Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
Im Rahmen des feierlichen Gottesdienstes mussten sich die Weihekandidaten ausgestreckt vor den Altar legen und ihr Versprechen abgeben, das Priesteramt im Sinne Christi und der Kirche auszuüben. So wie es seit den Zeiten der Apostel üblich ist, legten ihnen die Mitglieder des Domkapitels und alle anwesenden Priester ebenfalls die Hände auf, um sie so in ihrer Gemeinschaft willkommen zu heißen. Anschließend wurde Löw und Engels das neue Priestergewand angelegt.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Domchor unter der Leitung von Judith Schnell und Domorganist Carsten Igelbrink.
Der 27-jährige Daniel Engels, der in Bad Ems geboren wurde, verbrachte sein Diakonatsjahr im Pastoralen Raum Brechen-Hünfelden und wird als Kaplan künftig im Pastoralen Raum Rennerod eingesetzt.
Michael Löw (28) ist in Lindenholzhausen kein Unbekannter: Er ist Sohn von Werner Löw, des langjährigen Schulleiters der Lindenschule und langjähriges Mitglied der "Cäcilia". Am gestrigen Pfingstmontag feierte er mit seiner Heimatgemeinde St. Jakobus Lindenholzhausen das seltene Fest der Primiz – die erste heilige Messe. Die musikalische Gestaltung des Hochamtes hatte der Kirchenchor St. Jakobus unter Leitung von Klaus Knubben übernommen, verstärkt vom "Prätorius Ensemble Limburg". Dem Gottesdienst schloss sich ein Pfarrfest am Gemeinschaftshaus an.
Löw hat relativ spät seinen Entschluss gefasst, Theologie zu studieren. Das verdankt er nicht zuletzt Pfarrer Friedhelm Meudt, sein Religionslehrer an der Peter-Paul-Cahensly-Schule, wo er sein Abitur gemacht hat. "Meudt hat das Bild Kirche für mich neu sortiert", sagt Löw. "Er war für mich die Initialzündung, er hat etwas ausgelöst. Ich hatte die Möglichkeit, Fragen zu stellen und auch Antworten zu bekommen."
So setzte sich Löw in der Folge intensiver mit Religion auseinander und besuchte Gottesdienste. Als er seinen Jahrgangskollegen berichtete, dass er Theologie studieren will, hätten sie ihm das erst nicht geglaubt, erzählt er. "Dann aber sagten sie: Das wundert uns zwar, aber das passt auch zu dir!" Dankbar ist Michael Löw dafür, dass ihm seine Eltern zu jeder Zeit seiner Ausbildung nach besten Kräften unterstützt haben.
Für einen Priester eher untypisch: Löw spielt E-Gitarre, fährt Motorrad und hört besonders gerne Heavy-Metal-Musik. Für ihn ist das kein Problem, im Gegenteil: "Mir ist es wichtig, authentisch zu sein. So wie es viele verschiedene Menschen gibt, so muss es auch viele verschiedene Priestertypen geben", sagt er.
Seit seiner Diakonweihe im Frühjahr ist er in der Pfarrei St. Anna in Braunfels tätig. Dorthin wird er zurückkehren: Er wird künftig als Kaplan im Pastoralen Raum Wetzlar-Süd tätig sein. bra
Artikel vom 14. Juni 2011, 03.22 Uhr (letzte Änderung 14. Juni 2011, 05.00 Uhr)
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Die Versammlung wählte jeweils einstimmig mit einer Enthaltung Barbara Bäcker (CDU) zur neuen Ortsvorsteherin und Kurt Weyhrauch (SPD) zu ihrem Stellvertreter.