Limburg-Lindenholzhausen. Es gibt zwei Interessenten, die Seniorenwohnungen auf dem alten Sportplatz in Lindenholzhausen errichten wollen ...

Hinweis:
Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei
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... Ein Investor hat sich dem Ortsbeirat vorgestellt, ein zweiter wird dies kommende Woche tun. Die Investoren verfolgen auch zwei unterschiedliche Konzepte. Außerdem gibt es eine weitere Ansiedlung auf dem ehemaligen Sportgelände.
Die Pläne in Lindenholzhausen

Die Vermarktung des alten Sportgeländes in Lindenholzhausen ist ein wichtiger Teil in der Finanzierung des neuen Sportplatzes. Zwei Investoren haben Interesse, dort Immobilien für Senioren zu bauen.

Limburg-Lindenholzhausen. Auf dem neuen Sportplatz in Lindenholzhausen rollt schon seit einem Jahr der Ball, und wenn auf der Leichathletikanlage in den vergangenen Wochen nicht so viel los war, lag das nur an der Jahreszeit und dem Wetter. Auch an der alten Stätte der TuS in der Mensfelder Straße geht es weiter. Der Bauauschuss der Stadtverordnetenversammlung hat dem Verkauf eines weiteren (Teil-)Grundstücks an einen Interessenten aus dem Stadtteil zugestimmt. Auch in Sachen Seniorenimmobilie geht es weiter. Im Ortsbeirat hat sich in der Sitzung am Mittwoch ein Investor vorgestellt, ein zweiter wird sich nächste Woche dem Gremium präsentieren.

«Es gibt Bedarf»

Die Vermarktung des alten Sportgeländes ist ein wichtiger Teil in der Finanzierung des neuen Sportplatzes. Ein Wohnhaus und eine Halle sind bereits auf der Fläche entstanden. Eine optimale Ansiedlung für ein Mischgebiet, resümiert Bürgermeister Martin Richard (CDU) im Bericht des Magistrats über den aktuellen Stand. Nun hat der Bauausschuss dem Verkauf eines weiteren Teilbereichs an einen gewerblichen Investor aus Lindenholzhausen zugestimmt. Zuvor hatte der Ortsbeirat den Verkauf bereits einmütig für gut befunden. «Das passt», sagt auch Ortsvorsteher Franz-Josef Zeidler (CDU) dazu.

Was auch passen würde, sind Einrichtungen für Senioren. «Es gibt Bedarf in Lindenholzhausen», sagt Zeidler. Bisher gibt es keine Einrichtungen für Senioren in Lindenholzhausen. Zwei Investoren, die aus dem Kreis kommen, zeigen Interesse an einem Projekt.

Nach Angaben von Zeidler verfolgen die beiden Investoren unterschiedliche Ansätze. Dem einen gehe es ausschließlich um den Bau von Einheiten zum betreuten Wohnen. Der zweite Investor kombiniere betreutes Wohnen mit der Seniorenpflege.

Fünf bis zehn Bauplätze

Nach dem Berichts des Magistrats besteht auch mit dem Bau einer Einrichtung für Senioren die Möglichkeit, auf dem Gelände in der Mensfelder Straße fünf bis zehn Bauplätze für eine so genannte Mischgebietsnutzung zu schaffen. Innerhalb der nächsten zehn Jahre könnten diese Plätze besiedelt werden. Dabei ist klar, dass der Magistrat auf Investoren aus dem Stadtteil selbst setzt. Die bisherigen Investoren kommen aus Lindenholzhausen. Bisher gab es drei konkrete Anfragen, alle drei aus Lindenholzhausen. Ein Interessent habe sich aufgrund von Zeitknappheit für einen anderen Standort entschieden.

Wie aus dem Bericht des Magistrats weiter hervorgeht, ist Lindenholzhausen kein Standort für überregionale Investitionen. Diese Einschätzung ist das Ergebnis der Resonanz auf ein ausführliches Exposé, das möglichen Investoren, größeren Projektentwicklern und Immobiliengesellschaften vorgestellt worden ist.

Die Nachfrage nach Industrie-, Gewerbe- und Bürostandorten ist aufgrund der Finanzkrise nahezu zusammengebrochen, lautet die Einschätzung von Bürgermeister Richard, von Stadtplanung und Wirtschaftsförderung. Allerdings war die Nachfrage nach solchen Flächen auch schon zuvor recht schwach. Was von Projektentwicklern, Maklern und Investoren gefragt sei, sind Grundstücke für großflächigen Einzelhandel, Diskotheken, Systemgastronomie, Spielhallen, zum Abstellen von Autos oder zum Umladen. All dies wird für Lindenholzhausen als ungeeignet eingestuft.  jl