Limburg.  Ein 258-Millionen-Euro-Programm zur Bahnhofsmodernisierung in ganz Hessen ist gestern in Limburg offiziell auf den Weg gebracht worden. In der Region wird von diesem Geld allerdings nur in Lindenholzhausen etwas verbaut werden ...

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Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei
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Bahn verkündet in Limburg Investitionsprogramm, Lindenholzhausen wird bedacht
Gleis 1 auf dem Bahnhof in Lindenholzhausen. Der Haltepunkt ist der einzige im Landkreis Limburg-Weilburg, der in das Modernsieriungsprogramm aufgenommen wird.Bild: Gleis 1 auf dem Bahnhof in Lindenholzhausen. Der Haltepunkt ist der einzige im Landkreis Limburg-Weilburg, der in das Modernsieriungsprogramm aufgenommen wird.

In den kommenden acht Jahren sollen 258 Millionen Euro in die Modernisierung von 93 Bahnhöfen in Hessen fließen. Den Rahmenvertrag, der diese Investitionen im Detail regelt, unterschrieben gestern der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP), der Vorstandsvorsitzende von "DB Station & Service", Dr. André Zeug, und Vertreter der einzelnen Verkehrsbetriebe im Limburger Bahnhof.

Seit 2004 habe sein Unternehmen bundesweit 5,2 Milliarden Euro in die Bahnhöfe gesteckt. "Limburg hat davon schon sichtbar profitiert", sagte André Zeug. 750 000 Euro seien in das Gebäude selbst und rund eine Million in die Gleise und Bahnsteige investiert worden. Da Limburg als Erfolgsmodell für die erste Stufe der Modernisierung gelte, habe man sich diesen Ort für die Unterschriften unter die Rahmenvereinbarungen ausgesucht.

93 Bahnhöfe

Im Landkreis Limburg-Weilburg wird allerdings nur der Haltepunkt in Lindenholzhausen davon profitieren. Er ist als einziger in der Region in der Liste der 93 Objekte verzeichnet, die modernisiert werden sollen. Was genau dort geschieht und wann die Bauarbeiten beginnen, steht aber noch nicht fest. Das gilt auch für viele andere Bahnhöfe. "In vielen Fällen müssen noch Verhandlungen mit den beteiligten Kommunen geführt werden", erklärte André Zeug. Deshalb könnten derzeit noch keine Einzelheiten zu den Vorhaben genannt werden.

Immerhin zeichnen sich bereits die drei größten Projekte ab. Dies sollen laut Susanne Kosinsky, Leiterin Regionalbereich Mitte von DB Station & Service, die Bahnhöfe Höchst mit neun Millionen Euro Investitionen, Bebra mit acht Millionen und Wetzlar mit elf Millionen sein. In Wetzlar ist allerdings eine besondere Mischfinanzierung geplant, weil sich die Erneuerung auch auf das weitere Umfeld des Bahnhofs erstreckt. Die Gesamtsumme teilt sich in 129 Millionen auf, die Station & Service in ihre Immobilien investiert, 84 Millionen vom Land Hessen und 45 Millionen, die sich die Verkehrsverbünde und die betroffenen Kommunen teilen.

Verkaufte Bahnhöfe

Minister Dieter Posch erinnerte daran, dass in der ersten Phase des Modernisierungspakets seit 2001 bereits 220 Millionen Euro in viele der 424 hessischen Bahnhöfe gesteckt worden seien, dazu noch Geld aus dem Konjunkturpaket. "Mit den jetzt eingeplanten 258 Millionen Euro wird der bisher höchste Betrag für die Modernisierung der hessischen Bahnhöfe aufgewendet", sagte Posch. "Bessere Aufenthaltsqualität, bessere Unterführungen und bessere Kundeninformationen", nannte er als Schwerpunkte. André Zeug unterstrich, dass bei den meisten Vorhaben auch der barrierefreie Zugang ermöglicht oder verbessert werde.

Für einige Bahnhöfe kommt die Investition indes zu spät. Nach einer großen Verkaufsaktion vor einigen Jahren befinden sie sich nicht mehr im Besitz der Bahn. Beispiele in der Region sind Hadamar, Niederselters und Bad Camberg. Einige der Gebäude haben inzwischen neue Nutzer gefunden, viele verfallen aber auch vor sich hin. "Bei vielen Bahnhöfen wurden in der Vergangenheit nicht unbedingt die besten Käufer gewählt", räumte André Zeug ein. Bei nicht mehr benötigten Immobilien, die noch im Besitz seines Unternehmens seien, werde man sich nun mit den betreffenden Kommunen im Einzelfall um zukünftige Nutzungen bemühen. vt

Artikel vom 09. August 2011, 19.25 Uhr (letzte Änderung 10. August 2011, 04.13 Uhr)
Die Versammlung wählte jeweils einstimmig mit einer Enthaltung Barbara Bäcker (CDU) zur neuen Ortsvorsteherin und Kurt Weyhrauch (SPD) zu ihrem Stellvertreter.