Limburg. Im März steht fest, ob die Deutsche Giga Netz GmbH Glasfaserleitungen für private Haushalte in Limburg verlegt oder nicht, sollten sich bis Ende Februar genügend Bürger für dieses Angebot entschieden haben ...
LIMBURG - Statt 40 Prozent reichen nun 30 bis 35 Prozent (Auszug aus Gesamtartikel)
Dabei hat das Unternehmen mit Sitz in Hamburg, das von einem internationalen Bankenkonsortium finanziert wird, die selbst aufgestellte Hürde für einen Glasfaserausbau in Limburg mittlerweile deutlich reduziert: Statt 40 Prozent aller Haushalte, die einen Vertrag unterzeichnet haben sollen, damit die Giga Netz tätig wird, reicht nun schon ein Wert zwischen 30 Prozent und 35 Prozent aus. Das teilte eine Vertreterin des Unternehmens am Dienstagabend im Wirtschaftsausschuss mit.
Unklar bleibt jedoch, ob am Ende 30,5 Prozent für die Giga Netz wirtschaftlich noch darstellbar sind oder ob es schon 33,2 Prozent sein müssen. Aktuell beträgt die in Limburg erreichte Quote 23 Prozent. So stand es gestern auf der Homepage des Unternehmens; die Zahlen werden einmal in der Woche aktualisiert, in der Regel donnerstags. Das heißt, 23 Prozent aller Haushalte haben bislang einen Vertrag unterzeichnet, der erst gültig wird, wenn es zu einem Ausbau kommt.
Deutliches Gefälle innerhalb der Stadt
Dabei gibt es ein deutliches Gefälle zwischen den Stadtteilen und der Kernstadt. Die Innenstadt ist ein hartes Pflaster für den privaten Glasfaserausbau, die dort erreichte Haushaltsquote liegt aktuell bei nur sieben Prozent, eine Zahl die Laura Tiefenthal von der Giga Netz im Ausschuss nannte.
Offiziell wurde auf Anfrage dieser Zeitung bislang nur eine Zahl konkret genannt: Dietkirchen als Spitzenreiter mit einer Haushaltsquote von 36 Prozent. Nach Informationen dieser Zeitung ist allerdings auch innerhalb der Stadtteile das Gefälle groß: Vor rund sechs Wochen, als in der Kernstadt erst ein Wert von etwas über fünf Prozent erreicht war, lag Lindenholzhausen auf Platz zwei mit einer Quote von knapp 30 Prozent, Ahlbach mit 25 Prozent auf Platz drei. Offheim kam auf rund 20 Prozent, Staffel auf 17 Prozent und Eschhofen und Linter auf jeweils 15 Prozent. Stand heute dürften es jeweils zwei Prozentpunkte mehr sein.
Stefan Dickmann
Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.