Limburg-Lindenholzhausen. Viele Köche verderben den Brei, sagt man. Auf dem Harmonie Festival galten andere Regeln. Da sorgte ein Großaufgebot von Köchen, Küchen- und Ausschankhilfen für die reibungslose Versorgung aller Musiker und Gäste ....

Hinweis:
Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei
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Von Anken Bohnhorst-Vollmer
Essensausgabe: Rund 8000 Mahlzeiten wurden beim Harmonie Festival ausgegeben. Fotos: Bohnhorst-VollmerBild:Essensausgabe: Rund 8000 Mahlzeiten wurden beim Harmonie Festival ausgegeben. Fotos: Bohnhorst-Vollmer

Man nehme: ein paar tausend Brötchen, mehrere Hundertschaften Brat- und Currywürste, kiloweise Hackfleisch, Schnitzel, Gyros und Pommes sowie Dutzende frischer Kuchen und verarbeite all diese Zutaten zu einem Menü, das exklusiver und exotischer kaum sein kann – jedenfalls für die internationalen Gäste des Harmonie Festivals. Ihnen – wie auch den hungrigen Festbesuchern aus der näheren Umgebung – schmeckte, was der Lindenholzhausener Metzgermeister Joachim Lenk mit seinen fünf Köchen und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern zubereitet hatte. Insgesamt 8000 Essen wurden während der Festtage ausgegeben. Und auch Sitzgelegenheiten waren reichlich vorhanden. Wer nicht auf der Wiese essen wollte: Vor dem großen Speisezelt lud ein kleinerer Biergarten zu einer kulinarischen Rast ein.

Natürlich braucht man für die Verpflegung in solchen Maßstäben viel Vorbereitungszeit. Einige Gerichte wurden schon Ende Mai zubereitet. Den Hackbraten etwa habe man in den riesigen Pfannen in der Zeltküche gebraten, auskühlen lassen, dann vakuumisiert und in einem Kühlwagen zwischengelagert, sagt Metzger Lenk. "Da kann nichts passieren, und wir können immer auf die Ware zugreifen, die wir brauchen." Ein bisschen schwieriger war die Planung in Sachen Salat. Nicht, weil der nicht immer frisch war – und gesund. Hardy Bendel vom Wirtschaftsausschuss des Organisationsteams versichert, man habe selbstverständlich Unbedenklichkeits-Zertifikate für die Rohkost. "Aber die Leute fragen nach." Und wie viel Salat dann tatsächlich gegessen wird, ist vorher nicht abzusehen.

35 Helfer

"Etwa 35 Helfer standen für jede Schicht zur Verfügung", sagt Hardy Bendel. Sie kochten, spülten, gaben Essen aus und servierten. Zu ihnen gehören auch die Männer vom MGV Eintracht Hesselbach, die auch gleich ihre Frauen zur Unterstützung mitgebracht hatten. Sonnenklar sei es gewesen, dass man dem befreundeten Chor hilft, beteuert MGV-Vorsitzender Edgar Bargon. Beim letzten Festival, vor sechs Jahren, beherbergte sein MGV eine Sängergruppe von den Philippinen. "Das hat sich diesmal nicht ergeben, und deshalb sind wir jetzt beim Thekendienst dabei."

Fünf Hektoliter Bier konnten fließen und dazu noch 900 Liter Weißbier, berichtet Andreas Friedrich. Wein gab es natürlich auch. "Aber die meisten Musiker trinken Wasser, um ihre Kehle feucht zu halten", sagt Hardy Bendel. Und schließlich wird das Bier nicht schlecht – auch nicht nach dem Festival. Nur der Kuchen, der muss gegessen werden.

Artikel vom 07. Juni 2011, 03.23 Uhr (letzte Änderung 07. Juni 2011, 05.03 Uhr)


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Die Versammlung wählte jeweils einstimmig mit einer Enthaltung Barbara Bäcker (CDU) zur neuen Ortsvorsteherin und Kurt Weyhrauch (SPD) zu ihrem Stellvertreter.