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Behinderte Menschen machten Musik für den guten Zweck
Bild: „Trotzdem“ unterhielt das Publikum beim Lions-Konzert. Foto: KlöppelDie Veranstaltung sei musikalisch sehr gelungen und bei den Besuchern hervorragend angekommen, sagte Lions-Präsident Werner Reingen. Und es sei schade, dass nicht mehr als 200 Karten für dieses besondere Konzert verkauft worden waren. «Da waren wohl zu viele andere Veranstaltungen an diesem Abend, aber wir werden die Veranstaltung auf jeden Fall nächstes Jahr wiederholen», lautete sein Fazit.
Denn es hat sich gelohnt: 1600 Euro kamen bei dem Benefizkonzert des Lions-Clubs Limburg-Mittellahn zusammen. Eine Hälfte der Einnahmen ist für die Behindertenarbeit der Kreismusikschule Limburg bestimmt, ein Viertel geht an die Offenbacher Band «Die irren Typen», europäischer Songcontestgewinner 2003 der Behinderten, ein Viertel an die Jugendchöre der «Cäcilia» Lindenholzhausen.
Als er zum Lions-Präsidenten gewählt wurde, sei klar gewesen, dass er sich besonders für behinderte Menschen engagieren will, sagte Werner Reingen. Schließlich sei er auch Vorsitzender des Fördervereins der Limburger Lebenshilfe. «Die Musiker werden noch lange von diesem Abend zehren. Das hat ihnen gut getan, für ihre Leistung so gelobt zu werden.»
Zeigen, was sie können
Die Leiterin des Chors der Lebenshilfe ist Andrea Dillmann von der Kreismusikschule. Jeder habe musikalisches Talent, sagte sie. Wichtig sei, den Behinderten zu zeigen, was sie könnten. «Es gibt Behinderte, die spielen auf ihre Weise ein Instrument besser als andere.» Insgesamt macht Andrea Dillmann mit 90 Behinderten im Alter zwischen sechs und 60 Jahren Musik.
Mit «Wir sind der Lebenshilfe-Chor», starteten Dillmanns Sänger in Lindenholzhausen. Begleitet vom Musikschul-Behinderten-Ensemble «Trotzdem» präsentierten sie auch den sinnvollen Text «Miteinander». Und am Ende demonstrierten sie mit Frank Sinatras «My Way», dass sie trotz körperlicher und geistiger Einschränkungen ihren Lebensweg gehen wollen. «Die Irren Typen» aus Offenbach sangen unter der Leitung des Musikpädagogen Jürgen Weiss eigene Blues- und Rock-Stücke, aber auch Cover-Songs wie «Breakfast in America» und «Dreamer» von Supertramp. Die Musiker aus den Behindertenwerkstätten Hainbachtal/Offenbach verstehen sich als «musikalische Botschafter eines besonderen Lebens» in der Öffentlichkeit. Menschen mit geistigen Behinderungen könnten mit ihrem «Anderssein» lebenswichtige Impulse in eine Ellenbogengesellschaft transportieren, sagte Weiss.
«Uns verbindet eine langjährige Freundschaft mit der Lebenshilfe», sagte Johannes Otto, Leiter des «Cäcilia»-Männerchores. Da sei es keine Frage gewesen, dass sich die Jugendchöre an dem Benefizkonzert beteiligt hätten. Der Nachwuchschor von Valeska Judisch stimmte unter anderem das «Gummibärenlied», «Bumbi Chachi» und «Gaudeamus» an, der Jugendchor unter der Leitung von Matthias Schmidt «One Song», «Follow the river» und «Firefly». rok rok