiven wurde gesprochen, man war damit der Zeit weit voraus. Die Ad-ventsbesinnung wurde am 30.11. mit Liedern, einer An-sprache des Pfarrers und einem Vortrag von diesem über die christliche Familie bereichert.

Die nächste Versammlung fand am 18.1.48 in der Gastwirtschaft Peter Röther statt. Es wurde ein Film gezeigt. In die herumgehende Liste trugen sich 81 Männer von 105 Anwesenden als Mitglieder ein. Kaplan Löhr hielt einen Vortrag über die Kirche im Osten. Im Osten gibt es 30 Millionen Katholiken und 70 Millionen Orthodoxe. Die Bevölkerung der Welt wurde mit 2,1 Milliarden angeben, davon etwa 400 Millionen römisch-katholisch. Die Gesamtzahl der Christen macht 36,4% aus. Es gilt den Christen im Osten gegen den Kommunismus den Rücken zu stärken. Dies wird zu einem wichtigen Thema der kommenden Zeit.

In der nächsten Vorstandssitzung am 28.2.1948 wurde beschlossen, die Feier des gemeinsamen Kommunionempfangs besser zu gestalten und im Sterbefall eines Mitgliedes eine hl. Messe für diesen lesen zu lassen. Am 11.04. hielt Domvikar Will einen vielbeachteten Vortrag über die Enzyklika Pius XI. (wohl Quadragesimo anno). Man beschloss, diesen Referenten öfter einzuladen.

Kreuz Bahnhofstr.Auf Bistumsebene war 1948 beschlossen worden, den Namen Männerwerk statt Arbeiterverein beizubehalten. Eine Wallfahrt der Männer im Bistum nach Marienthal soll stattfinden. Darüber berichtete der Vorsitzende. In der Sitzung vom 9.11. geht es um die neuen Richtlinien, die der Westdeutsche Verband katholischer Arbeiter- und Knappenvereine herausgegeben hat. Am 5.12. wird die Wahlmöglichkeit vorgeschlagen, Mitglied im Arbeiter-verein mit Bezug der Ketteler Wacht zweimal im Monat und 90 Pf. Beitrag oder Mitglied im Männerwerk mit der Monatszeitschrift Mann in der Zeit und 40 Pf. Monatsbei-trag zu werden. Es war immer ein Kernbestand der Mitglieder zugleich in der KAB, so daß hier die Kontinuität gewährleistet ist. Der Verein taucht auch immer in den Listen der KAB auf bis dahin, dass Willi Birkhölzer 1960 Mitglied des Diözesanvorstandes und Vorsitzender des Bezirksverbandes wurde. Der Verein nahm auch regelmäßig an den Delegiertenversammlungen teil. So war Birkhölzer auch bei einem Verbandsbandstag der KAB mit Blum, Vollmar, Schardt, Türk und Maibach 1959 in Essen. Dort wurde der für die Zukunft auch für Lindenholzhausen so wichtige Beschluss gefasst, ein Familienferienheim der KAB zu bauen (daraus wurde Günne).

 Einen Markstein setzten die Mitglieder mit der Pfarrgemeinde in der Errichtung eines Wegkreuzes in der Bahnhofstraße. Die Handwerker des Vereins hatten das Kreuz kostenlos erstellt. Die Einweihung fand unter großer Beteiligung der Männer am Christkönigsfest 1949 statt. Die Pflege der Anlage und des Wegkreuzes blieb Jahrzehnte Aufgabe der Mitglieder. 1949 war ein erfolgreiches Jahr. Es wurden 10 Veranstaltungen durchgeführt, darunter drei Kundgebungen mit 300-400 Besuchern.

Die Generalversammlung am 22. Juni 1950 wähle folgenden Vorstand:

Willi Birkhölzer 1. Vorsitzender
Werner Lowitz 2. Vorsitzender
Josef Mais 1. Schriftführer
Jakob Löw 2. Schriftführer
Alois Hering 1. Kassierer
Lorenz Trost 2. Kassierer


BirkhölzerDer Verein unterstützte das Georgswerk und den Glockenkauf.

In der nächsten Sitzung am 3.2.50 ging es mit Sekretär Schardt um das Mitbestimmungsrecht. Auf dem Bochumer Katholikentag sei dies Thema gewesen. Die Duisburger Kupferhütte habe die Mitbestimmung eingeführt, das habe zu erheblichen Lohnverbesserungen geführt. In der Sitzung vom 22.2. wurde beschlossen, daß der Verein sich an einer Haus zu Haus Sammlung für die Glocken aktiv beteiligt. In einem Vortrag am 11.3. kam es zu den zu allen Zeiten üblichen Aussagen über die Jugend, daß sie immer mehr verflache und keine Ehrfurcht mehr vor dem Alter, den Lehrern und den Geistlichen habe. Die Versammlungen fanden zumeist im Schwesternhaus statt. Am 8.6. mit Herrn Türk aus Wilsenroth zum Thema: „Kapital und Arbeit aus christlicher Sicht“. Bei der nächsten Versamm-lung am 2. Juli bei Gastwirt Röther sprach Kaplan Alexander Stein zur „Planwirtschaft“. Kaplan Stein sollte auf jeden Fall wiederkommen. Am 26.11. tat er dies dann als Domvikar und sprach zum Thema „Volkswirtschaft“. Am Freitag vor Christkönig sollte eine Prozession zum Kreuz stattfinden mit Männerpredigt dort, wenn es das Wetter erlaubte. Mit dem Mütterverein wurde für den 1.1.51 ein Pfarrfamilienabend geplant. Diese Feier im Saalbau Friedrich war sehr gelungen.

Pfarrer Bruckner Am 18.1.1951 sprach wieder Domvikar Stein über das Thema „Mitbestimmungsrecht“. In der nächsten Versammlung berichtete Pfarrer Bruckner über seine Amerikareise. In der Generalversammlung vom 6.3. wurde der Vorstand wiedergewählt. Dem Männerchor „Cäcilia“ sollte zum Stiftungsfest ein Geschenk im Wert von 50.00 DM gemacht werden. Es wurde beantragt, die Ruhebank von der Wendelinuskapelle zu entfernen, da die Jugend dort zuviel Unfug treibe. Der Pfarrer hielt zum Schluss einen Vortrag über „Die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel“. Es wurde eine Wallfahrt nach Bergen beschlossen. Ein Mitglied hatte einen vierwöchentlichen Erholungsurlaub in Bad Kissingen von einer öffentlichen Einrichtung zuerkannt ekommen. Am 30. September wurde nach langer Pause im Juni wieder eine Versammlung gehalten, der Pfarrer referierte zum Rosenkranz. Im Dezember war ein Theaterabend  „Lid-wina das Heldenmädchen“, die zwei Abende erbrachten DM 900 für den Glockenfond. 1952 referierten Pfarrer Rudolphi (28.1) über eine Romreise und Domvikar Stein (8.2.) über Ehe und Familienrecht (Gleichberechtigung von Mann und Frau).

Interessant ist das Vermögensverzeichnis: „Bank am Kreuz, neun Seiten Kulissen, ein Spruchband, ein Protokollbuch, ein Stempel, ein Liederbuch gemeinsam mit dem Mütterverein, ein Mitgliederbuch und einen Locher.“ In der Generalversammlung vom 9.3. schloss die Kasse laut Kassenbericht mit 712,78 Einnahmen, 629,48 Ausgaben und 83,30 Bestand ab. Neu gewählt wurden als 2. Kassierer Oswald Wagner und als Beisitzer Bernhard Rompel. Der übrige Vorstand wurde bestätigt. Es soll eine Wallfahrt auf den Blasiusberg durchgeführt werden, anstelle eines Einkehrtages an Palmsonntag. Dieser fand aber dann doch statt, mit Frühgottesdienst und gemeinsamer Kommunion, Vortrag (280 Beteiligte), um 12.30 war der zweite Vortrag des Pfarrers: „Der Mann im Zeichen der Zeit.“ Um 17.00 Uhr war die Schlussandacht mit Predigt. Am 18. Mai war die Wallfahrt der Männer- und Arbeitervereine aus dem Bezirk Limburg auf den Blasiusberg. Die Festpredigt hielt Prälat Schmitt von der KAB Deutschland. An der Wallfahrt nahmen 2.000 Männer, davon 43 aus Lindenholzhausen teil. Am 14.9. sprach Arbeitersekretär Schardt aus Frickhofen zum neuen Betriebsverfassungsgesetz. Die Beteilung an der Feier des Christkönigsfestes war sehr gut (350), geleitet wurde die Feier von Domvikar Stein. In der Schlussandacht predigte Diözesanjugendpfarrer Adlhoch. Am 9.11. hielt Josef Türk aus Wilsenroth einen Vortrag über die „Organisation des christlichen Werkvolkes“. Am 9. Dezember referierte Arbeitersekretär Schardt über „Die Wahl der Krankenkassen Ausschüsse“. In der Weihnachtsfeier wur-de ein Krippenspiel aufgeführt von Georg Ries eingeübt; begleitend sang der MGV Cäcilia. Die Pfarrgemeinde stiftete 200 DM für Preise zu einer Verlosung, deren Reinertrag für die Erneuerung der Krippe dienen sollte. Generalversammlung 1953 war am 5. Februar im Gasthaus Röther. Es referierte Arbeitsgerichtsrat Alois Leuninger in einem viel beachteten Vortrag über den „Arbeitsvertrag und das Arbeitsschutzgesetz“. Der Vorstand wurde wiedergewählt außer dem neu gewählten II. Schriftführer Hubert Friedrich. In der Versammlung im April sprach Domvikar Stein „Die Kirche und das soziale Leben“. Am 3. Mai zog eine große Prozession von Männern zum Kreuz am Bahnhof.

Zeitungsausschnitt Die Beteiligung war sehr groß. Mit dieser Prozession möchte man eine fromme Tradition schaffen. Unten stehend der Bericht von Pfarrer Bruckner. Am 23.8. berichtete der Pfarrer von Oberbrechen über seinen mehrmonatigen Aufenthalt bei Therese von Konnersreuth. Auch das Christkönigsfest wurde wieder gefeiert, 500 Männer nahmen daran teil. Eine Adventsfeier war am 13.12. im Saal Röther. Der Pfarrer interpretierte die Texte der adventlichen Lesungen.

Die Weihnachtsfeier am 3. Januar 1954 fand auch bei Röther im überfüllten Saal als Pfarrfamilienabend statt. Ausgefüllt wurde der Abend mit Theater, Vortrag und Verlosung. In der Generalversammlung vom 5.2. legte der Vorsitzende Birkhölzer einen ausführlichen Jahresbericht über 1953 vor. Es waren sieben Versammlungen und zwei Vorstandssitzungen. Einkehrtage und Wallfahrten waren sehr gut besucht. Der Kassenbericht schloss mit 834,39 DM Einahmen, 750,52 Ausgaben und 83,87 Bestand ab. Der Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Im März April und Mai sollten wieder Vorträge stattfinden. Der Verein veranstaltete eine Fastnachtsfeier für die katholische Jugend. Auf Anregung des Männerwerks gab es eine Sitzung der Ortsvereine bei Gastwirt Jung. Es waren da: MGV Harmonie, MGV Cäcilia, Feuerwehr, Kirchenchor, Lehrerschaft, Elternbeirat, Mütterverein, und der Bürgermeister. Es wurden die Veranstaltungen so geordnet, dass keine Doppeltermine eintreten sollten. Im September sollte erneut zu einer solchen Sitzung eingeladen werden. Im März ging es um Afrika, die Missionen und der Einfluss des Kommunismus. Es sprach Pater Fischer. Der Einkehrtag am 1.4. wurde geleitet von Pater Rieder aus Frankfurt. Über 300 Männer nahmen daran teil. Der Kreuzgang am 9. Mai sah eine Prozession von 500 Männern und Jungmännern. Weihbischof Kampe nahm daran teil. Zum Blasiusberg am 2. Mai waren 50 Männer beteiligt, einige mussten zurück bleiben, da der Bus überfüllt war. Am 26.9. sprach Pfarrer Adlhoch über den Katholikentag in Fulda. Die Christkönigsfeier war von über 500 Männern besucht, es predigte ein Franziskanerpater. Am 8.12. war die Schlussfeier des marianischen Jahres, aus diesem Anlass predigte Domvikar Stein, der anschließend auch bei Röther zum Thema „Beruf“ sprach.

1955 begann am 7. Januar mit einem Pfarrfamilienabend gestaltet vom Männerwerk, Mütterverein und kath. Jugend im Saale Friedrich statt. Ein Krippenspiel und ein Theaterspiel Rotkäppchen kamen zur Vorführung. Am 17.3. sprach Domvikar Stein über das „Manifest der Paulskirche“ (22 Besucher). Der Einkehrtag an Palmsonntag wurde auch von Domvikar Stein gehalten. Es ging um das Thema: „Hat es der Mann heute schwerer ein katholischer Christ zu sein?“  Etwa 300  Männer waren dabei. Der Kreuzgang fand am 7.5. statt, 400 Männer waren dabei, es predigte Studienrat Löhr. Er sprach über „Das Kreuz und sein Leid“. In der Versammlung am 15.5. hielt der Pfarrer einen Vortrag zum Thema: „Der Mann und die Frömmigkeit“. Am 9.10. kamen 33 Männer zu einem Vortrag von Pfarrer Bruckner zu Thema. „Bolschewismus, Kommunismus, Kapitalismus“. Der Vorsitzende bedauerte, dass so weinig Männer und Jungmänner Interesse an diesen Vorträgen hätten. Das Christkönigsfest hingegen war wieder ein voller Erfolg. 300 Männer gingen zur hl. Kommunion, 500 nahmen am Abschlussgottesdienst teil.

Das Jahr 1956 begann wieder mit einer Weihnachtsfeier am 1.1.56 bei Friedrich. Der Pfarrer hielt eine Ansprache, es wurden Theaterstücke aufgeführt und der Kirchenchor sang. Die Generalversammlung mit Jahresbericht fand am 15.1. bei Röther statt. Diesmal betrug der Kassenbestand DM 86,28. Der alte Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Einkehrtag und Kreuzgang werden besprochen. Der Katholikentag in Köln: Viele möchte hinfahren, so sollte die Kirchengemeinde gebeten, die Kirmes um acht Tage zu verschieben. Auch über die Beteiligung am 50-jährigen Jubiläum der Harmonie wurde gesprochen. Die Harmonie habe in einem Gespräch mit allen Vorständen den Verein gebeten, eine Ehrenpforte an der Kirche zu stellen, das wurde gut geheißen. Der Bezirksvorsitzende (KAB) Türk kam am 10.2. zu einem Vortrag zum neuen „Rentengesetz“. Domvikar Stein sprach am 11.3. über die „christliche Gesellschaftsordnung“. Die Veranstaltung begann wie üblich um 20.30 und endete um 23 Uhr. Den Einkehrtag am 25.3. hielt Herr Prof. Bacht S.J. aus St. Georgen Frankfurt über das Thema: „Der Christ in der Welt“. Am 15.4. sprach Herr Pfarrer über den „Materialismus“. Zum Kreuzgang am 6.5. mit einer Predigt von Kaplan Staudt kamen 350 Männer. Die Feier des Christkönigsfestes wurde schon zur Tradition. Pater Aßmann hielt die Schlusspredigt. 500 Männer gingen zur hl. Kommunion. Am 21.11. auch wieder bei Röther, bei dem Domvikar Stein über „Toleranz“ sprach. Die Mitglieder des Vereins spendeten DM 200 für die Ungarnhilfe an den Caritasverband.

1957 fand die Generalversammlung am 27. Januar bei Röther statt.. Zu Beginn sprach Studienrat Dr. Hartmann von der Katholischen Aktion zum Thema „Ist unsere Kirche tolerant?“ Dann begann die eigentliche Generalversammlung. Eingenommen wurden 721,63 DM, ausgeben 663,64 DM und Bestand war 57,99 DM. Am Christkönigsfest sollte das 10-jährige Jubiläum der Neugründung gefeiert werden. 23,15 Uhr schloss die Versammlung an der 84 Männer, Frauen und Jungmänner teilgenommen hatten. In diesen Jahren hatte eine Fülle Veranstaltungen mit sozialpolitischen Themen stattgefunden, der Referent war vor allem Domvikar Stein. Jetzt begannen die Vorträge von Kaplan Alois Staudt, dem Assistenten von Domvikar Stein. In einem differenzierten Vortag setzte sich Staudt am 7.4. für den Sonntag ein. Er warnte vor der geplanten gleitenden Arbeitswoche. Auch die deutschen Bischöfe hatten 1952 dagegen protestiert. Im Saalbau Friedrich wurde am 27.10. das zehnjährige Jubiläum gefeiert. Die Harmonie wirkte mit, Studienrat Kuch sprach über: „Christus König und der Mann in der heutigen Zeit“. Am Schluss standen Kurzfilme. Besonders wurde auch der Toten gedacht. In der Novemberversammlung sprach Kaplan Jamin aus Weilmünster zum Thema: „Gott und die Erde“ vor 95 Personen. Im Dezember fand bei Röther mit 50 Personen eine Adventsfeier statt.

Die Veranstaltungen im Jahr 1958 begannen im Februar wieder mit einem Vortrag von Kaplan Jamin zum Thema „Messopfer“, über das er 1 ½  Stunden sprach, trotzdem bedauerten die Teilnehmer als er aufhörte. Der Einkehrtag an Palmsonntag wurde von Kaplan Staudt gestaltet. 295 Männer und Jungmänner nahmen daran teil. Beim Kreuzgang im Mai predigte Pfarrer Bruckner vor 320 Männern und Jungmännern. Im August wurde die Wallfahrt nach Marienstatt durchgeführt verbunden mit einem Ausflug nach Siegburg, dem Geburtsort des Vorsitzenden Birkhölzer. Es nahmen daran 45 Personen teil. Bei drei Vorbereitungspredigten zum Christkönigsfest sprach Pfarrer Bruckner. Zum Abschluss predigte Kaplan Staudt. Im November sprach wieder Kaplan Jamin über die „Gefahr des Kommunismus“ in einem eigens für diesen Abend gestalteten Lichtbildervortrag.

In der Eröffnungsveranstaltung im Januar 1959 erfolgte eine allgemeine Aussprache über das kirchliche Leben innerhalb und außerhalb unseres Dorfes. Im März sprach Josef Türk über „den modernen katholischen Katechismus“ vor 40 Personen. Der Einkehrtag an Palmsonntag wurde von Kaplan Jamin fesselnd gestaltet mit dem Thema: „Wir brauchen betende Männer“. Im April sprach Herr Schardt über die „Krankenkassenreform“. Im Juni hielt Pfarrer Bruckner einen Vortrag über „Spanien - Land und Leute“. Beim Kreuzgang im Mai predigte Kaplan Jamin. Bei der Wallfahrt nach Marienthal im Juni sprach Dr. Krone von der CDU, aus Lindenholzhausen kamen 40 Teilnehmer. Im Oktober war bei Röther ein Vortrag von Kaplan Staudt mit dem Thema: „Moderner Unglauben“ vor 75 Personen. Damit schloss das Jahr 1959.

VorstandDer Pfarrfamilienabend 1960 bei Friedrich wurde mitgestaltet vom Kirchenchor, einem Spiel der Spielschar des Vereins zum Thema „Stille Nacht, heilige Nacht“. Die Verlosung erbrachte 650 DM für das Schwesternhaus. Im Vorstand wurde am 14.1. beraten: Es sei in Limburg ein Bezirkssekretariat gebildet worden, das für alle Männerwerke zuständig sei, dafür sollten 0,20 DM pro Mitglied nach Limburg abgeführt werden. Das soll bei der Generalversammlung besprochen werden. Die Generalversammlung war am 17.1. bei Röther. Zu Beginn sprach in seiner humorvollen Art Pfarrer Jamin zum Thema: „Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden“. Er erhielt viel Beifall. Bei der Wahl wurde folgender Vorstand gewählt:

Willi Birkhölzer 1. Vorsitzender
Werner Brötz 2. Vorsitzender
Johann Klingsporn 1. Schriftführer
osef Mais 2. Schriftführer
Oswald Wagner 1. Kassierer
Alois Hering 2. Kassierer
Bernhard Rompel Beisitzer 
Rudolf Preßler Beisitzer 


Eine Betragerhöhung um 0.20 DM wurde akzeptiert als Beitrag für das Bezirksbüro. Anwesend waren 85 Perso-en. Am 12.3 sprach nach der Fastenpredigt um 21 Uhr Domvikar Stein zum Thema „Gewissen, Gewissensbildung und Alltag“. Anwesend waren 30 Männer, 5 Jungmänner und 11 Frauen. Frauen tauchen jetzt öfters auf. Am Palmsonntag war wieder der Einkehrtag. Über 400 Männer gingen zur hl. Kommunion. Die Leitung des Einkehrtages hatte Kaplan Werner Bardenhewer, der neue Mitarbeiter von Domvikar Stein. Als er die 400 Männer im Saal Friedrich sah meinte er, dass es wohl kaum eine Gemeinde im Bistum gäbe in der eine solche Zahl käme. Sein Thema war: „Woher komme ich, wohin gehe ich?“ Inzwischen war Bischof Kempf eingetroffen, das war der Höhepunkt des Männerwerkes (Bild Zeitung  S 117). Er sagte, dass wir verantwortungsbewußte Christen brauchen. Der Kreuzgang am 5. Mai versammelte wieder 300 Männer. Die Predigt hielt Pater Mertens zum Thema: „...im Kreuz ist Heil“. Am 19. November nahm das Männerwerk am Diözesantag der KAB teil. Birkhölzer wurde in den Diözesanvorstand der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung gewählt. 

Bischof Kempf Bischof Kempf sprach zum Thema: „Wir brauchen Priester“. Am 14.5. feierte die Frankfurter Sozialschule, gegründet von dem Lindenholzhausener Domvikar Stein, ihr 10jähriges Jubiläum im Frankfurter Kolpinghaus; auch der Verein war durch eine Delegation vertreten. Der Höhepunkt des Tages war das Referat von Mario von Galli zum Thema: „Die Chancen des Christentums“. Der Bezirkstag der KAB fand in Elsoff statt. Vier Personen von Lindenholzhausen nahmen teil. Dort wurde Willi Birkhölzer zum Bezirksvorsitzenden gewählt. 40 Mitglieder nahmen an der Diözesanwallfahrt nach Marienthal teil. Insgesamt waren 5.000 Männer dort. Es zelebrierte der Bischof. Gebetet wurde auch an der KAB-Ketteler-Kapelle. Am 6. Juli wurde der Pfarrauschuß gebildet, Birkhölzer wurde 1. Vorsitzender und Klingsporn Schriftführer. Hier wird deutlich wie intensiv der Verein mit den Gremien der KAB und der Gemeinde vernetzt ist. Eine Versammlung fand am 9.10. im Gasthaus Friedrich statt. Der Pfarrer referierte zum Thema „die Wiedervereinigung der Christen im Glauben“. Die CAJ Lindenholzhausen beging am 9.10. ihre Bannerweihe. Zum Christkönigsfest sprach Pfarrer Schott über „Die Macht und die Herrlichkeit“. Über 300 gingen zum Tisch des Herrn.

Auch das Jahr 1961 begann mit einem Pfarrfamlienabend in einem mit frohen Menschen gefülltem Saal. Pfarrer Bruckner sprach über „Die Familie in der heutigen Zeit“. Das Weihnachtsspiel hatte das Thema: „Erfüllung am heiligen Abend“. Der Kirchenchor sang. Der Reingewinn der Verlosung betrug 277,25 DM. In der Vorstandssitzung wurde festgestellt, daß der Präses auf die Jugend nicht gut zu sprechen sei, es wurde gerätselt ob dies an der Jugend oder dem Präses liegen könne. In Sachen Kindergarten geht nichts weiter. Am Palmsonntag war der Einkehrtag, im letzten Augenblick sprang Pfarrer Staudt für den erkrankten Pfarrer ein. 270 Männer gingen zur Kommunion. Staudt sprach im Saal Friedrich zur Frage „Wozu bist Du auf Erden?“. Trotz des schlechten Wetters fand am 7.5. der Kreuzgang statt. 280 Männer und Jungmänner waren dabei, die Predigt hatte ein Pallottinerpater übernommen. Anschließend war man sich einig, dass der Pater die beste Predigt gehalten habe, die je bei einem Kreuzgang gehalten wurde. Aus der Gemeinde nahmen 45 Männer an der Männerwallfahrt nach Marienthal teil. Der erste Altentag in der Gemeinde fand am 24.9.1960 statt. Dieser Altentag wurde auf Antrag des Schriftführers (ein Mitglied des Vereins) eingeführt. In einer Versammlung am 15.10. sprach Bezirkssekretär Schardt über die „Krankenversicherung“. Das Christkönigsfest war mit 200 Männer bei der Kommunion und 300 Männern beim Abschluss schlechter besucht als sonstjahrs. Pater Kaiser von den Pallottinern hatte eine festliche Predigt gehalten über die Aufgabe der Christen bei der Weltheiligung und Weltvollendung. Am 19.11. sprach im Saal der Gastwirtschaft Simonis Oleg Krassowski, ein früherer Offizier der Roten Armee über seine Sicht einer Wiedervereinigung Deutschlands; die Probleme lägen in der Sowjetunion und seien ideologischer Natur.

Von 1962 wird nur über den Einkehrtag an Palmsonntag berichtet. Es sprach Studienrat Löhr über „Die Berufung des Christen und die Eucharistie“. Er lobte Lindenholzhausen für das große kirchliche Engagement. 300 Teilnehmer waren gekommen. Er betonte besonders das mit 8.000 DM erstaunliche Ergebnis der Spende der Gemeinde für die Not in der Welt.

1963 wird über zwei Veranstaltungen berichtet. Einmal über den Einkehrtag am 7.4., den Tag hielt Pater Gervasius aus Marienthal. Er sprach zu: „Was Gott ist – Was der Mensch ist – Was Christus bedeutet". Der Kreuzgang fand auch wieder statt. Der Pallottinerpater Haaf aus Limburg sprach zum „Kreuztragen im Leben“. Die Feierstunde endete mit einer Andacht in der Kirche.

Damit enden vorerst die Einträge für drei Jahre. Es wird dazu vermerkt, dass außer dem Einkehrtag, dem Kreuzgang und dem Christkönigsfest wegen Raummangels keine Veranstaltungen stattfanden. Das mag auch daran gelegen haben, dass damals der Vorsitzende Willi Birkhölzer bis 1973 zugleich Feuerwehrkommandant war. Eine für die Gemeinde äußerst wichtige Aufgabe mit vielen Belastungen und alle Aufgaben leistete er ohne eigenes Auto.

Zur Generalversammlung am 25.2.67 erschienen nur 15 Männer und 6 Frauen, diese waren auch mit eingeladen worden. Die Vorstandswahl wurde wegen der geringen Teilnahme verschoben. 1966 fanden folgende Versammlungen statt. Staudt: „Das Leben eines Berufschullehrers“; Türk: „Aufklärung über die Einheitswertformulare“; Hörle: „Luther zwischen Reform und Reformation“.

Pfarrer Staudt Am Einkehrtag mit Pfarrer Staudt am Palmsonntag 1968 nahmen 350 Personen teil. Er sprach über die Auferstehungsberichte. Im 2. Vortrag sprach er über die „Stellung der Kirche zur Geburtenregelung“. Abtreibung sei verboten, in der Wahl der empfängnisverhütenden Mittel seien die Eheleute nach Gewissensprüfung frei. Eine Auffassung, die nicht von allen Theologen geteilt wird. In einer Vorstandssitzung vom 29. Mai wurde das weitere Jahresprogramm geplant.

Bezirksversammlung Die Bezirksversammlung fand am 29.9. in Lindenholzhausen statt. Es sang der Männerchor Cäcilia. Auf dem Bezirkstag sprach Dr. Wallmann zum Thema: „Das Vereinte Europa ist Gegenkraft“. Bürgermeister Persch, DGB Kreisvorsitzender Krekel  und Landrat Wolf waren erschienen. Bezirkssekretär Hermann Wagner betonte das Wachstum der KAB im Bezirk auf 800 Mitglieder, in der Bildungsarbeit sei die KAB führend.

In den kommenden Jahren fanden in der Regel die religiösen Feiern statt und einige Vorträge. Sowohl die Mitgliederzahl als auch die Aktivitäten schrumpften. Das Ende der sechziger Jahre war geprägt von einem tiefen gesellschaftlichen Umbruch, der auch vor der Kirche und ihren Verbänden nicht Halt machte. Das spürte man auch in Lindenholzhausen.

Bezirksekretär der KAB Jakob Tries Am 14.1.1975 lud der Bezirksekretär der KAB Jakob Tries im Auftrag des Vorsitzenden um 20.00 Uhr in das Pfarrhaus ein. Es sollte über die Aufgabenstellung der KAB gesprochen und überlegt werden, wie die Arbeit der KAB in Lindenholzhausen wieder intensiviert werden könne.

Nach dem Eintritt von Pfarrer Geistlicher Rat Clemens Bruckner in den Ruhehestand wurde 1970 Pfarrer Willi Siegmund neuer Präses.

Am 26.7.1975 verstarb der langjährige verdiente Vorsitzende der KAB Lindenholzhausen Willi Birkhölzer. Er hatte gemeinsam mit Pfarrer Bruckner nach 1945 die KAB aus den Trümmern der Verfolgung und des Krieges wieder aufgebaut und bis in die 60er Jahre hinein zu großer Blüte geführt. Das Kreuz in der Bahnhofstrasse ist eine Erinnerung an ihn.  

Bernhard Wagner wurde 1975 zuerst kommissarischer und dann gewählter Vorsitzender.


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Von 1975 bis 2006

In einer Werbeaktion 1977 konnten dann 12 neue Mitglieder gewonnen werden. Dies führte zu einer Erhöhung des Mitgliederstandes auf 46. Dadurch wurde das Vereinsleben wieder aktiviert. Eine Einladung zur Mitgliederversammlung, die ausdrücklich an die Mitglieder der KAB und Frauen und Männer ging, wurde für den 2. 2. im ehemaligen Schwesternhaus anberaumt. Am 11.3. fand mit Hermann Wagner ein Vortrag zum Thema „Kirche und Arbeiterschaft I. Teil“ statt. Es kamen 22 Mitglieder. Zum 2. Teil am 20.5. kamen 12 Mitglieder. Am 20.4 hielt Hermann Wagner einen Diavortrag zu Bischof Ketteler. Am 22. Juli sprach Josef Simrock zum Thema „Wie mache ich ein Testament?“ Die Jahreshauptversammlung fand am 13.10. statt. Vor allem sollte die KAB-Satzung beschlossen werden. Auch eine Sammlung für das Weltnotwerk war vorgesehen. Die Einladung gemeinsam mit der CAJ zum Thema „Jugendarbeitslosigkeit“ am 17.11. fand im ehe-maligen Bürgermeisteramt statt, sie war unterschrieben mit „Bernhard Wagner – Vorsitzender der KAB“.

Das Jahr 1978 wurde in der Schule eröffnet mit einem Vortrag des Bezirkspräses Dieter Klug über „Die Geschichte des Bistums Limburg“. Am 17. März war ein Vortag über „Elternrecht – Kinderrecht“ mit Diözesanpräses Alois Staudt. Am 19. Mai sprach S. Köhler aus Frankfurt über „Die Gesellschaftssysteme der Bundesrepublik und der DDR“ Diese Veranstaltungen waren zumeist wieder im Schwesternhaus. Die Jahres-hauptversammlung fand am 18. April statt. Dort sollten die weiteren Aktivitäten geplant werden. Hubert Friedrich gab den inhaltlichen Rechenschaftsbericht, Margarethe Wagner den Kassenbericht. Die Neuwahl ergab folgendes Ergebnis:

Bernhard Wagner 1. Vorsitzender
Hubert Friedrich 2. Vorsitzender
Ingeborg Dernbach Schriftführerin
Margarethe Wagner Kassiererin
Hilde Diegmann Beisitzerin
Helga Otto Beisitzerin


Jakob Tries referierte über neue Initiativen der KAB, wie bessere Vermögensverteilung, Bildungsurlaub und der Arbeitnehmer als Unternehmensmitglied, möglich seien. Kaplan Albert Seelbach referiert am 4. Juli zum Thema „die Türkei heute“ mit Dias. Am 26.9. zeigte Pfarrer Klug Bilder über Israel. Im Oktober sprach Dr. Bretschneider über „Jugendkriminalität“. Am 15.12. war die Adventsfeier.

Das Jahr 1979 begann mit einem Vortrag am 2.1. über die „Arbeitswelt in Südafrika“ gestaltet von der örtlichen CAJ. Am 16.1. ging es um das Thema „Ausbildungsplätze“. Am 1. Mai war in der Pfarrkirche ein Gottesdienst für die Lebenden und Verstorbenen der KAB. Am 15.5 sprach der Bezirksvorsitzende Hermann Wagner über die „zukünftige Rechtsform der Betriebe“. Am 6.7. fand ein Grillabend für Familien am Pfarrzentrum statt. Dies ist jetzt der neue Veranstaltungsort der KAB. Am 16.10 sprach Jakob Tries über „Rente für Mütter“. So auch bei der Adventsfeier am 18.12.

Für 1980 wurde wieder ein Programm herausgegeben. Am 21.2. sprach Paul Hellenbart über den „Mut zur Familie“. Josef Rohe referierte am 20.3. „über Erziehung heute“. Die Jahreshauptversammlung war am 19. Juni. Der bisherige Vorstand wurde bestätigt, als Kassenprüfer wurden bestimmt: Georg Heun und Gerhard Hilfrich. Der vorgesehene Grillabend wurde auf den 23.8. verlegt. Am 16.10. sprach der Pfarrer zum Thema „Christsein am Arbeitsplatz“. Franz Josef Herkert referierte am 20. November zu „Wirtschaft – Unternehmen – im Mittelpunkt steht der Mensch“. Die Adventsfeier fand am 18.12. statt. Das Jahr brachte interessante sozialpolitische Themen.

Das Jahresprogramm 1981 hatte wieder viele interessante Veranstaltungen. Die KAB nahm am Seminar der Pfarrei über Energiefragen teil. Am 12.2. referierte über das Thema „Betriebsratswahlen“ Heribert Zingel. Josef Herkert sprach am 19.3. über „Streik und Aussperrung“. Zum Diözesantag stellte der Verein den Antrag, mehr für Werbung von jugendlichen Mitgliedern zu tun, da die Vereine am Überaltern seien. Am 21.5. ging es über „Nachbarschaftsrecht“. Eine Diaserie zur „sozialen Frage“ war für den 11. Juni geplant. Nach einer hl. Messe für die Lebenden und Verstorbenen des Vereins fand ein Grillabend statt, an dem über 20 Personen teilnahmen. Das Thema von Pfarrer Siegmud am 17.9 war „Frieden durch Abrüstung“. Am 15.10. referierte die Polizei zu „Wie verhalte ich mich bei einem Unfall“. Das Jahr schloss mit der Adventsfeier am 17.11. Für die kommende Zeit wurde über eine Werbeaktion gesprochen.

Die Themen von 1982 waren: „Ist die Sozialversicherung noch finanzierbar?“, „Durch die Arbeit und ihre Umgebung das Evangelium neu lernen“, „Die neue Enzyklika - Laborem exercens“, „Ein Reisebericht über Ägypten“, „Die Vogelwelt unserer Heimat“. Dazu kamen der Grillabend und die Adventsfeier am 16. Dezember. Manche Themen könnten auch heute noch so stattfinden. Am 1. Mai war in einer großen Festfeier die Weihe des neuen Banners, das alte war in den Wirren des Dritten Reiches verloren gegangen. Die Messe feierte Diö-zesanpräses Alois Staudt, Bannerträger waren Georg Heun, Stefan Friedrich und Franz Zeidler. Die Kollekte erbrachte 119,20 DM die an das Weltnotwerk der KAB gingen. Im Pfarrbrief war zu lesen: „Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Lindenholzhausen.“

„Wir ersehen aus der Gottesdienstordnung, daß die Pfarrgruppe Lindenholzhausen der KAB am 1. Mai 1982, dem Ehrentag des hl. Joseph des Arbeiters, ihrem neuen Banner die kirchliche Weihe erteilen läßt. Mit diesen neuen KAB-Banner reiht sich unsere Gruppe in die große Zahl der west- und süddeutschen KAB-Vereine ein. Unsere Arbeit im kirchlich-sozialen Bereich erhält dadurch bei den verschiedensten öffentlichen Zusammenkünften ein Symbol, das sowohl Verpflichtung als auch Betonung unserer großen Aufgaben bedeutet.

Bannerweihe Wir wünschen, dass aus unserer Pfarrgemeinde eine große Zahl von Freunden an der Bannerweihe durch Diözesanpräses Bezirksdekan Alois Staudt teilnimmt und laden darüber hinaus herzlichst zum anschließenden Frühschoppen im Pfarrsaal ein.“ Das Banner soll auch bei Trauergottesdiensten von KAB-Mitgliedern mitgeführt werden. Gleichzeitig wurde das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Durch die Einführung der Familienmitgliedschaft im Jahr 1982  wurden die Ehegatten zu gleichberechtigten Mitgliedern und die Gewinnung von jungen Familien setzten neue Akzente für die Vereinsarbeit.

KAB-Altar an Fronleichnam 1983 wurde referiert zu den Themen: „Sozialversicherung“, „Fragen die sich aus dem Glauben und dem kirchlichen Leben ergeben“, „Menschsein – bewußt leben - anders arbeiten“, „Bericht vom Westdeutschen Verbandstag“, „Vermögensbildung in Arbeiterhand“, „Arbeit und Verteilung und Arbeit für alle durch eine neue Solidarität“. Am 13. 4. ist Kegeln angesagt. Am 1.5. war die Messe für die Lebenden und Verstorbenen der KAB und am 19.8. war Grillabend mit der KAB Eschhofen. Neu ist der Hinweis, dass das Richten eines Altares bei Fronleichnam übernommen, sowie die Lesung und Fürbitten vorbereitet und verteilt wurden. Die Mitgliederversammlung fand am 10.11. mit Berichten und Wahl des Vorstandes statt.

Gewählt wurden:

Bernhard Wagner 1. Vorsitzender
Hubert Friedrich 2. Vorsitzender
Ingeborg Dernbach Schriftführerin
Margarethe Wagner Kassiererin
Hilde Diegmann Beisitzerin
Helga Otto Beisitzerin
Paul Weidenbusch Kassenprüfer 
Gerhard Hilfrich Kassenprüfer 
Präses ist wie bisher Pfarrer Siegmund.


Die Adventsfeier war am 8.12. unter dem Thema: „Was erwarte ich vom Leben in der Zukunft“. 1983 sind nach Meldung von dem Vorsitzenden fünf KAB-Mitglieder im Pfarrgemeinderat vertreten (Gerhard Hilfrich, Paul Fachinger, Franz Zeidler, Marianne Weidenbusch und Josef Klieber).

Für 1984 wird eine Jubliäumswallfahrt nach Mainz am 24.6. zum 90. Jubiläum der KAB Westdeutschlands stattfinden. Am 12.1. wurden Dias von Josef Wagner aus den 30er Jahren gezeigt. Die KAB Lindenholzhausen will mit Eschhofen und Niederbrechen gemeinsam dorthin fahren. An Themen wurden besprochen: "Neue Wege in der Tarifpolitik", "Das Böse", “KAB – was sie ist und was sie will", "Die Frau in Familie, Beruf und Gesellschaft". Die Jahreshauptversammlung fand am 13.12 mit anschließender Adventsfeier statt.

Nach einem Vortragsabend am 10.1.1985 feierte die KAB am 14. Februar Fasching mit Witz, Humor und Büttenrede. Viele kamen in ihrem Traumkostüm. Am 11. 4. war ein Spieleabend und am 10.10 der Grillabend. Über folgende Themen wurde gesprochen: "Neue Technologien - Gefährdungen und Chancen", "Von Adam bis zum Turmbau zu Babel, der Mensch im Kampf gegen Gott", "Humanes Sterben" und "Änderungen in der Rentenversicherung". Es wurde der Film „Donauprinzessin“ gezeigt. Die Gestaltung des Fronleichnam-Altares fand wieder statt.

1986 brachte wieder viele interessante Themen. Es ging um „Eherecht und Zugang zu den Sakramenten bei Scheidung“, „Wald als Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze“, „Glaube und Kirche“, und „Alkohol: Konsumgut oder Droge“. Die Sozialwahlen wurden angesprochen. Fronleichnam mit Altargestaltung, Gottesdienst am 1.5. für die Lebenden und Verstobenen und Grillabend gehörten dazu. Die Adventsfeier wurde mit einer Diaserie über 25 Jahre Weltnotwerk bereichert. Der Versammlungsabend wurde auf den 2. Donnerstag im Monat festgelegt.

 Verabschiedung BilrkhölzerBei der Jahreshauptversammlung am 9. Januar erfolgte ein Wechsel im Vorsitz, Alfred Rompel wird gewählt, da der bisherige Vorsitzende aus Altersgründen nicht mehr kandidierte. Dem Vorstand gehören weiterhin noch an: Hubert Friedrich 2. Vorsitzender, Margarethe Wagner Kassiererin, Ingeborg Dernbach Schriftführerin, Beisitzer Manfred Bellessem und Stefan Friedrich. Die Vertrauensleute Hilde Diegmann, Bernhard Wagner und Liesel Heun gehören in Zukunft als Beisitzer zum Vorstand. 

Alfred RompelDie ehemaligen Mitglieder der CAJ sollen für die KAB geworben werden. Bernhard Wagner hat den damals formal als Männerwerk firmierenden Verein in einer Umbruchsphase übernommen, ihn auch formal in einen KAB-Verein umbenannt, obwohl er das inhaltlich und von vielen Mitgliedern her (Birkhölzer nahm in der KAB überörtliche Leitungsaufgaben wahr) immer schon war. Wagner stabilisierte den Verein und führte ihn in eine neue Epoche, in der ein Verband deutlicher seine Stimme in der Gesellschaft erheben konnte. Vor allem führte er familienorientierte Maßnahmen wie Radtouren, Grillen, Spielabende und Wanderungen, vor allem in den Ferien, und gab damit dem Verein ein famlienorientiertes Gesicht, weg von der reinen Männerwelt. Präses Siegmund und Stellvertreter Friedrich würdigten die über zehn Jahre Tätigkeit des scheidenden Vorsitzenden und sprachen ihm für seinen Einsatz herzlichen Dank aus. An den Bezirks- und Diözesantagen ist die KAB durch die Delegierte vertreten. Mitglieder des Vereines nehmen auch an Veranstaltungen des Verbandes wie Wallfahrten, Jubiläen und Bildungskursen teil. Am 8.3. wurde Bernhard Wagner 75 Jahre alt. Mitglieder des Vorstandes gratulierten ihm persönlich. Der Vorsitzende Alfred Rompel überreichte ihm die Urkunde zur Ernennung zum Ehrenvorsitzenden. Er war seit 1947 Mitglied der KAB. Den Anstoß dazu gab sein Vater, der schon in den 20-er Jahren dazu gehört hatte. Zuvor war er schon zum Ehrenvorsitzenden des Kirchenchores als dessen Mitbegründer ernannt worden. Außerdem war er Beigeordneter der Gemeinde und in vielen anderen Vereinen aktiv. 38 Mal war er in Rom. Er sagte: „Ich kenne Rom besser als Frankfurt“.

DRK Kurs1987 begann das Jahr mit einem Familienbildungswochenende in Günne vom 2.-4.1. Damit begann eine neue Tradition. Heute ist dies ein Bildungsurlaub über eine ganze Woche. Über diesen Weg kamen in den folgenden Jahren viele neue Mitglieder dazu. 11 Familien und insgesamt 44 Personen mit 12 Kindern nahmen daran teil. Die Jahreshauptversammlung war am 8.1. Der Kassenbestand betrug 1.900,00 DM. Im kommenden Jahr sollten verstärkt die Interessen der jungen Familien berücksichtigt werden. Die Feier des 80jährigen Jubiläums wird am 15.3. stattfinden. Als Schwerpunkte der Arbeit wurden mit dem Wort „Bildung und Geselligkeit“ festgelegt, die sich mit Arbeitnehmerfragen beschäftigen, Mitgliederwerbung, internationale Solidarität, Entwicklungshilfe Weltnotwerk, Zusammenarbeit mit der CAJ, Pfarrgruppen und politischen Verbänden und Öffentlichkeitsarbeit. Für den Präses wurde ein Geschenk zum silbernen Jubiläum am 8.2. vorbereitet. Der diesmal sehr umfassende Terminplan 1987 spiegelt diesen Ansatz wider. Es ging u.a. über Mitbestimmung, Betriebsratswahlen, Umwelt, Eigentumssicherung und Rentenrecht. Am 13.8. referierte Dr. Ernst Leuninger zum Thema: „Sonntag muss Sonntag bleiben“. Daneben gab es die bisherigen Veranstaltungen wie Fastnacht, Fronleich-nam, Grillabend und Advent. Zu den Veranstaltungen in den Ferien – wie die Radtour z.B. – sollten auch Kinder eingeladen werden. Das Jubiläum am 15.3.1987 wurde mit einem Festgottesdienst begangen, hinzu kamen Berichte aus dem „Leben der KAB“, ein  Festvortrag von Grohmann und der gemütliche Abschluss, weiterhin ein eigenes Kinderprogramm. Erstmals wurde eine Mai-wanderung mit 40 Personen durchgeführt. Neu war  zum ersten Mal ein Bericht über die Gestaltung der Frühschicht am 8.12. Die Zeitungen brachten viele Berichte über die Aktivitäten der KAB. Der Verein betrieb eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, was auch zum steten Wachstum beitrug. Inzwischen waren es 70 Mitglieder.

Auch 1988 begann mit einer Maßnahme – einer Familienbildungsfreizeit – in Günne mit 74 teilnehmenden Personen. Über die Einladung zur Fastnacht als Ehrengast freute sich Leberecht und buchstabierte KAB wie folgt: „K (kein Geld), A (aber), B (Bärendurst)“. Unter den Themen ist besonders zu beachten: „Die Frau und ihre Stellung in Familie Kirche und Gesellschaft“ mit der Referentin Lucia Schneider-Adams von Köln. In der Jahreshauptver-sammlung am 14.1. wurde der bisherige Vorstand wiedergewählt, außer Stefan Friedrich der nicht mehr kandidierte. Bernhard Wager, Hilde Diegmann und Hubert Friedrich wurden Beisitzer. Eine Waldwanderung mit einem Förster und ein Tanzkurs wurden angeregt. Am 19.4. referierte Ernst Leuninger über „Die neue Sozialenzyklika – die soziale Sorge der Kirche“.   Am 5. 4. ging die KAB ins Linterer Schwimmbad baden, auch Kinder waren willkommen. Ein Namensschild für die Fahne wurde bestellt. Auch die Frühschicht am 13.12. wurde wieder mit gestaltet, wie auch in den vergangenen Jahren bis heute.

Bildstock Auch das Jahr 1989 begann mit einer Familienbildungsfreizeit mit 62 teilnehmenden Personen in Günne. An Palmsonntag war wieder ein Einkehrtag für die Männer vorgesehen. Der Bildstockgang am 3.5. hatte die Stationen Pfarrkirche; Wegkreuz Fassbender, Kapellchen am Sauerborn, Kapellchen an Rottkays Weg, Wegkreuz am Bahnhof (vor Pest, Hunger und Krieg bewahre uns o Herr) und endete mit einem gemütlichen Zusammensein im Jugendraum. Die Radtour am 31.7. ging durch das Wiesental bis zur Aumühle und zurück. "Muss Gesundheit teuer sein?", „Arbeitsrecht“, „Heimatgeschichte“, „Israel“, „Natur und Umwelt“ sowie  „Asylrecht“ waren die inhaltlichen Themen, dicht an den Problemen der Zeit. Die Jahreshauptversammlung brachte interessante Ergebnisse, so z.B. dass 1988 für die Unterschriftenaktion für den Erhalt  des Sonntags in der Gemeinde 600 Unterschriften gesammelt wurden. Vorträge fanden statt über "Arbeitsrecht", "Heimatgeschichte", "Kirche von heute auch Kirche von morgen?", „Familienpolitik“, „Krankenversicherungsreform“, „Israel“, „Natur und Umwelt“ Familienbildungsfreizeit vom 8.-12.1.1990 in Günnesowie zum „Asylrecht“. Das war wieder ein reichhaltiges Programm. Neben den üblichen Feiern und Veranstaltungen fand auch eine Aktion „Nistkästenbau“ statt. Zum Bezirkstag stellte die KAB u.a. den Antrag, die Landesregierung aufzufordern, das Kindergartengesetz möglichst bald zu verabschieden. Die KAB will an der Neuzugezogenpastoral der Pfarrei mitarbeiten. Die KAB beteiligte sich an einer Aktion des Landrates über Dämmebau in Indien mit 50,00 DM. Frühschicht und Adventsfeier fanden im Dezember statt. Hinzu kommt noch die intensive Teilnahme an Veranstaltungen außerhalb des Ortes. Zwischenzeitlich hat der Verein mehr als 100  Mitglieder.

 Die Familienbildungsfreizeit vom 8.-12.1.1990 in Günne wird zur ständigen Einrichtung, das Thema war „Weitergabe des Glaubens“. Ein Gedicht für die Fastnacht beschreibt die Tage, vor allem aber alles, was eingepackt werden muss. Es waren 35 Erwachsene und 42 Kinder dabei.


„Da muss man packe, ihr glaubt es kaum
Bikini und T-Shirt sind nur ein Traum
Pullis, Hose, dicke Socke,
zu zweit muss man auf’m Koffer hocke
warme Wäsche, Schal und Mütze
der Papa tut beim Schleppe schwitze
noch en Koffer, noch en Tasch
Beutel, Tüte,  Sauerbornflasch
Handschuh, Stiefel und en Muff
als herbei und immer druff
Rucksack, Pupp und Teddybär
Himmel hilf, es wird als mehr
20 Paar Schuh warns ungeloge
mer meint fast wir wärn umgezoge
für siewe Leut packe, das schafft Verdruß
doch nit umsonst ham mir en Bus.“ (Friederike Toepfer)
 

WanderungDie Themen des Jahres waren vor allem: „Steuerreform“, „Heimatgeschichte“, „KAB aktuell“, „Natur und Umwelt“ im Film „Dschungelburger“. In der Jahreshauptversammlung am 17.1. wurde der engere Vorstand mit dem Vorsitzenden Alfred Rompel bestätigt. Einige Ämter wurden ergänzt oder gewechselt, so ist neu Peter Licht Beisitzer, der Mitgliederbestand wurde mit 110 angeben. Während die Kirche insgesamt Mitglieder und Gottesdienstbesucher verliert, wächst der Verein. Das ist auch anderenorts so, das spricht für Verbände. Zu einem Familiennachmittag soll Leuninger eingeladen werden. Es müssen noch mehr jüngere Familien gewonnen werden. Die Maiwanderung ging nach Villmar. Hinzu kam jetzt auch die Frühschicht in der Fastenzeit, die am 27.3. von der KAB gestaltet wurde. Die Abendwanderung kam neu dazu am 12.7. nach Ennerich, Lindenmühle und durch Wiesental zurück. Am Ende der Sommerferien wurde ein Familienfest gefeiert.

An der Familienbildungsfreizeit in Günne 1991 nahmen 84 Personen teil, davon 48 Kinder und Jugendliche. Auch bei der groß angelegten Sonderaktion der Pfarrei mit den Chören der Gemeinde als Hilfe für Menschen in der Sowjetunion beteiligte sich die KAB. Themen waren: „Die päpstlichen Sozialenzykliken“, 100 Jahre „Rerum novarum“, „Gewerkschaften“, „Konzilstexte“, „KAB aktuell“, „finanzielle Absicherung bei Pflege im Alter“ und „Sucht und Drogen“. In der Jahreshauptversammlung am 14.2. wurde darauf hingewiesen, dass bei der Adventsfeier 320 DM für das Weltnotwerk eingingen. Ein Mitglied aus dem Verein ist Mitglied im BG Gesundheit/Wohlfahrt und ein anderes Mitglied Richter am Sozialgericht in Wiesbaden. Von den 12 PGR-Mitgliedern gehören 8 der KAB an. Zu der Wallfahrt zur Liebfrauenheide bei Offenbach am 1.8., dort wo Bischof Ketteler in seiner berühmten Rede 1869 die Lösung der Arbeiterfrage forderte, fuhr die KAB mit Nachbarvereinen in einem Bus. Es sprach Bundes-arbeitsminister Norbert Blüm. Der Landesverband hatte eingeladen.

1992 lädt die KAB auch zur Fernsehreihe „Alles Alltag“ mit 12 Abenden ein, die in der Pfarrei durchgeführt wurde. Die Hauptversammlung am 12.3. bestätigte im Wesentlichen den Vorstand. Durch Ausscheiden mussten 2 Beisitzerstellen neue besetzt werden, es wurden gewählt: Kathleen Maximini und Annerose Bellessem. Es wurden u.a. folgende Themen besprochen: „500 Jahre Eroberung Lateinamerika“, „Demokratisierung der Kirche“, „Kirchensteuer ein Ärgernis“, „Bildstockgang“, „Frühschichten“, „Grillabend“, „Radtour“, „Abendwanderung“ und „Adventsfeier“ fanden auch in diesem Jahr statt. Auch noch weitere Maßnahmen wurden durchgeführt.

Referenten bei der Bildungsfreizeit mit 68 teilgenommenen Personen in Günne im Januar 1993 waren u.a. Schwamborn, Leuninger, Mantel, Gehrke zu Themen wie z.B. „Lateinamerika“ und „Arbeiten mit der Bibel“. Am 13.2.wurde ein Film über Südamerika und Bischof Romero gezeigt. Das Jahr hatte wieder ein intensives Programm. In der Hauptversammlung am 11.3. wurde festgestellt, dass sich die Mitgliederzahl auf 129 erhöht habe. Für den erkrankten Bernhard Wagner springt Werner Maximini als Vertrauensmann ein. Am 27.3. starb Bernhard Wagner. Die Mitglieder trauern um ihn, der von 1975 -1986 1. Vorsitzender war. Er veranlasste Hausbesuche, die neue Mitglieder brachten. Er wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Bis zum Januar diesen 1993 hat er als Vertrauensmann gewirkt. Es sprachen unter anderem bei Ver-sammlungen Arbeitsgerichtsdirektor Beck über „Arbeitsrecht“, Pater Holzbach zur „Partnerschaft Limburg-Kamerun“ und Franz Gölzenleuchter über „Synagogen und jüdische Friedhöfe im Kreis Limburg Weilburg“. In all den Jahren wurde wieder eine intensive Öffentlichkeitsarbeit betrieben.

Das Jahr 1994 mit seinem üblichen reichen Programm sei hier einmal in einer Statistik dargestellt, wie sie im Jahresbericht am 9.3. vorgelegt wurde. Mitgliederstand über 132. Es gab 4 Vorstandssitzungen, 2 Bezirksauschusssitzungen und weitere Sitzungen auf Diözesan- und Verbandsebene. Margarete Wagner gab den Kassenbericht. Die Einnahmen beliefen sich auf 13.857,25 DM, die Ausgaben auf 11.668,97 DM, ein Überschuß ergab 2.189,28 DM.; Darin war ein Betrag von 1.694,--DM als Zuschuss des Diözesanverbandes für die Bildungsarbeit enthalten. Zu 15 runden Geburtstagen wurde gratuliert und auf Wunsch Krankenbesuche durchgeführt. Auch den Kommunionkindern der Mitglieder wurde gratuliert. 9 von 12 Mitglieder im PGR gehören zur KAB, die Vorsitzende Erika Fachinger auch; im Verwaltungsrat sind von 7 Mitgliedern  5 KAB-Mitglieder. 23 der Mitglieder sind über 60. Im Sozialbereich ist Georg Löw in der ACA und in der Vertreterversammlung der BG. Alfred Rompel ist Sozialrichter beim Sozialgericht Wiesbaden. Die Pressearbeit verantwortet Georg Löw. Schwerpunkte der Arbeit waren: Kirchlich/religiöse Veranstaltungen 4, Arbeitnehmerfragen 5 und für die KAB-Bewegung 7.

Versammlung 1995 fand erstmalig eine Ölbergnacht von Gründonnerstag auf Karfreitag statt. Ein Auszug aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung möge die Aktivitäten dieses Jahres verdeutlichen. TOP 3: Bericht des Vorsitzenden: Alfred gab den Jahresbericht über die Geschehnisse des ver-gangenen Jahres (Bildungsveranstaltungen, besondere Ereignisse und Aktivitäten innerhalb der KAB, Altersstruktur). Die Mitgliederentwicklung sei erfreulich: 10 Zugänge = 140 Mitglieder gesamt. Er erwähnte das von der Gewerkschaft ins Leben gerufene "Bündnis für Arbeit" und das "Bündnis für mehr Ausbildungsplätze". Beim Bezirkstag in Langendernbach war neben den Regularien eine öffentliche Veranstaltung zum Thema "Das gemeinsame Wort der Deutschen Bischofskonferenz und der EKD zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in der Bundesrepublik Deutschland - aus der Sicht der KAB“. Hier wurden auch zwei Presseerklärungen verabschiedet zum Thema "Ausbildungsfinanzierung durch Umlage" und "Steuerliche Behandlung von Vorsorgeaufwendungen".“ Es wurde neu Helga Blatt als stellvertretende Vorsitzende gewählt. Das jüngste Mitglied Matthias Rompel ist 24, das älteste Margarethe Rompel 94. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Margareta Rompel, Gertrud Wagner und Margarete Wagner geehrt, sie führten die Mitgliedschaft ihrer Männer fort.

Mathilde Rompel 1996 wurden wieder viele Veranstaltungen durchgeführt, selbstverständlich auch die Bildungsfreizeit in Günne. Schwerpunkte der Arbeit waren erneut „religiöse Fragen“, „Arbeitnehmerfragen und Fragen der Bewegung“. Mathilde Rompel (Bild rechts) wurde am 1. Juli erste Beauftragte für Frauenförderung im Bistum Limburg, aber auch der anderen deutschen Bistümer. Zu den Aktivitäten der KAB gehörte auch ein Bäumchenstellen für die Geburt von Laura. Der Leiter der Polizeidirektion Limburg sprach am 11.7. über die drastisch angestiegene „Jugendkriminalität“ und den „wachsenden Drogenkonsum“. An der Gemeinderneuerung vom 10.-24.11. war die KAB auch beteiligt. Für das Weltnotwerk konnten bei der Adventsbesinnung 700,00 DM gesammelt werden, das ist im Bistum ein Spitzenergebnis.

Eindrucksvoll war auch das Referat von Caritaspfarrer Wolf am 13.2.1997 über die Begleitung von Schwer-kranken und Sterbenden in der Familie. Die Feier des 90jährigen Jubiläums der KAB Lindenholzhausen fand im Zusammenhang mit dem Bezirkstag statt. Um 9.30 war ein Festgottesdienst mit der Predigt von Dekan Siegmund, um 10.45 Uhr eine Festveranstaltung im Pfarrsaal mit Franz Schapfl der zum Thema „Ist die Arbeitsgesellschaft mit ihrem Latein am Ende?“ sprach. Alfred Rompel konnte viele Festgäste begrüßen und darauf verweisen, dass der Verein inzwischen 145 Mitglieder hat. Die KAB wolle „Kirche in der Welt der Arbeit sein und Stimme der Arbeitnehmer in der Kirche“. Sie setzte sich auch besonders für die Ausbildung von Lehrlingen und der Schaffung von genügend Ausbildungsplätzen ein. Bürger-meister Richard setzte sich als Gast dafür ein, dass die Stadt mehr ausbilde.

1998 fanden z.B. Versammlungen zum Thema „Geschichte der Walldürnwallfahrt“, „Esoterik, New Age, Okkultes – die neuen Weltanschauungen“. „Die Gesundheitsreform und ihre Auswirkungen“, „Die natürlichen und künstlichen elektromagnetischen Wellen – ihr Einfluss auf Menschen, Tier und Natur“, „Abschied von der D-Mark“, „Vollmacht, Betreuung, Patientenverfügung“, „Mit Vorsorgeregelungen die Zukunft selbst gestalten“. Zu den Betriebsratswahlen wird festgestellt: „Mit 51 Betriebsräten, 112 Personalräten und 2 Mitarbeitervertretern habe die KAB in der Diözese Limburg eine hohe Verantwortung in einer immer problematischer werdenden Arbeitswelt übernommen.“ Die KAB hat am Ende des Jahres 148 Mitglieder.

Schäfer Am 30.3.1999 wurde zu den Sozialwahlen im Pfarrsaal St. Jakobus eine Informationsveranstaltung durchgeführt. Am 10.6. fand eine festliche Weinprobe mit Ernst Leuninger unter dem Thema statt: „Harte Arbeit verlangt der Wein“. Zur Kölner Kette im Zusammenhang mit dem Erlassjahr 2000 wurde eingeladen. Die Mitglieder Marianne und Paul Weidenbusch feierten am 29.8. Goldene Hochzeit. Beide sind intensiv in das Vereinsleben von Lindenholzhausen eingebunden. Der neue Diözesanpräses Ernst Leuninger möchte mit allen KAB-Vereinsvorständen ein Gespräch führen. Auf die Fragen des Präses antwortet die KAB in einem ausführlichen Schreiben, in dem sie die Aktivitäten der KAB darlegt. Die KAB hat inzwischen 157 Mitglieder, seit 14 Jahren führt sie in Folge Familienbildungsfreizeiten mit großer Resonanz durch; aufgrund der Mitarbeit in der CDA, der Aktion Guter Hirte – Schafe für Bosnien und das Weltnotwerk nimmt sie auch gesellschaftliche Aufgaben wahr. Großes Interesse fand der Vortrag über „Hildegard von Bingen – eine Frau in einer Männergesellschaft“. Die Spende für das Weltnotwerk beim Adventstreffen erbrachte wieder 750,00 DM. Der Verbandssekretär dankte dafür in einem eigenen Schreiben. Der Mitgliederbestand lag am Ende des Jahres bei 152.

Margarethe Rompel 100. Geburtstag Im Jahre 2000 war wieder eine Familienbildungsfreizeit in Günne. Alfred Rompel gratulierte am 24.9.2000 dem Mitglied Margarethe Rompel zum 100. Geburtstag. Bei der Jahreshauptversammlung am 9. 3 . wurde der Vorstand überwiegend wiedergewählt, neu als Kassenprüfer Albert Becker und als Beisitzer Günter Birkhölzer. Themen waren u.a.: „Für soziale Gerechtigkeit aus christlicher Verantwortung“, „Südafrika nach der Apartheid – Wandel und Kontinuität“ (Matthias Rompel), „aus dem Alltag eines Entwicklungshelfers“ (für das Aussätzigen Hilfswerk) in Brasilien und „Die 10 Gebote – Angebote der Freiheit“. Bei der Adventsfeier kamen 556,00 DM zusammen, im Vorjahr konnten mit anderen Spenden insgesamt 1.100 DM überwiesen werden. Dies ist ein überdurchschnittliches Ergebnis. Der Mitgliederbestand lag am Ende des Jahres bei 165, er ist also stetig steigend. Es ist sehr erfreulich dass bei den Bezirks- und Diözesantagen die KAB regelmäßig durch die Delegierten vertreten ist. Am Di-özesantag wurden Ingeborg Dernbach, Hubert Friedrich, Alfred Rompel und Margarete Wagner mit dem Alexander-Stein-Ehrenbrief ausgezeichnet. Auch an Veranstaltungen des Verbandes wie Wallfahrten, Jubiläen, Bildungskursen von Bezirk und Diözese nehmen immer eine ganze Anzahl Mitglieder teil. Ingeborg Dernbach wurde nach 34 Jahren Tätigkeit im Sekretariat der KAB in Limburg am 28.8. in den Ruhestand verabschiedet.

KAB Vorstand 2000 Im Jahresprogramm 2001 sind aufgeführt: Ein „Vortrag über Demenzkranke“, eine Diareihe mit Herbert Franke über „Florida und die Nationalparks“. Karlheinz Does hat im November einen theologischen Vortrag gehalten. Am Mittwoch, 7. Februar 2001, 19.30 Uhr wurde nach Lim-burg ins Kolpinghaus eingeladen. Thema: „Armutsrisiko Familie in Deutschland.“ Das Einführungsreferat hielt Hartmut Fritz, Caritasdirektor in Frankfurt. Dazu kamen die vielen Veranstaltungen wie Familienbildungswoche, Ölbergnacht, 1. Mai, Bildstockgang, Advent - um nur einige zu nennen. Die Hauptversammlung war am 8.3. Die Delegierten für den Bezirkstag in Oberselters wurden gewählt.

Bei der Jahreshauptversammlung 2002 wird Peter Licht stellvertretender Vorsitzender. Der übrige Vorstand wird bestätigt. Der Mitgliederstand liegt bei 172. Die Satzung wurde der neuen Diözesangesamtsatzung angepasst. Auch in diesem Jahr fand das Kernprogramm wie immer statt. Es fanden neun thematische Monatsversammlungen statt. Themen waren unter anderen „Die Zukunft der Kirche“ (Leuninger), „Wie die Deutschen Christen wurden“ (Does), Informationsabend über „AIDS in Namibia“ (Matthias Rompel), „Fundamentalismus im Christentum und im Islam“ (Pfr. Fritz Huth). Außerdem der 3. und 4. Teil der Katholischen Soziallehre im Wilhelm-Kempf-Haus. Für 25 Jahre Mitgliedschaft werden am 14.3. geehrt: Erika und Paul Fachinger, Margarete und Heribert Friedrich, Liesel und Georg Heun, Roswitha und Georg Hilfrich, Hildegunde und Josef Klieber, Gertrud und Georg Löw, Georg Löw, Mathilde Wagner, Roswitha und Josef Will, Angela und Franz Zeidler. 2002 erfolgt eine vom Verband angeordnete Beitragserhöhung. Dem Weltnotwerk konnten 1.200 DM überwiesen werden. Im Rahmen des Ferienprogramms lud die KAB zu einer Abendwanderung am Donnerstag, dem 8. August 2002 ein, Ziel war der ICE-Bahnhof Limburg-Süd.

In Günne wurde im Januar 2003 über das Thema: „Wenn die Eltern schwieriger werden“, „Was passiert in der Pu-bertät?“ In der Vorstandsitzung vom 27.1. wird über das Programm ausgeführt: „Wie die Deutschen Christen wurden“ (Does),  „Welche Aufgaben hat ein Schiedsmann“ (Licht), „Lindenholzhausen im Zeitraffer“ (Jung), „Mit dem Wanderschuh und der Leica durch das gesamte Riesengebirge“ (Franke), „Selterswasser in aller Welt“ (Zabel) Am 13.8. feierte der Vorsitzende Alfred Rompel seinen 60. Geburtstag. Die Feier fand in Cäciliaheim statt, viele Gäste waren erschienen, auch die KAB ehrte ihren erfolgreichen Vorsitzenden. Am 5.11. wurde der 70. Geburtstag von Ernst Leuninger unter intensiver Mithilfe der KAB im Pfarrzentrum gefeiert. Bei der Adventsfeier wurden für das Weltnotwerk 247.00 € gespendet. Am Ende des Jahres hatte der Verein 182 Mitglieder. Leuninger verspricht zum 185 Mitglied eine Weinprobe. Marianne Weidenbusch wurde für 25jährige Mitgliedschaft geehrt.

Jahreshauptversammlung 2004 Die Jahreshauptversammlung der KAB fand am Donnerstag, 4.3.2004, um 19.30 Uhr im Pfarrzentrum (Pfarrsaal) statt. Auf der Tagesordnung standen Berichte aus der Arbeit der KAB, Aussprache, die Ehrung von Mitgliedern, Neuwahlen, sowie Vorhaben 2004 und Anregungen der Mitglieder. Anschließend war gemütliches Beisammensein mit Heringsessen. Hilde und Werner Diegmann werden geehrt für 25 Jahre Mitgliedschaft. Bürgermeister Richard überreicht im Auftrag des Ministerpräsidenten den Landesehrenbrief an Alfred Rompel. Marianne Rompel erhält einen Blumenstrauß. Der Diözesanpräses Leuninger gratuliert mit dem Hinweis, dass die KAB Linden-holzhausen inzwischen der größte KAB-Verein im Bezirk Limburg sei. Er überreicht das Buch „100 Jahre KAB im Bistum Limburg“, auch im Hinblick auf das Jubiläum hier 2007. Der Vorstand wird wiedergewählt, neu ist der Kassenprüfer Josef Will. Es fand ein umfangreiches inhaltliches und Begegnungsprogramm statt. Eigens erwähnt wurde: „Wir können nicht schweigen - Katholische Arbeiter im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ (Leuninger/Zingel).

Bischof Dr. Franz Kamphaus 100 Jahre alt wurde der Diözesanverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung im Bistum Limburg. Aus diesem Anlass fand am 14. März 2004 in Limburg ein Festtag der KAB statt. Über 600 Menschen hörten um 10.15 Uhr im Festgottesdienst im Limburger Dom die eindrucksvolle Predigt von Bischof Dr. Franz Kamphaus. Ausgehend von dem Schrifttext der Gottesbegegnung des Moses am Berg Horeb wies er darauf hin, dass Gott den Menschen beim Namen ruft. Er bestätigt ihn in seiner Person. Er sendet aber Moses sofort zu seinem leidenden Volk. Das „Ich“ ist ohne das „Wir“ aber nicht zu verstehen. Das „Ich“ ist keine „Ich-AG“, das „Ich“ ist auf das „Wir“ bezogen, genauso wie das „Wir“ auf das „Ich“ bezogen ist. Anschließend war in der Stadthalle eine Präsentation zur Geschichte des Diözesanverbandes. Viele KAB-Mitglieder aus Lindenholzhausen nahmen daran teil.

Jahreshauptversammlung 2005 Die Jahreshauptversammlung fand am 10. 3. 2005 statt. Die Famlienbildungsfreizeit war in Günne gemeinsam mit Niederbrechen vom 5.1.-9.1.2005. Es ging um die „Katholische Soziallehre und die sozialen Sicherungssysteme“. Auf folgende Veranstaltungen wurde hingewiesen: Seminar vom 11.-13.2.2005 in Wiesbaden-Naurod - Thema: „Die Umwelt in der Globalisierungsfalle“. Bildungsfreizeit für Senioren vom 28.2.-4.3.2005 in Günne mit dem Thema: “Körperlich und geistig fit bleiben im Alter”. Besinnungstag für den Bezirksverband Limburg am 19.3.2005 im Priesterseminar Limburg zum Thema: “Was bedeutet uns Ostern” mit Domkapitular Norbert Lixenfeld. Familienseminar: „Alle Knospen springen auf - Familien bereiten sich auf Ostern vor“ vom 21.-24.3.2005 in Günne. Bildungs- und Begegnungsfahrt: “Die andere Adria - von Ravenna nach Loreto: Kunst, Geschichte, Natur, Menschen“ - in der Zeit vom 22.-28. Mai 2005. Am 14.5. fand eine Weinprobe mit Ernst Leuninger statt.  Folgende Versammlungen wurden u.a. durchgeführt: „Schöpfung in der Heiligen Schrift“ (Does), „Fit und gesund im Alter durch richtige Ernährung“ (Dünnebacke). 2004 ging Präses Willi Siegmund in den Ruhestand. Pfarrer Siegmund wurde am 10.3.2005 nach fast 35-jähriger Tätigkeit zum Ehrenpräses der KAB-Lindenholzhausen ernannt. Gemeindereferent Bernhard Harjung wurde am gleichen Tag zum Geistlichen Begleiter der KAB-Lindenholzshausen bestellt.

2006: Die KAB Lindenholzhausen konnte in den letzten Jahren ihre Mitgliederzahlen kontinuierlich erhöhen und zählt Anfang 2006 203 Mitglieder, zu denen auch evan-gelische Christen gehören. Sie ist fester Bestandteil der katholischen Kirchengemeinde Lindenholzhausen. Innerhalb der jeweiligen Jahresprogramme nehmen religiöse Themen (Frühschichten in der Advent- und Fastenzeit, Ölbergwache am Gründonnerstag, Bildstockgang am 15. August) sowie besonders „Fragen der Arbeits- und Sozialpolitik“ einen breiten Raum ein. Themen wie „Arbeitsrecht für Arbeitnehmer“, „Veränderungen in der Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung“, „Anerkennung von Rentenversicherungszeiten für Kindererziehung und Pflegebedürftige“, „Neueinführung der Riester-Rente“, „Sozialwahlen“ usw. gehören zum festen Bestand. Auch für das Jahr 2007 wurde schon intensiv geplant.

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Die KAB im Jubiläumsjahr 2007

Die Jahreshauptversammlung am 8. März 2007 hatte mit fast 60 Mitgliedern einen ausgezeichneten Besuch. Es fanden 2006 drei Vorstandssitzungen statt. Der Mitgliederbestand beträgt 205. Am 17.2. wurde Gertrud Wagner 90 Jahre alt. Der Bau der Ketteler-Kapelle und die Feier des 100-jährigen Jubiläums am 23. September sind herausragende Ereignisse. Für letzteres ist das Festheft in Vorbereitung und eine Zeitreise in Planung. Ehrungen für lange Mitgliedschaft wurden ausgesprochen: 25 Jahre Stefan Friedrich, Inge Friedrich, Rita Mach und für 60 Jahre Gertrud Wagner.

VatikanbriefPapst Benedikt


Vorstand seit der Wahl am 10.3.07

1. Vorsitzender Alfred Rompel
Stellvertreter Peter Licht
Ehrenpräses Pf. i.R. Willi Siegmund
Geistlicher Begleiter Bernhard Harjung
Mitglied im Bezirksvorstand Peter Licht
1. Kassiererin Elisabeth Löw
2. Kassiererin Margarete Wagner
1. Schriftführerin Marianne Birkhölzer
2. Schriftführerin Ingeborg Dernbach
Beisitzer Günter Birkhölzer
Beisitzer Marlis Mais
Beisitzer Fritzi Toepfer
Beisitzer Rosemarie Wassum
Beisitzer Roswitha Will
Vertrauensperson Hilde Diegmann
Vertrauensperson  Hubert Friedrich
Vertrauensperson   Herbert Knoche
Vertrauensperson   Josef Löw
Vertrauensperson   Marlis Mais
Delegierter Günter Birkhölzer
Delegierte  Marianne Birkhölzer
Delegierte  Liesel Heun
Delegierter Peter Licht
Delegierte  Elisabeth Löw
Delegierter Josef Löw
Delegierte   Marlis Mais
Delegierter Willi Mais
Delegierte Rosemarie Wassum
Ersatz-Delegierter Klaus Fachinger
Ersatz-Delegierter Georg Heun
Ersatz-Delegierter Manfred Scherer
Ersatz-Delegierter Bernd Wassum
Kassenprüferin Constanze Schmitt
Kassenprüfer Klaus Fachinger



KAB-Mitglieder mit überörtlichem Auftrag:

Alfred Rompel,
ehrenamtlicher Richter beim Sozialgericht Wiesbaden
BfA-Versichertenberater/Versichertenältester der Deutschen Rentenversicherung

Georg Löw,
Mitglied im Vorstand, Bau- und Bußgeldausschuss,
Schriftführer (alternierend) im Vorstand der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege,
Mitglied im Rentenausschuss der Bezirksverwaltung Mainz

Peter Licht, Mitglied im Bezirk- und Diözesanvorstand der KAB


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Vorsitzende

1907 - 1935 Jakob Wagner
1947 - 1975 Willi Birkhölzer
1975 - 1986 Bernhard Wagner
1986 - Alfred Rompel


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Präsides

1904 - 1907 Pfarrer Josef Mono
1907 - 1921 Pfarrer Emil Schmidt
1921 - 1946 Pfarrer Johannes Schermuly
1946 - 1970 Pfarrer Clemens Bruckner
1970 - 2005 Pfarrer Willi Siegmund
2005 - Bernhard Harjung, Geistlicher Begleiter
 

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Die KAB Lindenholzhausen im Netzwerk Gemeinde

Die KAB ist fest verankert im Netzwerk der Pfarrei. Das wird deutlich an der Beteiligung bei den Gottesdiensten aber auch an besonderer Mitwirkung durch - zum Beispiel Kommunionhelfer und -helferinnen und Lektorinnen und Lektoren. An vielen Veranstaltungen der Pfarrei wie die Fronleichnamsprozession oder die Ölbergnacht ist sie aktiv beteiligt, aber auch an den verschiedensten Aktionen, wie besondere Bildungsveranstaltungen und den Frühschichten.

Ihr Engagement in den Gremien der Pfarrei ist beispielhaft, von 10 Pfarrgemeinderatsmitgliedern gehören zur Zeit 8 und von 6 Verwaltungsratsmitgliedern 5 der KAB an. Ein ähnliches Engagement besteht auch in den verschiedenen Ausschüssen. Besonders setzt die KAB sich für familienorientierte Arbeit ein. Im Kirchenchor ist die KAB ebenfalls vertreten.

Diese Vernetzung geht auch in die zivile Gemeinde weiter, so im Ortsbeirat. Bei einem Sängerdorf wie Lindenholzhausen mit etwa 500 aktiven Sängerinnen und Sängern ist es selbstverständlich, dass daran auch KAB-Mitglieder beteiligt sind und umgekehrt. Aktiv sind KAB-Mitglieder z.B. auch in der Feuerwehr. Was von der Vernetzung der KAB in der Pfarrei gilt und in die zivile Gemeinde und ihre Gruppen hineinragt, ebenso wie umgekehrt, das gilt auch von diesen Gruppen untereinander.

Bei allen Konflikten, die es immer wieder einmal gibt, ist KAB, Pfarrei, evangelische Christen, die ja auch in  der KAB vertreten sind und Andersgläubige sowie die zivile Gemeinde mit all ihren Gruppierungen auf dem Weg zu einer versöhnten Vielfalt. Die Einwohner von Lindenholzhausen gehören nicht zu einer gesichtslosen Masse oder zu einem Heer von Individualisten, sondern durch das Mitwirken am Netzwerk Gemeinde bekommen sie ein Gesicht in diesem und werden zu anerkannten Personen.

Das gilt ganz besonders auch von der KAB, dazu will sie ihren Beitrag leisten.

 

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Persönlichkeiten im Umfeld der KAB Lindenholzhausen

Bischof Dr. Antonius Hilfrich

Bischof Dr. Antonius Hilfrich Antonius Hilfrich wurde am 3. Oktober 1873 als fünftes von zwölf Kindern in Lindenholzhausen geboren. Der Vater war Landwirt. Antonius Hilfrich studierte am Germanikum in Rom. Am 28. Oktober 1898 wurde er zum Priester geweiht. Von 1927 – 1930 war er Stadtpfarrer von St. Bonifatius in Wiesbaden. Am 31. März wurde er zum Titularbischof von Sebastopol geweiht und Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge des erkrankten Bischofs Augustinus Kilian. Schon am 30. Oktober starb Bischof Augustinus und Antonius wurde Bischof von Limburg. Sein Pontifikat stand im Schatten des Nationalsozialismus.

Ein großer Erfolg für ihn war das 700-jährige Domjubiläum von Limburg 1935. An den verschiedenen Veranstaltungen nahmen gelegentlich gleichzeitig bis zu 10.000 Menschen teil. Die SD berichtete von einer Rede des Bischofs in der er ausführte: „Wir können uns nur einer heiligen Person weihen, einer heiligen Sache, die über uns steht.“ Das war deutliche Kritik. Der Gestapobericht musste feststellen, „dass der kirchliche Widerstand bisher unterschätzt worden sei“. So kam es denn zu nächtlichen Demonstrationen vor dem Bischofshaus mit wüsten Beschimpfungen und Drohungen gegen den Bischof.

Bischof Antonius wandte sich 1941 in einem Protestschreiben an den Reichsjustizminister gegen das "himmelschreiende Unrecht" der Euthanasie-Aktion; in der Heil- und Pflegeanstalt Hadamar wurden 1941 mehr als 10.000 Kranke aus hessischen und außerhessischen Anstalten durch Gas ermordet. In verhängten Bussen, deren Abgase in das Innere geleitet wurde, wurden viele Menschen getötet. Auf Grund der Proteste wurde diese Euthanasie-Aktion Ende August 1941 offiziell eingestellt, in Hadamar wurde aber das Töten mit Tabletten und Spritzen fortgesetzt.

Nach dem Krieg ermutigte Bischof Antonius zur Wiedergründung der KAB-Vereine. In einem Bericht zur seelsorglichen Lage im Bistum Limburg 1946 heißt es: „Die Wiederbelebung der durch die Gestapo aufgelösten „Kath. Arbeitervereine" ist in die Wege geleitet. Mit dem 1. November sind in Frankfurt-M., Wiesbaden, Limburg Arbeitersekretariate eingerichtet worden mit hauptamtlich angestellten Sekretären, durch die die kathol. Arbeiterbewegung gefördert wird. Ein Diözesanpräses leitet dieselbe". Gemäß dem Erlass des Hochwürdigsten Herrn Bischofs (Amtsblatt 7/1946/Nr.92), sollten die Arbeitervereine ihre religiös-soziale Tätigkeit wieder aufnehmen. In diesem Erlass steht: „In seinem Antwortschreiben auf die Huldigungsadresse der vorjährigen Bischofskonferenz wünscht der Heilige Vater die Wiederbelebung der katholischen Vereine, soweit sie sich als segensreich bewiesen, und erwähnte dabei namentlich die Verbände der katholischen Arbeiter.

Diese Vereine rechnet der Heilige Vater zu den segensreichen Einrichtungen, „von denen es angemessen sein wird, sie in der gleichen Weise aufleben zu lassen, wie sie schon bestanden.“

Bischof Antonius starb ganz überraschend am 5. Februar 1947. Die Belastungen durch den Nationalsozialismus hatten ihn geschwächt.


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Prälat Alexander Stein

Prälat Alexander Stein Alexander Stein wurde am 3.1.1911 in Frankfurt-Nied geboren und wuchs in Lindenholzhausen und Niederbrechen bei Limburg auf. Sein Abitur machte er 1932 in Limburg. Nach angefangenem Philologiestudium begann er mit dem Studium der Theologie in St. Georgen Frankfurt/M. 1937 wurde er in Limburg von seinem Verwandten Bischof Antonius zum Priester geweiht. Bis zum 31. Mai 1939 war er Kaplan in Holler bei Montabaur. Der dortige Pfarrer Kexel brauchte eine Hilfe, die er in dem einsatzfreudigen Kaplan Stein fand. Aber eine schwere Erkrankung zwang Alexander Stein, vom 1. Juni bis 30. Juni 1940 seinen Dienst zu unterbrechen. Vom 1. Juli 1940 bis zum 17.  August 1946 war er Seelsorger am Krankenhaus in Geisenheim/Rheingau und Kaplan in der dortigen Pfarrei. Seine Krankheit zwang ihn nach Davos in die Schweiz zu gehen um dort Genesung zu finden.

So war er vom 18. August 1946 bis zum 31. Mai 1948 erneut krankheitshalber nicht im Dienst. Alexander Stein wurde, von der Schweiz heimgekommen, operiert. Von 1948-1950 lebte er im Priesterseminar Limburg. 1949 organisierte er den ersten sozialkundlichen Lehrgang. 1950 gründete er die Frankfurter Sozialschule. Die Kurse fanden zuerst im Haus der Volksarbeit in Frankfurt, dann im Haus St. Michael in Königshofen statt. Er arbeitete sehr eng mit dem Jesuitenprofessor und Sozialethiker Oswald von Nell-Breuning zusammen. Er setzte sich auch für die Landwirte ein.

Bischof Dr. Wilhelm Kempf ernannte Alexander Stein am 1. November 1950 zum Domvikar. So konnte Alexander Stein zu diesem Termin in das Haus Domplatz 7 einziehen. Der Domplatz war bis zu seinem Auszug 1973 Wohnung, Büro und Treffpunkt ungezählter Menschen.

Seine Arbeit wurde anerkannt. Pius XII. ernannte ihn am 12. Juni 1957 zum Monsignore. Dieser Ehrentitel („Ehrenkaplan seiner Heiligkeit") wurde von Johannes XXIII. am 14. Januar 1959 wie auch von Paul Vl. am 7. September 1963 erneuert. Papst Paul Vl. ernannte ihn schließlich auf Antrag des Bischofs am 8. November 1965 zum Päpstlichen Hausprälaten.

Er gründete das Sozialreferat im Seelsorgeamt Limburg. Lange war er Diözesanpräses der KAB, des KKV und Diözesanmännerseelsorger. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst des Bistums war er für einige Jahre Männerseelsorger für Deutschland in Fulda. Kardinal Joseph Höffner und sein Bischof Dr. Kempf entsprachen dieser Bitte und dankten diesem Priester sehr. Bischof Wilhelm schrieb am 13. Dezember 1979: „Du hast es verstanden, die Verantwortung der Kirche bei der Gestaltung unseres sozialen und gesellschaftlichen Lebens bewusst zu machen und die Grundsätze der kirchlichen Soziallehre in die Pastoral unseres Bistums und Bildungsarbeit umzusetzen, damit die Gruppen und Gruppierungen unserer Gesellschaft es lernen, einander zu respektieren und für das Gemeinwohl zu wirken.“

Er starb am 6.7.1980 und wurde in Lindenholzhausen beerdigt.

Seine Lehren „... dass nämlich jeder dem Staate gegenüber das Recht hat, in Ehren sein persönliches Eigenleben zu führen ....“ Dieser Satz Pius' XII. in seiner Weihnachtsansprache vom 24. Dezember 1944 zieht sich wie ein roter Faden durch die Reden, Predigten und Referate Alexander Steins (nach Alois Staudt).


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Heinz Eberlein

Heinz Eberlein Wer war Heinz Eberlein? Heinz Eberlein lebte von 1961 in der Wohngemeinschaft der CAJ in Eschhofen und danach in Frankfurt. Er war der Schwager von Heinz Overbeck, dem langjährigen Diözesansekretär der CAJ im Bistum Limburg. In seiner freien Zeit arbeitet er für die CAJ. 1959 trat er bei den Kleinen Brüdern Jesu in Frank-reich ein. Nach Ablegung seiner Profess ging er in den Kongo, zu den Pygmäen, „den Ärmsten der Armen", wie er Pater Grezinger schrieb.

Im Februar 1963 ging er ins Noviziat in Farlete (Nordspanien). Nach einem halben Jahr wurde das Noviziat nach Olières in Südostfrankreich verlegt. Eberlein sollte in der Bruderschaft Etabe im Kongo einen Mitbruder ablösen. Im Herbst 1966 sollte er wieder zum Studium nach Europa zurück kommen. Er akzeptierte dies gerne. An seine Eltern schrieb er: „Ich bin glücklich, dorthin gehen zu dürfen. Das war mein sehnlichster Wunsch schon lange. Macht Euch nur keine Sorgen". Am 10.2.1964 legte er seine ersten Gelübde ab - „um Jesu und des Evangeliums willen, aus Liebe zu Gott und meinen am meisten verlassenen Brüdern", wie es im Gelübdetext heißt.

An Pfarrer Alois Staudt schrieb er: „Ich gehe in Vertretung des Arbeiterstandes auf Jesus zu, um ihm die Nöte, die Leiden und Freuden aufzuopfern.“

Sein letzter Brief nach Hause ist vom 26.7.1964: „Morgen darf ich nach Mambasa gehen, um Impfstoff zu holen. Da kann ich gleich nach der Post sehen (...). Macht Euch keine Sorgen, es geht uns gut und wir sind sehr glücklich hier." In dem später gefundenen Tagebuch steht am gleichen Tag ein Gebet an Christus: „Du hast mich nach Afrika gerufen, um dein Zeuge zu sein.“ Der letzte Eintrag ist vom 25.10.1964: „Christus, unser König, mach unser Herz und die Welt bereit für Dein Reich. Laß uns durch die Freuden und Leiden, die wir antreffen, durchsehen, Dich sehen, damit Deine Liebe überall aufgebaut wird. Du bist durch das Kreuz zur Auferstehung gelangt. Du läßt uns durch die Teilnahme am Kreuztragen Seelen in den Himmel ziehen. Gib, daß wir stets mit Dir sagen: Vater, Dein Wille geschehe.“

Die Brüder waren als Missionare und Helfer zu den Pygmäen gekommen. Sie waren keine Kolonialherren und hatten keine materiellen Interessen. Sie waren ihren Nachbarn freundschaftlich verbunden. Sie starben am 26. November 1964 als Europäer durch die Hand von fremden Rebellen, die die Verhältnisse nicht kannten. Der Tod der Brüder mag manchen so sinnlos erscheinen wie der Tod Charles de Foucaulds bei einem Raubüberfall ortsfremder Senoussi in Tamanrasset am 1.12.1916. Es ist doch, wie bei ihm, Hingabe des Lebens im Dienst des Glaubens und der Liebe zu den Geringsten: Zeugnis für die Hingabe Jesu zu unserem Heil.

Wenige Tage später hielten Pfarrer Staudt und Pater Gre-zinger in Eschhofen einen Gedenkgottesdienst für Heinz Eberlein, zu dem wir aus der Diözese natürlich auch CAJler erwarteten. Zu diesem Gottesdienst für ihn, kamen Hunderte. Er ist in das Buch der Martyrer eingetra-gen, an die im Jubiläumsjahr 2000 Papst Johannes Paul II. am Collosseum in Rom besonders dachte. Er ist auf-genommen in das Martyrologium der Deutschen Bischofkonferenz.

Heinz Eberlein stammte aus Wingendorf bei Betzdorf an der Sieg (Bistum Trier). Nach seiner Schulzeit wurde er zuerst Waldarbeiter und dann auch Hilfsarbeiter im Walzwerk Friedrichshütte in Wehbach. In seiner Freizeit gründete er in seiner Heimat 1956 mit einigen Freunden die Christliche Arbeiter-Jugend (CAJ) und leitete sie auch. 1959 zog er in eine Wohngemeinschaft der CAJ nach Eschhofen bei Limburg: Sein Geld verdiente er beim Neubau der Autobahnbrücke Limburg. Im November 1959 fiel seine Entscheidung, Ordensbruder zu werden. Anfang 1962 trat er ins Postulat der Kleinen Brüder in St. Remy ein. Am Christkönigsonntag 1962 vollzog er dort seine Weihe an Christus. Am 10.2.1964 legte er seine ersten Gelübde ab - „um Jesu und des Evangeliums willen, aus Liebe zu Gott und meinen am meisten verlassenen Brüdern", wie es im Gelübdetext heißt. Dabei nahm er den Namen „Heinz vom Kreuz" an.


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Zukunft der KAB in Limburg-Lindenholzhausen

In einigen Thesen sollen Schwerpunke der Arbeit der KAB St. Jakobus Limburg-Lindenholzhausen für den Beginn ihres Bestehens im 2. Jahrhundert aufgezeigt werden. Diese Thesen beanspruchen nicht umfassend zu sein, sie müssen nach den jeweiligen Herausforderungen fortgeschrieben werden, aber auch einen Zusammenhang mit der Tradition der örtlichen KAB haben. Sie sind Diskussionsmaterial für die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung. Die KAB wird dann zukunftsfähig sein, wenn sie die Zeichen der Zeit erkennt und sie als Herausforderung für ihre Arbeit annimmt. Um diese anzunehmen braucht es auch genügend Mitglieder, Werbung ist also intensiv angesagt.

Die Menschen brauchen die KAB

Der Verein soll ein Ort gelungener menschlicher Erfahrungen sein. Hier sollen die Mitglieder zu sich selbst finden können, die persönliche Freiheit erfahren und sich in Solidarität um den Nächsten üben. Dazu gehört vor allem auch Raum für Begegnung, es gehört dazu, dass die Fragen der Mitglieder ernst genommen und aufgegriffen werden. Wir dürfen unsere Sorgen aber nicht nur auf uns eingrenzen, sondern müssen die Mühseligen und Beladenen sehen.
Die Familien brauchen die KAB

Gerade die Familie ist in einer intensiven Umbruchsphase begriffen. Ihr Wert und ihre Bedeutung werden aber von den Menschen in steigendem Maße beachtet. Ob sie aber die gesellschaftliche Anerkennung verdient, die sie für ihre Arbeit nötig hat, muss gefragt werden. Familie umfasst heute mehr Generationen als früher, hat dafür aber wesentlich weniger Kinder. Kinder stellen eine Freude aber auch unter Umständen eine Belastung dar. In der KAB müssen sich die Generationen treffen und miteinander über ihre Aufgaben und Anliegen sprechen. Da sind: die öffentliche Unterstützung der Familie, wenn die Kinder besondere häusliche Sorge bereiten; Kinder dürfen nicht zu einem Luxusgut werden, das nur wenige sich leisten können. Fragen der Bildung der Jugend bei z.B. Verteuerung der Bildung durch Studiengebühren; die Sicherung der Altersbezüge aber auch die Frage der Rollen der Geschlechter in der Familie; die Familie muss von allen getragen werden und ist nicht einseitig nur eine Aufgabe der Frauen. KAB muss Familien als Mitglieder werben und ihre Themen aufgreifen.

Unsere Gesellschaft braucht die KAB

Das ist einmal die uns umgebende Gemeinde. Mit ihr ist die KAB auf verschiedenste Weise wie in einem Netzwerk verbunden. Darin liegt auch ein Teil unseres Dienstes an der Welt, die uns Christen und den KAB-Mitgliedern in besonderer Weise aufgetragen ist. So sind wir integriert in die Dorfgemeinschaft und tragen ihre Sorgen und Freuden bewusst mit. Wir mühen uns gemeinsam mit diesen, dass unser Ort ein guter Raum für gelingendes Leben wird.

Die Pfarrei braucht die KAB

Wir sind in den Gremien und Gruppen der Pfarrei integriert und tragen die Pfarrei mit. Kirchliche Gemeinde wird in Zukunft mehr und mehr eine Sache des Volkes Gottes werden, das seinen Weg durch die Zeit gemeinsam geht in guter Zusammenarbeit mit den Gremien und Gruppen der Pfarrei. KAB ist ein Teil des Volkes Gottes, von der Basis her organisiert und Beziehungen untereinander und mit den Menschen in der Gemeinde knüpfend, mit der sie als ein gemeinsames Volk unterwegs ist. Wir fördern die Pfarrei in ihren Aktivitäten und bei uns die Themen der Botschaft der Kirche, vor allem mit dem Schwerpunkt Katholische Soziallehre. Wir müssen diese besonders vertreten, damit die Welt der Menschen mit ihren Herausforderungen in der Kirche gegenwärtig ist und in der Welt diese Botschaft verkündet. Hierzu zählt aber auch unser Einsatz für den Erhalt des Sonntags. Wir erwarten von der Kirchenleitung die Sicherung der sonntäglichen Eucharistiefeier, ohne diese bricht der Sonntag auf Dauer zusammen.

Eine gerechte Welt braucht die KAB

Soziale Gerechtigkeit ist das große Thema der katholischen Soziallehre und damit auch der KAB. Wir setzen uns mit dem Verband für soziale Gerechtigkeit in unserem Land ein. Das wachsende Europa muss zu einem echten Sozialstaat werden. Vor allem die Ungerechtigkeiten in den armen Ländern dieser Welt fordern uns immer wieder heraus. In Einzelaktionen und in Kooperation mit dem Weltnotwerk der KAB und den kirchlichen Aktivitäten werden wir diese Herausforderungen angehen.

So bleiben auch weiterhin K=kirchlich/religiöse Fragen, A=Arbeitnehmerfragen und B=Bewegung (z.B. Familienarbeit) die wichtigsten Aufgaben.


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Was ist KAB?

[Hier] erfahren Sie mehr zur KAB allgemein.

[Hier] kommen Sie zu der Seite mit den Daten der KAB Lindenholzhausen.


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Terminkalender

22. Dez. 2017
20:00 Uhr - 23:59 Uhr
Jahresabschluss-Besprechung - Feuerwehr

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