Limburg. Am Pfingstsonntag, 12. Juni, werden im Dom zwei junge Männer von Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst zu Priestern geweiht ....

Hinweis:
Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei
.

Michael Löw: „Dankbar für das Geschenk der Berufung“
Michael Löw (links) und Daniel Engels werden am Pfingstsonntag vom Bischof im Dom zu Priestern geweiht.Bild:Michael Löw (links) und Daniel Engels werden am Pfingstsonntag vom Bischof im Dom zu Priestern geweiht.

Michael Löw (links) und Daniel Engels werden am Pfingstsonntag vom Bischof im Dom zu Priestern geweiht.Michael Löw (links) und Daniel Engels werden am Pfingstsonntag vom Bischof im Dom zu Priestern geweiht.. "Alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt." (1 Korinther 12,13c) lautet der Weihevers, den Michael Löw (28) aus Lindenholzhausen und Daniel Engels (27) aus Bad Ems ausgewählt haben.

"Dankbar gegenüber Gott für das Geschenk der Berufung und verbunden mit allen, die uns auf unserem Lebensweg in Gebet und Freundschaft begleitet haben", laden Löw und Engels zur Mitfeier ihrer Priesterweihe ein. Sie fühlen sich von vielen Menschen, von Familie, Freunden und Gemeindemitgliedern, getragen und unterstützt.

"Meine Eltern empfinden meinen Weg zum Priestertum als stimmig, als etwas, das zu mir passt", berichtet Michael Löw. In der Familie werde viel für ihn gebetet, weiß er. "Dort finde ich einen Ort, wohin ich mich hin und wieder mal zurückziehe." Seine Heimatgemeinde ist die Pfarrei St. Jakobus Lindenholzhausen. Michael Löw hat sein einjähriges Diakonat im Pastoralen Raum Wetzlar-Süd verbracht.

Die Zeit in der Diaspora hat der angehende Priester als Bestätigung erlebt: "Ich glaube, ich bin da, wo Gott mich haben will", sagt er.

Daniel Engels hingegen war als Diakon in einem überwiegend urkatholischen Gebiet eingesetzt. Im Pastoralen Raum Brechen-Hünfelden hat er viele Traditionen erlebt – für ihn eine "Vielfalt des katholischen Glaubens".

Kein Kuschelchristentum

Dienen an der und für die Gemeinde ist beiden Weihekandidaten wichtig. Für Michael Löw hat das allerdings nichts mit Kuschelchristentum zu tun: "Ganz im Gegenteil", sagt er. "Manchmal muss man auf Konfrontation gehen, um Profil zu zeigen." Anzuecken, zu seinen Positionen zu stehen, ist für ihn Dienst an Jesus Christus.

Dienst an der Gemeinde, dazu gehört für Daniel Engels, "Menschen zur Eucharistie einzuladen, damit sie erleben: Erlösung, das passiert hier".

Kraft für ihre Aufgabe, für ihren Weg, finden beide Weihekandidaten vor allem im Gebet, im Danken und Bitten – und in Gemeindemitgliedern, die sie stützen. "Wenn ich nicht selber Kraft schöpfe, kann ich auch nichts für die Gemeinde tun", sagt Daniel Engels.

Auch Michael Löw hat sich vorgenommen, sich weiterhin Zeit für seine Familie und für seine Hobbys zu nehmen. "Wer das nicht tut, tut sich und seiner Gemeinde keinen Gefallen", ist er ebenso wie Daniel Engels überzeugt.

Engels wurde 1983 in Bad Ems geboren, seine Heimatgemeinde ist St. Bonifatius in Nassau. Sein Diakonatsjahr verbrachte er im Pastoralen Raum Brechen-Hünfelden. Er freut sich, dass die Mitglieder seiner Praktikumsgemeinde starken Anteil nehmen: "Sie fragen oft, wie lange bleiben Sie noch? Ich scheine ihnen also wohl ans Herz gewachsen zu sein."

Die Weiheliturgie im Dom beginnt am Pfingstsonntag um 15 Uhr. Die Vesper mit Segnung der Primizkelche wird am Samstag um 17 Uhr im Dom gefeiert.

Artikel vom 10. Juni 2011, 03.22 Uhr (letzte Änderung 10. Juni 2011, 05.03 Uhr)
Die Versammlung wählte jeweils einstimmig mit einer Enthaltung Barbara Bäcker (CDU) zur neuen Ortsvorsteherin und Kurt Weyhrauch (SPD) zu ihrem Stellvertreter.