Limburg. Wenn es beim Autofahren auf einmal blitzt, ist man zu schnell gewesen und muss mindestens mit einem Verwarnungsgeld rechnen. In Limburg gibt es 70 Messstellen, an denen jeweils in der Regel innerhalb von sechs Wochen die Geschwindigkeit gemessen wird ...

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Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei
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Magistrat informiert Verkehrsausschuss

Michael Brückmann (links) und Dietmar Krätz vom Limburger Ordnungsamt und die mobile Geschwindigkeitsmessanlage der Stadt. Foto: Dickmann

Bild: Michael Brückmann (links) und Dietmar Krätz vom Limburger Ordnungsamt und die mobile Geschwindigkeitsmessanlage der Stadt. Foto: Dickmann

Die meisten festen Messstellen mit einem mobilen Blitzgerät sind in Limburg in der Kernstadt (37) zu finden, gefolgt von Offheim und Lindenholzhausen (jeweils sieben), Staffel und Ahlbach (jeweils sechs), Linter (drei) sowie Dietkirchen und Eschhofen (jeweils zwei). Das geht aus einer Vorlage des Magistrats hervor, die am Mittwochabend in der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses vor der Kommunalwahl vorgelegt wurde. Die Stadtverordneten hatten den Magistrat auf Antrag von CDU und FWG gebeten, über die Standorte der Messstellen und die Gründe dafür Auskunft zu geben.

Dass die Stadt Limburg selbst messen kann, ist noch gar nicht so lange möglich – erst seit November 1992; die Limburger Stadtverordnetenversammlung hatte zuvor Geld für die Beschaffung einer Geschwindigkeitsmessanlage bereitgestellt. «Wir haben keine Messstellen im Stadtgebiet, um die Kasse aufzufüllen», betonte der Leiter des Ordnungsamts, Paul Müller, im Ausschuss. Als ein erfolgreiches Beispiel nannte er den Bereich Limburg-Nord an der B 49. Dort habe es im Jahr 2006 insgesamt 13 Verkehrsunfälle mit einem Schwer- und einem Leichtverletzten gegeben. Daraufhin sei unter anderem Tempo 70 eingeführt und regelmäßig die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer überwacht worden. «Die Unfallzahlen sind seitdem rapide gesunken», sagte Müller. So habe es in diesem Bereich in den zurückliegenden drei Jahren (2008 bis 2010) insgesamt 18 Unfälle gegeben.

Wie aus der Vorlage des Magistras hervorgeht, dient die Verkehrsüberwachung «vorrangig der Unfallverhütung, darüber hinaus auch dem Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsbeeinträchtigungen, insbesondere durch Lärm und Abgase». Das hessische Innenministerium habe Kriterien für die Auswahl der Messstellen festgelegt, und zwar an Unfallpunkten (mit geschwindigkeitsbedingtem Unfallgeschehen), Strecken mit geschwindigkeitsbedingter hoher Unfallbelastung, Unfallfallgefahren (an Fußgängerüberwegen, Bushaltestellen, unübersichtlichen Einmündungen und Kreuzungen, Autobahnbaustellen), besonderen schutzwürdigen Zonen (Schulwege, Nahbereiche von Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Altenheimen), an Tempo-30-Zonen sowie verkehrsberuhigten Bereichen.

Widerspruch gegen die Vorlage des Magistrats gab es im Ausschuss von keiner Fraktion. FWG-Fraktionschef Werner Laux merkte an, es werde zu selten in Tempo-30-Zonen gemessen. Dr. Marius Hahn (SPD) bat darum, die Straße «Auf der Unterheide» als neuen Messpunkt aufzunehmen, weil diese Straße oft als «Umgehung» der Diezer Straße genutzt werde. Peter Licht (CDU) schlug vor, an den Ortseingängen von Lindenholzhausen elektronische Anzeigetafeln wie zum Beispiel in Elz aufzustellen. «Viele Autofahrer wissen nicht, wie schnell sie fahren», sagte Licht. Doch Paul Müller reagierte ablehnend. Die Stadt habe das in der Vergangenheit bereits getestet – mit keinem messbaren Erfolg. «Das ist reine Makulatur. Nach einer Woche hält sich keiner mehr daran.» dick

Mögliche Messtellen in und um Lindenholzhausen:

Am Hammerberg (B 8) in Höhe Einmündung Tal Josaphat, stadtauswärts in Richtung Lindenholzhausen und stadteinwärts (erlaubt jeweils Tempo 50); Grund: jeweils Unfallgefahrenpunkt (unübersichtliche Einmündung der Zu- und Abfahrt «Tal Josaphat») und Fußweg zur Jugendherberge sowie Ortseingang.

Dietkircher Straße in Höhe Firma Bördner in Richtung Eschhofen und in Richtung Ortmitte Lindenholzhausen (erlaubt Tempo 70, Unfallgefahrenpunkt).

Frankfurter Straße (B 8 ) in Höhe Haus Nr. 8 in Richtung Limburg und in Richtung Niederbrechen (Schulweg, Fahrbahnteiler mit Überquerungshilfe für Fußgänger).

Kirchfelder Straße in Höhe Haus Nr. 22 in Richtung Frankfurter Straße und in Richtung Eschhofen (Tempo-30-Zone, Schulweg).

Rübsanger Straße in Höhe Prälat-Stein-Straße in Richtung Ortsmitte (Schulweg, Haltestelle von Linien- und Schulbussen).

Artikel vom 24. Februar 2011, 19.40 Uhr (letzte Änderung 25. Februar 2011, 15.45 Uhr)