Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
Heimische Chöre begeistern das Publikum
«Liederkranz Berod trifft Freunde...». Treffpunkt für die vielen Freunde aus nah und fern war die herrlich geschmückte Sport- und Kulturhalle Wallmerod, denn es hatte sich herumgesprochen, dass der «Liederkranz» hochkarätige Freunde besitzt, die ein erstaunliches Maß an Musikalität besitzen. Und wie es sich für einen guten Gastgeber gehört, bereitete der «Liederkranz» seinen Gästen die Bühne. «Ein herrlicher Klangkörper», so der Kommentar eines Gastes, dem man sich ohne Wenn und Aber anschließen konnte. Unter der Leitung von Mario Siry zeigten die Sänger des «Liederkranz», dass sie sich auch in der lockeren Musikrichtung sehr wohl fühlen. «Wer Lust und Lieb zur Musik hat», «Männer» von den «Bläck Fööss», «Gabi und Klaus» von den Prinzen und «Hush» ließen einen ersten lautstarken Applaus aufbranden. Ein gelungener Kontrast zu dem flotten Programm dann die Zugabe mit einem sehr schön geführten «Schöne Nacht» in einem Arrangement von Wilhelm Nagel.
Aus einer ehemaligen Schola heraus wurde der jetzige «Junge Chor Wallmerod» gegründet, der sich mit seinen Sängerinnen und Sänger ebenfalls locker zeigte und hören ließ. Auch hier führte Mario Siry den Taktstock. Der Chor hatte ein Programm dabei, das von Volksliedern bis Pop-Songs ging und am Ende vom Kölner Wasser und dem Durst berichten konnte.
Mit einer Option für den Deutschen Chorwettbewerb in Dortmund 2010 ausgestattet zeigten die Sänger von der «Frohen Stunde» Weroth unter der Leitung von Jens Röth, warum sie bei den rheinland-pfälzischen Ausscheidungen zu Recht diese Option erhielten. Homogen und in allen Registern toll besetzt wurde ein tolles Programm geboten. Von «Wohlauf ihr Gäste» von Erasmus Widmann, über «Der Tambour» von Hugo Distler, «Veno» von Bedrich Smetana, bis hin zur «Ermunterung» von Herbert Wallas ließen die Sänger aus Weroth einen wunderschönen Chorklang erklingen. Immer sicher geführt von Jens Röth, einem Meister seines Fachs.
Ein ganz anderes Metier betraten dann die Sängerinnen und Sänger vom Pop- und Jazzchor «You’N’joy» aus Lindenholzhausen unter der Leitung von Matthias Schmidt. Sie haben die Hürde der Option schon überschritten und die Qualifikation für Dortmund geschafft. Ihr einstündiges Programm wurde in Wallmerod beherrscht von den Frauenstimmen, die sich «mit ihren Sängern», begleitet von Schlagzeug und Gitarre, einem Programm widmeten das von «Hallelujah, Salvation and Glory» in einem Arrangement von Matthias Schmidt, über «The Auctioneer» von Leroy van Dyke und Buddy Black bis hin zur «Bohemian Rapsody» von Freddie Mercury reichte. Stehende Ovationen waren den Sängerinnen und Sängern am Ende sicher, die sich dann noch zu einer Zugabe hinreißen ließen. kdh
Die Sänger von der «Frohen Stunde» Weroth unter der Leitung von Jens Röth (rechts) trugen zum Gelingen des Abends bei. Foto: Häring