Limburg-Lindenholzhausen. Mehr als ein Jahr Bauzeit und circa eine Million Euro Baukosten: Mit dem Ausbau und der optischen Neugestaltung der Straßenoberfläche in der Kirchfelder Straße und der Wendelinusstraße ist der alte Ortskern von Lindenholzhausen aufgewertet worden. Und das Problem mit dem Kanal sollte auch gelöst sein ...

Bauarbeiten in Lindenholzhausen beendet

Die Bürger in der Kirchfelder Straße und in der Wendelinusstraße sowie in der unmittelbaren Umgebung in Lindenholzhausen können froh sein: Nach mehr als einem Jahr Bauzeit wurden die Tiefbauarbeiten in der ehemaligen Ortsdurchfahrt in Richtung Eschhofen abgeschlossen.

Die lange Bauzeit wurde nach Angaben der Stadtverwaltung genutzt, um die Versorgungsleitungen und die Entwässerungsanlage in diesem Bereich grundhaft zu erneuern sowie zu verbessern und die Straßenoberfläche neu zu gestalten.

Probleme mit dem Rückstau von Wasser im Kanalnetz, wie sie früher öfters eingetreten sind, sollten damit der Vergangenheit angehören, können nach Angaben der Stadtverwaltung allerdings bei ungewöhnlich extremen Regenereignissen künftig nicht ganz ausgeschlossen werden. Insgesamt kostete die Baumaßnahme die Stadt Limburg circa eine Million Euro.

20 neue Laternen

Während der Bauphase wurden rund 600 Meter neue Wasserleitungsrohre und rund 450 Meter neue Abwasserrohre verlegt; gleichzeitig wurden die Hausanschlussleitungen erneuert. Circa 1200 Meter neue Stromleitungen ermöglichen es, die derzeitige Stromversorgung und Straßenbeleuchtung mittels Dachständern und Oberleitungen in Zukunft durch ein erdverlegtes Leitungsnetz bis in die Häuser zu ersetzen. Um eine ausreichende Ausleuchtung der Straßen zu gewährleisten, wurden 20 neue Straßenlaternen versetzt.

Möglich wurden die umfangreichen Tiefbauarbeiten erst, nachdem die neue Umgehungsstraße zwischen der B 8 und Eschhofen gebaut und in Betrieb genommen wurde, wie die Stadtverwaltung weiter mitteilt. Anstoß war der schlechte Straßenzustand. Daneben sorgten die dringend notwendige Erneuerung der alten Wasserleitung und die Verbesserung der Entwässerungskanäle dafür, dass die Arbeiten hohe Priorität hatten.

Keine Bordsteine

Wegen des engen Straßenquerschnitts gab es einen Ausbau ohne Bordsteine. Der Straßenraum für den fließenden Verkehr ist aber von den seitlichen Fußgängerwegen durch eine Betonsteinrinne getrennt und durch unterschiedliche Beläge kenntlich gemacht worden. Der Wechsel zwischen Asphaltoberflächen und Betonsteinpflasterbelägen soll laut Stadtverwaltung für ein aufgelockertes Erscheinungsbild sorgen. Gleichzeitig soll diese Bauweise mit seinen verkehrsberuhigenden Elementen zu einer Reduzierung der Geschwindigkeit des Straßenverkehrs beitragen.

Bereits 2008 war die Frankfurter Straße (B 8) erneuert worden. In den Jahren danach folgte der Ausbau der oberen Kirchstraße und der kompletten Stiegelstraße. Gleichzeitig wurde das Überlaufbauwerk mit Pumpstation "Am Sauerborn" erneuert und durch ein offenes Pufferbecken ergänzt. Weitere Maßnahmen waren die Neuerschließung des alten Sportplatzgeländes und der Endausbau des Neubaugebiets "An den Krautgärten" und der Straße "Am Wingert". nnp

Artikel vom 11. Juli 2012, 03.22 Uhr (letzte Änderung 11. Juli 2012, 05.06 Uhr)

Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.