Hinweis: Verwendung der Artikel der Nasauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
... Schließlich ist das eine besondere Herausforderung für Sänger. Aber auch die haben die Cäcilia-Chöre gemeistert. Zum «Cantemus»-Auftakt durften auch die «Cäcilianer» ran. Nicht nur zum Arbeiten – sie durften auch singen.
Der Kinder- und Jugendchor durfte das Chorfest eröffnen und zeigen, wie dynamisch und präzise er singen kann. Matthias Schmidt hat einen wunderbaren Chor aus den Jüngsten der Cäcilia geformt und zwar einen, der sich nicht schämt, auch mal ein Kinderlied zu singen: «Wir lachen mit der Sonne um die Wette», hieß es. Der Wettergott hat sich davon offenbar nicht beeindrucken lassen. Apropos beeindrucken: Der Männerchor der Cäcilia beeindruckt durch seine schiere Präsenz und Stimmgewalt. Es ist müßig, darüber zu spekulieren, welchen Platz der Chor im Wettbewerb gemacht hätte, wenn er denn hätte teilnehmen können: Es wäre aber sicherlich ein guter gewesen. So beschränkten sie sich auf eine kleine Auswahl ihres Könnens – zur reinen Freude aller.
Alle Abteilungen der Cäcilia – und das sind eine ganze Menge – seien «sehr gut aufgestellt» und arbeiteten musikalisch erfolgreich, sagte Werner Jung-Diefenbach, der Cäcilia-Vorsitzende. Aber genauso wichtig wie der Erfolg sei ein intaktes Vereinsleben. «Es muss Spaß machen», sagte Werner Jung-Diefenbach. Und dann sagte er nicht mehr viel, schließlich sei «lasst uns singen» das Motto. Aber er dankte noch einmal all jenen, die «Cantemus» unterstützt haben – moralisch und finanziell. Manfred Michel (CDU) ist einer von denen, die die Cäcilia unterstützt haben. Der Landrat lobte «das größte Sängerdorf der Welt» und dass die Sänger die ganze Arbeit auf sich genommen hätten, um «drei großartige Tage» vorzubereiten. Auch Robert Becker, Vorsitzender des Kreistages, ging auf die Bühne, um Grüße des Cäcilia-Förderkreises zu überbringen, den Vereinsmitgliedern für ihre Arbeit und ihren Zusammenhalt zu danken und daran zu erinnern, dass die Musik die Menschen verbindet.
Und dann kam wieder Musik: Der Mädchenchor aus Rottweil zeigte, mit welcher Musik sich junge Mädchen für den Chorgesang begeistern lassen, und die Tanzgruppe «Escape» der Cäcilia bewies, dass auch Pop-Musik aus der Konserve Freude machen kann. Zum Schluss kamen die, die eigentlich für Stimmung im Festzelt sorgen sollten: die Musiker der Jazzband des Landesmusikgymnasiums Montabaur unter der Leitung von Walter Born. Aber das wollten viele nicht mehr hören. sbr
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