Limburg-Lindenholzhausen. Mit ihrem Programm «Ortsmitte neu erleben» bietet die Stadt Limburg Privatpersonen die Möglichkeit an, eine kostenlose Fachberatung sowie finanzielle Mittel für die Sanierung von Wohnhäusern in Ortskernen in Anspruch zu nehmen ...

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Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei
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Die Welt zu Gast in Lindenholzhausen

Sie gehören zu den Musikfreunden, die das Harmonie Festival 2011 finanziell unterstützen: (von links) Bürgermeister Martin Richard, der Landtagsabgeordnete Helmut Peuser, Landrat Manfred Michel, Ex-Landrat Dr. Manfred Fluck und KSK-Vorstand Norbert Kleinle. Rechts MGV-Vorsitzender Karl-Heinz Dernbach.Bild: Sie gehören zu den Musikfreunden, die das Harmonie Festival 2011 finanziell unterstützen: (von links) Bürgermeister Martin Richard, der Landtagsabgeordnete Helmut Peuser, Landrat Manfred Michel, Ex-Landrat Dr. Manfred Fluck und KSK-Vorstand Norbert Kleinle. Rechts MGV-Vorsitzender Karl-Heinz Dernbach.

In einem Jahr ist es wieder so weit: Lindenholzhausen wird zum kleinsten Festspielort Deutschlands: Vom 2. bis 6. Juni 2011 lädt die Harmonie wieder zum Festival. Die Vorbereitungen laufen schon auf Hochtouren.

Limburg-Lindenholzhausen. Allein die Zahlen zeugen von schierer Größe: 231 Chöre und Folkloregruppen aus 46 Ländern in aller Welt kamen im Jahr 2005 nach Lindenholzhausen und mit ihnen etwa 20 000 Musik-Fans. Etwa 1500 ehrenamtliche Helfer sorgten dafür, dass es ihnen an nichts fehlte.

Für die Musik sorgten die Chöre und Folkloregruppen selbst, etwa 100 Stunden lang, an fünf Tagen. Diesmal rechnen die Harmonie-Festival-Macher in ähnlichen Kategorien. Obwohl der offizielle Anmeldeschluss erst am 30. November ist, haben sich schon 25 Chöre angemeldet, 109 Ensembles haben angefragt. «Wir haben die berechtigte Hoffnung, 2011 wieder weit mehr als 200 Chöre und Folkloregruppen in Lindenholzhausen begrüßen zu dürfen», sagt Harmonie-Vorsitzender Karl-Heinz Dernbach.

Das Festival ist aber weit mehr als schiere Größe: Es sei eine «weltweit bekannte Veranstaltung für Frieden und Völkerverständigung», sagt Dernbach. Fünf Tage lang treffen sich Musiker aus alle Welt, um sich zuzuhören, miteinander zu reden, zu feiern.

Und natürlich hat die Großveranstaltung noch eine Funktion: Es trägt den Namen Limburg-Lindenholzhausen in alle Welt. Und den des Chores. Seit fünf Jahren macht die Harmonie Werbung für das Festival 2011. Und die beste Werbung ist offenbar das Festival selbst. Die Hälfte der Ensembles, die schon jetzt fest zugesagt haben, war 2005 auch dabei.

Viele Preisträger

Und viele von ihnen sind mehrfach ausgezeichnet und den Gästen sicher noch in guter Erinnerung. Zum Beispiel das Dance Ensemble «Barabuschki-Kazatschok» aus Riga, das «Metelyk Ukrainian Folk Ensemble» aus England oder die Jugendfolkloretanzgruppe Solymar aus Ungarn, es gibt aber auch Fahnhenschwinger aus Belgien, Holzschuhtänzer aus Holland und jede Menge Tanzgruppen aus Deutschland. «Wir gehen davon aus, dass wir fünf Tage Highlights erleben werden,» sagt Gerhard Neunzerling.

Dazu gehört natürlich auch die Chormusik. Es gibt wieder Wettbewerbe für Kammerchöre und für große Chöre mit mehr als 32 Sängerinnen und Sängern, für Jazzchöre, Kinderchöre, Jugendchöre und einen Volksliederwettbewerb.

Und die Gastgeber werden sich natürlich auch präsentieren, sagt Jan Schumacher, der Chorleiter und künstlerische Leiter des Festivals. Zur Eröffnung gibt es eine Uraufführung. Die Sänger der Harmonie werden ein Werk singen, das Robert Sund extra für sie geschrieben hat.

Bis es so weit ist, haben die Mitglieder der Harmonie, ihre Freunde und Förderer aber noch eine Menge zu tun. Es müssen Familien gefunden werden, die Gäste aufnehmen wollen, es gibt eine Menge zu organisieren.

Und damit der Verein sich das Festival überhaupt leisten kann, ist er auf Sponsoren angewiesen. «Dank des Förderkreises und der Sponsoren haben wir es immer finanziell geschafft», sagt Karl-Heinz Dernbach.

Einige der Sponsoren haben schon Geld versprochen. Norbert Kleinle vom Vorstand der Kreissparkasse zum Beispiel. So ein Festival zu organisieren «ist eine logistische Meisterleistung», sagt er und dass das Festival die Region lebenswert mache. Auch Landrat Manfred Michel gehört zum Kreis der Förderer. Er sagt, er freue sich schon auf das Festival 2011: «Hier steht eine ganze Region zusammen.»

Viele profitieren


Landtagsabgeordneter Helmut Peuser versprach die Unterstützung der Landesregierung und erinnerte daran, dass viele Chöre vom Festival profitieren. Bürgermeister Martin Richard beglückwünschte die Harmonie zum «Mut und zur Tatkraft, ein solches Festival anzugehen», versprach organisatorische und finanzielle Unterstützung.

Dr. Manfred Fluck, der ehemalige Landrat, blickte in die Zukunft: «Ganz Lindenholzhausen wird erfüllt sein von Gesang und Farbenpracht.»

Wer am Harmonie Festival teilnehmen oder Förderer werden möchte, kann sich bei Karl-Heinz Dernbach, Telefon:  (064 31) 73268, melden. sbr