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Oberstaatsanwalt fordert siebeneinhalb Jahre Haft
Limburg.  Der wegen Unterschlagung von 2,7 Millionen Euro angeklagte ehemalige Leiter des Katholischen Rentamts in Hadamar, Werner J.-D. (55) soll siebeneinhalb Jahre hinter Gitter  ...

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Oberstaatsanwalt fordert siebeneinhalb Jahre Haft für gewerbsmäßigen Beturg des Ex-Rentamtsleiters

Text: Fluck

... Das hat Oberstaatsanwalt Hans-Joachim Herrchen am Freitag vor dem Limburger Landgericht beantragt. Der Verteidiger beantragte vier Jahre Haft. Das Urteil wird die 5. Große Strafkammer am 12. März verkünden.

Herrchen hielt dem bisher straffreien 55-Jährigen sein Geständnis zugute und seine Mitwirkung bei der Aufklärung seiner vor 25 Jahren begonnenen gewerbsmäßigen Betrugshandlungen zugute, von denen er wegen eingetretener Verjährungsfristen allein die letzten fünf Jahre verurteilt werden könne. Geschädigt sei nicht die Kirche als anonyme Einrichtung, sondern jeder Katholik, der Kirchensteuer gezahlt habe. Der Angeklagte habe sich mit der Aura des rechtschaffenen Biedermanns und treuen Arbeitnehmers umgeben und dabei seine besondere Vertrauensstellung gröblich missbraucht. Es seien nach wie vor Zweifel angebracht, wo ein Großteil des Geldes geblieben sei.

Der Verteidiger argumentierte zugunsten seines Mandanten, dass es ihm das Bistum Limburg sehr leicht gemacht und selbst nach Bekanntwerden eines Fehlbetrags über zwei Jahre benötigt habe, dem Saldo auf die Spur zu kommen. J-D. habe den Leichtsinn und die ihm fahrlässig zur Verfügung stehenden Möglichkeiten des Bistums zur eigenen Bereicherung genutzt. -flu-



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