Limburg-Lindenholzhausen/Rom. Die Rom-Reise des Gesangvereins "Harmonie" aus Lindenholzhausen hat sich mehr als gelohnt ...

Auch der Besuch des Kolosseums stand auf dem Programm der Rom-Reise der "Harmonie" aus Lindenholzhausen.FOTOS: KLAUS- DIETER HÄRINGBild:  Auch der Besuch des Kolosseums stand auf dem Programm der Rom-Reise der "Harmonie" aus Lindenholzhausen.FOTOS: KLAUS- DIETER HÄRING

LINDENHOLZHAUSEN - Gesangverein "Harmonie" gewinnt Internationalen Chorwettbewerb in Rom

Denn neben den tollen Eindrücken von der ewigen Stadt haben sich die 51 Sänger unter ihrem Dirigenten Jürgen Faßbender beim Internationalen Chorwettbewerb in Rom durchgesetzt: Die 25 Punkte der internationalen Jury bedeuteten den Sieg in der Männerchorklasse.

Die Reise war auch der Versuch, nach der langen Corona-Zwangspause wieder in den "normalen" Rhythmus eines Chors zu kommen und mit dieser Reise den vielen anderen Chören Mut zu machen, selbst die Initiative zu ergreifen, um an solchen Wettbewerben teilzunehmen.

Die Teilnahme war nicht immer sicher

Die "Harmonie" hat auch schon die Weichen für das nächste Jahr gestellt, wie der Vorsitzende Manfred Neunzerling berichtet. Neben schon bereits terminierten Konzerten sollen den Sängern zwei Auslandsauftritte angeboten werden, als kleiner Ersatz dafür, weil das Harmonie-Festival von 2023 auf 2024 verschoben wurde.

Auch die "Harmonie" ist nicht ohne Blessuren aus den beiden zurückliegenden Corona-Jahren herausgekommen. So gab es einen Rückgang von Sängern, die aus gesundheitlichen Gründen nicht an den Proben teilgenommen hatten. Nach den erfolgreichen Internet-Chorproben ging es für Jürgen Faßbender darum, seine Sänger von Ende des vergangenen Jahres an auf die Teilnahme am Internationalen Chorwettbewerb in Rom vorzubereiten.

Diese Aufgabe war um so schwerer, weil die Pandemie immer wieder zu Unterbrechungen des normalen Chor-Betriebs führte. Der Chor war zu keiner Zeit vollständig, und deshalb mussten immer wieder Änderungen vorgenommen werden. Und deshalb stand immer wieder die Frage im Raum, ob der Chor am Festival in Rom teilnehmen soll oder nicht.

Aufwendige Reisevorbereitung

Als dann feststand, dass der Chor antreten will, war es am Geschäftsführer der "Harmonie", Josef "Ben" Jung, das Zepter zu übernehmen und die Reise vorzubereiten, was sich bis zu den Tagen in Rom selbst hinzog.

Denn neben Corona kam ein weiteres, großes Problem hinzu, das für große Anspannung sorgte. So war bis zum Auftritt der "Harmonie" in der Basilica Santa Croce nicht sicher, ob die "Harmonie" mit ihrem Dirigenten sowie weiteren Sängern rechnen konnte: Denn Dirigent wie Sänger waren noch zwei Tage vor dem Auftritt bei der Sommerserenade in Limburg aktiv. Normalerweise kein Problem, waren doch schon Flüge gebucht. Für Josef Jung aber eine Heidenarbeit, wurden doch Flüge gleich mehrfach storniert und mussten umgebucht werden. Auch noch in Rom selbst, als bis weit nach Mitternacht entsprechende Flüge gesucht werden mussten und mit dem Flughafen in Stuttgart gefunden wurden.

Beim Wettbewerb überzeugten die Sänger mit dem "Danklied" von Matthieu Neumann, "Jede Nacht" von Franz M. Herzog und "Widerspruch Op. 105 Nr. 1" von Johann Gabriel Seidel die Jury.

Und auch beim Sonderkonzert in der Basilika Santa Croce überzeugte die "Harmonie". Da ließ dann auch bei Jürgen Faßbender die Anspannung ein wenig nach. "Wir wollten ein Zeichen setzen, sich zu trauen und damit einen Motivationsschub für den Chor selber, aber auch für andere Chöre geben", sagt er.

Zu diesem Motivationsschub gehörte auch das umfangreiche touristische Angebot, das vom Besuch des "Angelus Gebet" auf dem Petersplatz mit Papst Franziskus bis zum Besuch des Kolosseums, der Spanischen Treppe und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten reichte.

Und dann war da noch die ein oder andere Chorprobe in Rom, die auf die Sänger wartete und zu einer gelungenen Chorreise führte.

KLAUS-DIETER HÄRING

Wenn ein Chor wie die "Harmonie" reist, dann gibt es auch Sonderproben. FOTOS: KLAUS- DIETER HÄRINGBild:  Wenn ein Chor wie die "Harmonie" reist, dann gibt es auch Sonderproben. FOTOS: KLAUS- DIETER HÄRING

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