| Die letzten Masten sind gefallen |
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Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei. ... Besonders eindrucksvoll wirkten die Arbeiten von der Mühlener Seite im Scheinwerferlicht. An der Straße «Neuer Weg» standen zahlreiche Fahrzeuge, Seilwinden und der Hubsteiger, um die Seile abzubauen. Foto: Günther Ein Großteil der Stahlgerippe ist zerlegt und schon auf dem Weg in den Prozess der Wiederverwertung. In den Lahnwiesen vor Eschhofen wurden sie gestern abtransportiert, auf der gegenüber liegenden Lahnseite am Hang nach Dietkirchen lagen sie noch. Ein Mast stand gestern noch, der an der Limburger Straße in Eschhofen. Über Jahrzehnte haben die Stahlgerippe zur sicheren Stromversorgung gedient. Und sie haben das Ortsbild von Eschhofen mit geprägt, weil die Trasse mitten durch den Ort und dann durch den Goldenen Grund nach Süden führte. Geknistert hat es schon länger nicht mehr unter den Leitungen, sie sind schon Monate nicht mehr am Netz. Geknistert hat es vor allem bei feuchter Witterung. Die letzten zwei Masten standen links und rechts der Bahngleise. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde der Bahnhof Eschhofen vom Strom genommen, nachdem der letzte Zug des Tages den Abschnitt passiert hatte. Optimal vorbereitet konnten dann innerhalb von knapp drei Stunden die sechs Seile und das von Mastspitze zu Mastspitze verlaufende Erdungsseil abgebaut werden. Dazu waren am Bürgerhaus und in Mühlen jeweils zwei leistungsfähige Winden aufgestellt worden, mit denen die aus Aluminium und einem Stahlkern bestehenden Kabel auf Trommeln aufgewickelt wurden. Seit 1936 im Dorf Mit einem 44 Meter hohen mobilen Hublift war es möglich, die Seile zu entfernen, ohne die Versorgungsleitung der Bahn zuvor mit einem speziellen Schutz versehen zu müssen. Mit dem Entfernen des Mastes ist der Weg nun frei für den zweiten Bauabschnitt des Bürgerhauses. Neben der Herrichtung der Außenanlagen soll auch ein Jugendraum errichtet werden, sagte Ortsvorsteher Bernd Stein (CDU). Der Jugendraum befindet sich derzeit noch im alten Bahnhof. Das Gebäude ist Eigentum der Stadt Limburg, wobei die Stadt den Bahnhof seit Jahren verkaufen will. Während der Ortsbeiratssitzung am Mittwochabend berichtete die Erste Stadträtin Babette Täpper über ein konkretes Kaufinteresse eines Investors für das denkmalgeschützte Backsteingebäude. Seit 1936 standen die Masten im Ort und natürlich auch im weiteren Verlauf der Trasse. Hermann Krämer, im Arbeitskreis Heimatpflege des Limburger Stadtteils aktiv, hat sich noch einmal umgehört. Danach ist er ziemlich sicher, dass die Trasse seit 1936 durch Eschhofen verläuft. Das ist nun Vergangenheit, mit Ankündigung allerdings, denn die 220-kV-Trasse ist ersetzt worden durch eine neue 380 kV-Freileitung, die in der Nähe der ICE-Trasse verläuft. Seit vergangenem Jahr fließt der Strom durch die neuen Leitungen. Die neue Trasse wurde nach Angaben des Energieversorgers RWE gebaut, um die Versorgungssicherheit rund um Frankfurt sowie im Limburger Raum zu verbessern. Von Beginn der Planungen an hatte das Unternehmen darauf verwiesen, dass mit der neuen Trasse auch der Abbau der alten Leitung verbunden ist. Nicht nur beim Bürgerhaus geht es nun weiter, auch einige neue Bauplätze werden nun entstehen, denn im Verlauf der Trasse durfte nicht gebaut werden. «Aber nur zwei Grundstücke davon sind im städtischen Besitz», sagt Ortsvorsteher Stein. Die restlichen neuen Bauflächen im Ort sind in Privathand. hpg/jl Besonders eindrucksvoll wirkten die Arbeiten von der Mühlener Seite im Scheinwerferlicht. An der Straße „Neuer Weg“ standen zahlreiche Fahrzeuge, Seilwinden und der Hubsteiger, um die Seile abzubauen. Foto: Günther |


Besonders eindrucksvoll wirkten die Arbeiten von der Mühlener Seite im Scheinwerferlicht. An der Straße „Neuer Weg“ standen zahlreiche Fahrzeuge, Seilwinden und der Hubsteiger, um die Seile abzubauen. Foto: Günther
