Gibt es im letzten Bauabschnitt auf der B 417 wieder eine Einbahnstraßenregelung? Was ist mit den Schulbussen?
Ob aber das Befahren des Abschnitts zwischen Mensfelden und Linter in beiden Fahrtrichtungen weiter gewährleistet bleibt, wird noch entschieden. Ursprünglich war geplant, ab Montag wieder die Einbahnstraßenregelung einzuführen.
Für die Verkehrsplaner der Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill-Weil, die auch für die Schülertransporte zuständig ist, sind die neuen Nachrichten keine guten: Zwar kommt die Erneuerung der Fahrbahn auf der B 417 zwischen Linter und Limburg schneller voran als geplant (bis Ende dieser Woche soll die rechte Fahrspur ab der Abfahrt der L 3448 nach Lindenholzhausen bis nach Neesbach fertiggestellt sein). Doch in der letzten Bauphase, die am Montag beginnt, gibt es Probleme. Der Verkehr wird nämlich ab Montag auf die neue Fahrbahn verlegt und die linke Fahrspur zwischen dem Abzweig der L 34448 bis nach Neesbach einschließlich der Bankette komplett erneuert.
Schwierig wird es dann mit der weiteren Verkehrsführung. Ursprünglich plante "Hessen Mobil", ab Montag die Einbahnstraßenregelung auf der B 417 in Fahrtrichtung Wiesbaden wieder auf der gesamten Strecke zwischen dem Abzweig der L 3448 nach Lindenholzhausen bis nach Kirberg einzuführen. Für die Durchführung der Arbeiten sollten die B-417-Abfahrten Nauheim (Kreisstraßen 502 und 503) und Neesbach (Kreisstraße 508) für den Verkehr gesperrt sowie der Anschluss von Mensfelden an die B 417 in Fahrtrichtung Wiesbaden offen gehalten werden. Die Möglichkeit, von Mensfelden in Richtung Lindenholzhausen beziehungsweise Linter zu fahren, sollte dann nicht mehr bestehen – dies alles bis zum Abschluss der Bauarbeiten Ende September.
Hier haben die Verkehrsplaner der Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill-Weil (VLDW), die auch für die Schülertransporte zuständig sind, protestiert. "Zum Schuljahresbeginn hatten wir einen Baustellenfahrplan in Kraft gesetzt, der genau dies berücksichtigte. Dann mussten wir aufgrund der kurzfristigen Veränderungen den Fahrplan umstellen. Das hat eine Woche gedauert", so Markus Rinnert von der VLDW.
Zur Erinnerung: Nach Protesten der Bürger und der Gemeinde Hünfelden sowie durch den raschen Baufortschritt wurde eine Ampellösung möglich. Daher war der Abschnitt zwischen Mensfelden und Linter zum Schuljahresbeginn in beiden Richtungen befahrbar. Die Freigabe in beide Fahrtrichtungen anstelle der Einbahnstraßenregelung kam aber für eine Umstellung der komplizierten Busfahrpläne zu kurzfristig. Gerade erst hatte die VLDW die Pläne auf Schuljahrsbeginn und Baustellenreglung (alt) eingerichtet. Eine Woche fuhren die Busse nach dem alten Baustellenfahrplan. "Jetzt fahren wir eine Woche nach dem neuen, alle sind zufrieden, und jetzt sollen wir schon wieder umstellen", machte Günther Ernst von der DB Busverkehr Hessen GmbH im Gespräch mit der Nassauischen Neuen Presse seinem Ärger Luft. Er verwies auf die komplizierten Umplanungen, die neuen Fahrpläne, die ausgehängt werden müssten, den Protest der Fahrgäste, der zu erwarten sei. "Unsere Busfahrer werden beschimpft", so Ernst.
Aus diesem Grund hat es gestern weitere Gespräche zwischen den Baustellen-Planern von "Hessen Mobil" und den Verkehrsplanern gegeben. Ergebnis: Sie versuchen, ein Befahren der Straße in beiden Richtungen mit Ampelregelung beizubehalten. Allerdings ist dies noch nicht ganz "in trockenen Tüchern".
Montag Ortstermin
Wie Sonja Lecher von "Hessen Mobil" gestern erläuterte, werde es am Montagmorgen einen weiteren Ortstermin auf der Baustelle geben und dann geklärt, ob das beabsichtigte Durchfahren bis zum Ende der Baumaßnahme auch baustellentechnisch möglich sei. (pp)
Artikel vom 24. August 2012, 20.11 Uhr (letzte Änderung 25. August 2012, 04.13 Uhr)
Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.