Bild: 12. Stadtranderholung für die Kinder des pastoralen Raums Limburg auf der Burg Waldmannshausen in Elbgrund
Stadtranderholung des pastoralen Raums Limburg bot 173 Kindern viel Abwechslung
Auch der siebenjährige Vincent aus Lindenholzhausen hat bei der Stadtranderholung gemalt. Unter anderem hat er einen Baum blau angemalt. Einen Baum? Ganz aufgeregt erklärt er warum. "Wir hatten zwei Lager und mussten eine Grenze ziehen. Sonst hätte es da Ärger gegeben." Wie Jungs halt so sind. Als Grenze diente der blaue Baum. Na ja, so war das mit dem Malen eigentlich nicht gemeint gewesen. Aber zur Beruhigung aller: Der Baum ist wieder in seinen Original-Zustand versetzt worden. "Wir haben mit vier Männern den Baum wieder sauber gemacht", berichtet der kleine Vincent voller Stolz.
Die 12. Stadtranderholung des pastoralen Raums Limburg auf dem Gelände der Burg Waldmannshausen ist am gestrigen Freitag mit einer großen Abschlussparty zu Ende gegangen, zu der Eltern, Großeltern und weitere Verwandte gekommen waren.
173 Kinder aus dem pastoralen Raum Limburg hatten 14 schöne Tage mit zahlreichen Aktionen verlebt. Am letzten Tag war wieder Aufräumen angesagt; außerdem mussten die Zelte abgebaut werden. Auch der Bauwagen, in dem all die Utensilien verstaut waren, die in den zwei Wochen gebraucht wurden, wird wieder für ein Jahr in einer Halle untergebracht. In diesem Jahr erhielt der Bauwagen ein neues Outfit. Viele Kinder halfen mit. Jetzt ist der Bauwagen bunt und mit den Abkürzungen für die Stadtranderholung "SRE" bemalt.
Bei all den weiteren Aktionen, die in diesem Jahr unter dem Motto "Zauber von SREmania" standen, spielte das Wetter keine Rolle. "Wir sind selbst mit dem Regen wunderbar klargekommen", sagt die Leiterin der Stadtranderholung, Jenny Swoboda, die von Arnika Schlitt und Jens Hübenthal unterstützt wurde. "Wir hatten mit Robin Baier in diesem Jahr auch erstmals an allen Tagen einen Diakon dabei", sagt Jenny Swoboda, die vor zwölf Jahren als Gruppenleiterin angefangen hat und nun mit für den Ablauf der 14 Tage zuständig war.
Der "Zauber von SREmania" handelte von "Sir Wizard", der die Kinder zunächst spielerisch mit schlechten Eigenschaften wie Neid, Habgier, Trägheit, Zorn und Hochmut konfrontierte und schließlich zeigte, wie diese schlechten Tugenden überwunden werden können.
Dass bei dem schlechten Wetter nicht alles nach Plan lief, konnte das Betreuerteam nicht schocken. "Wir haben die Geschichten dem Wetter angepasst", sagt Jenny Swoboda, die auch noch auf einen Ausflug nach Weilburg in den Tierpark verweisen kann.
Das schlechte Wetter hatte auch seine gute Seite. So war in diesem Jahr der Andrang im Sanitätsraum beim Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes nicht so groß wie sonst. Der schmerzliche Kontakt mit Brennnesseln und Schürfwunden waren die häufigsten Beschwerden der Kinder. Und gar keine Probleme gab es mit Insektenstichen.
Auch im nächsten Jahr können die Kinder auf dem Gelände der Burg Waldmannshausen viel Spaß haben. Der Termin ist erneut in der zweiten und dritten Woche in den Sommerferien. kdh
Artikel vom 21. Juli 2012, 03.24 Uhr (letzte Änderung 21. Juli 2012, 05.11 Uhr)
Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.