Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
Er ist nun zurückgekehrt nach Boston als Doktor der Physik.
Die Promotion erledigte der aus Lindenholzhausen stammende Physiker mit der Bestnote, summa cum laude.
In seiner Doktorarbeit befasste sich Sebastian Will mit grundlegenden Fragen der Quantenphysik. In seinen Forschungsarbeiten hat er ultrakalte Atome, deren Temperatur ganz nah am absoluten Temperatur-Nullpunkt (-273,15 Grad Celsius) erzeugt. Diese Atome hat der Physiker anschließend eingesetzt, um die Welleneigenschaften von Materie zu untersuchen. Dass sich Teilchen wie eine Welle verhalten, ist eine der zentralen Grundlagen der Quantenphysik.
Die Arbeiten von Sebastian Will wurden von der Gutenberg-Universität in Mainz und der Ludwig-Maximilians-Universität in München durchgeführt und haben zu mehreren Publikationen in angesehenen Fachjournalen geführt und wurden nach Angaben des Physikers auf internationalen Konferenzen vorgestellt und diskutiert.
Beruflich bleibt es kalt für Sebastian Will. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Massachusetts Institute of Technology will er die Forschungsarbeiten seiner Promotion nahtlos fortsetzen und vertiefen.
Artikel vom 22. Dezember 2011, 20.39 Uhr (letzte Änderung 23. Dezember 2011, 04.08 Uhr)